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Das Anschreiben - So überzeugen Sie den Personaler

Mit dem Anschreiben Personaler überzeugen

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Auch wenn es altmodisch klingt: An einem Bewerbungsanschreiben kommen Sie nicht vorbei, wenn Sie sich um einen Job bewerben. Ist es spannend formuliert, öffnet es Ihnen sogar die Tür zum Vorstellungsgespräch. Denn im Anschreiben können Sie dem Personaler zeigen, warum Sie der Richtige für den Job sind. Aber Achtung: Bei bestimmten Fehlern ist die Tür zum Traumjob auch schnell zugeschlagen.

Das Wichtigste in 15 Sekunden
  • Das individuell und präzise formulierte Anschreiben ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für Ihre Bewerbung
  • Vermeiden Sie eine unpersönliche Anrede und Floskeln, fassen Sie sich kurz
  • Es gibt viele Tricks und Kniffe dafür, Interesse zu wecken – beherzigen Sie sie
  • Bewerbungen per Post sind nur noch selten gewünscht, für Bewerbungen via E-Mail oder über Online-Formulare gelten besondere Regeln

Stellen Sie sich vor, 20 Menschen erzählen Ihnen nacheinander dieselbe Geschichte. Jeder auf dieselbe Weise. Selbst bei einer guten Geschichte kommt spätestens bei der dritten Wiederholung Langeweile auf. Ähnlich geht es einem Personaler, der jeden Tag dieselben Bewerbungsanschreiben lesen muss – nur dass er davon meist weit mehr als 20 Stück auf den Tisch bekommt.
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Die Moral von der Geschichte: Damit Ihr Anschreiben den Personaler überzeugt, muss es einzigartig und spannend sein. Das Bewerbungsanschreiben ist in der Regel das erste, was er von Ihrer Bewerbung sieht. Hier müssen Sie zeigen, dass es sich lohnt, weiterzulesen. Wer dabei die folgenden fünf Fehler im Bewerbungsanschreiben vermeidet, hat schon viel gewonnen:

  • Sie verwenden Floskeln
    „Hiermit bewerbe ich mich für…“ ist die langweiligste Möglichkeit, ein Be­wer­bungs­anschreiben zu beginnen. Dass Sie sich bewerben ist schließlich offensichtlich. Ebenso, dass Sie sich für die Stelle interessieren. Lassen Sie solche Floskeln weg und der Personaler gähnt nicht schon nach den ersten zwei Zeilen.
  • „Sehr geehrte Damen und Herren“ als Anrede verwenden
    Mit einer unpersönlichen Anrede im Anschreiben landet die Bewerbung schnell im Papierkorb. Wenn Sie sich nicht einmal die Mühe machen, den richtigen Ansprechpartner zu ermitteln, wie sieht es dann erst mit der Arbeitsmoral aus?
  • Im Bewerbungsanschreiben den Lebenslauf wiederholen
    Niemand möchte dieselbe Geschichte zwei Mal hören – oder lesen. Schon gar nicht innerhalb derselben Bewerbung. Also zählen Sie keine Stationen auf, sondern überzeugen Sie den Personaler, warum Sie die beste Wahl für die ausgeschriebene Stelle sind.
  • Das Anschreiben mit Copy und Paste erstellen
    Es fällt schnell auf, wenn Sie dasselbe An­schreiben in jeder Bewerbung verwenden. Warum? Weil sie dann zwangsläufig oberflächlich bleiben und nicht auf die Stelle und das Unternehmen eingehen. Das war’s mit Ihren Jobchancen.
  • Den Personaler umblättern lassen
    Auch wenn Ihnen mehr Gründe einfallen, warum Sie der Beste für die Stelle sind: Ein Be­wer­bungs­anschreiben muss auf eine DIN-A4-Seite passen. Denn neben Langweile plagt viele Per­sonal­entscheider auch ein Mangel an Zeit.

„Anschreiben sind oft reine Wiederholungen des Lebenslaufs. Das ist Platzverschwendung. Unternehmen erwarten eine Begründung, warum der Bewerber für die ausgeschriebene Stelle der Richtige ist – kurz, knapp, präzise, anforderungsbezogen.“

Sandra Kolb, Head of Recruiting Management, AVANTGARDE Experts

Wie kommt die Spannung ins Bewerbungsanschreiben?

Genug geschlaubergert, jetzt geht’s ans Eingemachte. So wecken Sie das Interesse des Personalers und kommen dem Vorstellungsgespräch ein großes Stück näher:

  • Beantworten Sie die vier W-Fragen. Wer sind Sie? Was können Sie? Warum wollen Sie gerade zu diesem Unternehmen? Was hat das Unternehmen davon, wenn es Sie einstellt? Hier finden Sie noch mehr Tipps zu Inhalt und Aufbau.
  • Bringen Sie Ihre Begeisterung aufs Papier. Was würden Sie Ihrem besten Freund auf die Frage antworten, warum Sie den Job unbedingt wollen? Polieren Sie Ihre Antwort darauf sprachlich auf Hochglanz und dann rein damit ins Anschreiben.
  • Zeigen Sie, was Sie können. Behauptungen kann jeder aufstellen. Doch Sie haben sicher auch Belege für Ihr Können. Schreiben Sie nicht nur von Ihren Qualifikationen (Teamfähigkeit, Flexibilität, etc.), sondern bringen Sie Beispiele dafür.
  • Punkten Sie mit Infos zum Unternehmen. Sie möchten dem Unternehmen klar machen, dass Sie beide gut zusammenpassen – fast wie bei einer romantischen Verabredung. Das können Sie nur, wenn Ihr Gegenüber merkt, dass Sie wissen, was für ihn wichtig ist. Zeigen Sie also, dass Sie sich mit dem Unternehmen und der Stelle beschäftigt haben. Vorsicht: Mit platten Lobeshymnen ist hier nichts zu gewinnen.
  • Enden Sie mit einer Aufforderung. Neben der obligatorischen Schlussformel sollten Sie zum Abschluss des Bewerbungsanschreibens, den Ball ins Feld des Unternehmens spielen. Zum Beispiel so: „Ich freue mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.“
  • Seien Sie kein Schaumschläger. Hier eine kleine Übertreibung, da ein wenig die Qualifikationen aufpolieren – die Verlockungen sich selbst besser zu machen als man ist, sind im Bewerbungsanschreiben groß. Widerstehen Sie der Versuchung. Ein erfahrener Personaler erkennt so etwas auf den ersten Blick – und die Bewerbung wird aussortiert.
  • Keine Schlampereien. Wie in allen Teilen der Bewerbung sind auch im Anschreiben Buchstabendreher und Grammatikpannen tödlich. Die Rechtschreibkontrolle des Textverarbeitungsprogramms hilft sie zu vermeiden. Natürlich sollte auch das Layout stimmen.

„Benennen Sie im Anschreiben konkret, was Sie vom Unternehmen erwarten und was Sie zu bieten haben. Verwenden Sie keine Konjunktive oder Wörter wie ‚wünschen’. Das wirkt unsicher.“

Sandra Kolb, Head of Recruiting Management, AVANTGARDE Experts


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