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Initiativbewerbung - Unterschiede zur klassischen Bewerbung

Initiativbewerbung: geschäftsfrau erklärt einer kollegin etwas

©Fotolia / contrastwerkstatt

Generell haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihren Traumjob zu ergattern: Sie können passende Stellenanzeigen abwarten und sich dann in den Konkurrenzkampf begeben. Oder Sie verdeutlichen einem Arbeitgeber Ihrer Wahl von sich aus, dass er Sie braucht. Die Bewerbungsunterlagen ähneln sich in beiden Fällen sehr, mit einer wichtigen Ausnahme: dem Anschreiben.

Das Wichtigste in 15 Sekunden

  • Die Bewerbungsunterlagen für Bewerbungen auf Stellenanzeigen und Initiativbewerbungen ähneln sich sehr
  • Das Anschreiben bildet eine Ausnahme – bei der Initiativbewerbung ist es viel persönlicher gehalten
  • Am besten mischen Sie darin Elemente eines klassischen Anschreibens mit typischen Merkmalen von Motivationsschreiben
  • Am stärksten unterscheiden sich beide Bewerbungsarten beim Hauptteil des Anschreibens voneinander

Sie wissen was Sie können und was Sie wollen, sind selbstbewusst und zielstrebig – für eine erfolgreiche Stellensuche sind das die besten Voraussetzungen. Den Weg der Initiativbewerbung zu wählen, birgt viele Vorteile: Mit ihr gehen Sie den ersten Schritt. Sie zeigen Gestaltungswillen, Motivation, Mut und Tatkraft – alles Eigenschaften, die jedes Unternehmen bei seinen Mitarbeitern schätzt. Dass Sie nicht auf Anforderungen aus einer Stellenanzeige reagieren müssen, gibt Ihnen die Gelegenheit, umfassend und sehr individuell zu begründen, warum Sie bestens zu Ihrem Wunscharbeitgeber passen. Natürlich führen Sie im Zuge dessen Ihre Qualifikationen und Soft Skills ins Feld, im Mittelpunkt steht aber Ihre Motivation. Darin liegt der wesentliche Unterschied zu einer klassischen Bewerbung und dieser Unterschied schlägt sich in Ihrem Anschreiben nieder. Abgesehen davon gehören zu einer Initiativbewerbung alle auch sonst üblichen Unterlagen:

  • Tabellarisch und chronologisch geordnet, beinhaltet der Lebenslauf alles Wissenswerte zu Ihrer Ausbildung und Berufserfahrung. Außerdem sämtliche Qualifikationen, die für Ihren Wunscharbeitgeber von Bedeutung sind, und – sofern sinnvoll – auch Hobbys.
  • Ein Bewerbungsfoto, das professionellen Ansprüchen genügt.
  • Zeugnisse und Zertifikate als Belege für jede wichtige Station Ihres Lebenslaufes – vom Zeugnis Ihres höchsten Bildungsabschlusses bis zu Nachweisen für relevante Fortbildungen.
  • Sofern vorhanden, ein bis zwei Empfehlungsschreiben als zusätzliche Qualifikationsnachweise.

Download: Checkliste Initiativbewerbung

Wie wird eine Initiativbewerbung erfolgreich verfasst? Bei der sog. Spontanbewerbung bedarf es neben einer gründlichen Hintergrundrecherche zum Arbeitgeber ein sehr aussagekräftiges Anschreiben. Diese Liste verrät Ihnen 10 Tipps zum Schreiben eines aussagekräftigen Anschreibens.

Download: Checkliste Initiativbewerbung

Wie wird eine Initiativbewerbung erfolgreich verfasst? Bei der sog. Spontanbewerbung bedarf es neben einer gründlichen Hintergrundrecherche zum Arbeitgeber ein sehr aussagekräftiges Anschreiben. Diese Liste verrät Ihnen 10 Tipps zum Schreiben eines aussagekräftigen Anschreibens.

Klassisch und initiativ: Anschreiben im Vergleich

Sowohl Anschreiben für die Bewerbung auf Stellenanzeigen als auch solche für Initiativbewerbungen müssen von A bis Z überzeugen – sie sollen Personalern ein möglichst umfassendes Bild Ihres Know-hows und Ihrer Persönlichkeit vermitteln und ihnen stichhaltige Einstellungsargumente liefern. Beide umfassen maximal eine Seite und sind gleich aufgebaut, sie setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Für das Anschreiben Ihrer Initiativbewerbung mischen Sie Elemente eines klassischen Anschreibens mit Merkmalen eines Motivationsschreibens:

  • Im klassischen Anschreiben benennen Sie in der Betreffzeile, wofür Sie sich bewerben und wo Sie die entsprechende Stellenanzeige gefunden haben. In der Initiativbewerbung weisen Sie mit Formulierungen wie „Initiativbewerbung als …“, oder „Initiativbewerbung um eine Stelle im Bereich …“ klar darauf hin, dass Sie sich außer Konkurrenz um eine Anstellung bemühen.
  • Die Anrede richtet sich hier wie dort an einen namentlich adressierten Ansprechpartner. Bei einer Initiativbewerbung fragen Sie Ihren Wunscharbeitgeber vorab, ob sie willkommen ist und an wen Sie sie schicken dürfen. Initiativbewerbungen unterscheiden sich dadurch übrigens von ohnehin nicht empfehlenswerten Blindbewerbungen.
  • Im klassischen Anschreiben wie auch in der Initiativbewerbung legen Sie im ersten Abschnitt kurz dar, wer Sie sind, was Sie suchen, und warum Sie aus Ihrer Sicht zum Unternehmen passen. Wenn Sie sich initiativ bewerben, geben Sie hier bereits den ersten Hinweis auf Ihre Motivation.
  • Im Hauptteil unterscheiden sich die beiden Arten der Bewerbung am deutlichsten voneinander: Im klassischen Anschreiben äußern Sie sich unter Bezug auf die Stellenanzeige zu Ihren fachlichen Qualitäten und untermauern diese mit konkreten Beispielen – ergänzt um zwei bis drei Sätzen zu Ihrer Motivation. Bei der Initiativbewerbung dagegen spielt die Motivation die Hauptrolle und nimmt den meisten Raum ein. Warum wollen Sie für das angeschriebene Unternehmen arbeiten und welchen Beitrag können Sie leisten? Welche Fähigkeiten spielen Sie dabei aus, und welchen Nutzen hat Ihr potenzieller Arbeitgeber davon? Dabei punkten zu können, setzt eine gründliche Vorab-Analyse Ihrer persönlichen Stärken und der Gegebenheiten im Zielunternehmen voraus.
  • Der letzte Absatz des klassischen Anschreibens endet zum Beispiel damit, dass Sie sich auf die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen. In der Initiativbewerbung bitten Sie darum, die Einsatzmöglichkeiten für Sie zu prüfen. Und Sie finden nochmals einen eleganten Dreh, mit dem Sie Ihr großes Interesse am Unternehmen und der Mitarbeit dort unterstreichen.

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