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Tipps für die erfolgreiche Initiativbewerbung

Initiativbewerbung

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Auf die Plätze, fertig – warten Sie mit der Bewerbung nicht auf den Startschuss bzw. die Stellenausschreibung. Wenn Sie eine Initiativbewerbung verfassen, können Sie die Konkurrenz hinter sich lassen. Dazu muss vor allem das Anschreiben überzeugen. Wie der Frühstart im Rennen um die besten Jobs gelingt.

Download: Checkliste Initiativbewerbung

Wie wird eine Initiativbewerbung erfolgreich verfasst? Bei der sog. Spontanbewerbung bedarf es neben einer gründlichen Hintergrundrecherche zum Arbeitgeber eine überzeugende Argumentation. Diese Liste gibt 10 Tipps zum Verfassen eines aussagekräftigen Anschreibens.

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Wie wird eine Initiativbewerbung erfolgreich verfasst? Bei der sog. Spontanbewerbung bedarf es neben einer gründlichen Hintergrundrecherche zum Arbeitgeber eine überzeugende Argumentation. Diese Liste gibt 10 Tipps zum Verfassen eines aussagekräftigen Anschreibens.

Das Wichtigste in 15 Sekunden
  • Mit einer Initiativbewerbung können Sie auf attraktive Stellen stoßen, die noch nicht ausgeschrieben sind
  • Anschreiben für Initiativbewerbungen beinhalten Anderes als solche auf bereits veröffentlichte Stellenanzeigen
  • Recherchieren ist das A und O: Auf welchen Geschäftsfeldern ist Ihr Wunscharbeitgeber aktiv, wo braucht er Verstärkung, und warum passen Sie dorthin?
  • Vermitteln Sie im Anschreiben klar, welche Aufgaben Sie übernehmen möchten und welche Ziele Sie erreichen können

Wer seinen Traumjob sucht, hat viele Anlaufstellen: Jobportale wie den XING Stellenmarkt zum Beispiel. Aber wussten Sie, dass manche Jobs gar nicht öffentlich ausgeschrieben werden? Und das sind oft sehr attraktive Stellen. Um diese Jobs zu bekommen, brauchen Sie entweder gute Kontakte zum Unternehmen oder Sie müssen eine Initiativbewerbung abschicken. Unter einer Initiativbewerbung versteht man eine Bewerbung bei einem Unternehmen, ohne dass es eine konkrete Stellenausschreibung gibt. Das ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach, aber eine große Chance. Dadurch haben Sie einen Vorsprung vor Mitbewerbern, die es fast zwangsläufig bei einer Anzeige gibt. Oder anders ausgedrückt: Eine Initiativbewerbung ist in etwa so, als würden Sie bei einem 100-Meter-Lauf zwei Sekunden vor dem Startschuss losrennen. An eine Initiativbewerbung müssen Sie anders herangehen als an eine normale Bewerbung. Den Lebenslauf können Sie im Großen und Ganzen so aufbauen, wie bei jeder anderen Bewerbung. Mit unserem kostenfreien Lebenslauf-Editor klappt das sogar in wenigen Klicks – und Sie müssen sich keine Sorgen um das Layout machen. Der Knackpunkt bei der Initiativbewerbung ist das Anschreiben.

Download: Muster Anschreiben Initiativbewerbung

Sie möchten endlich den Einstieg in Ihr Wunschunternehmen wagen? Ein handfestes Beispiel inklusive inspirierender Formulierungen bietet unser Word-Beispiel zum kostenlosen Download. Wir wünschen viel Spaß damit!

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Detektivarbeit: Diese Informationen brauchen Sie für die Initiativbewerbung

Sie haben im Zusammenhang mit der Initiativbewerbung vielleicht schon das Wort „Blindbewerbung“ gehört. Dieser Begriff ist etwas trügerisch. Denn Sie sollten Sich niemals blind bewerben. Um bei unserem Bild vom 100-Meter-Lauf zu bleiben: Sie können zwar früher starten als die Konkurrenten, sollten aber schon wissen, in welcher Richtung das Ziel liegt. Dazu brauchen Sie – genau wie bei einer konventionellen Bewerbung – Informationen über das Unternehmen, das Sie mit Ihrer Initiativbewerbung überzeugen möchten.

Folgende Infos sollten Sie unbedingt einholen, bevor Sie sich an das Anschreiben für Ihre Initiativbewerbung machen:

  • Alle Jobs, die das Unternehmen aktuell ausgeschrieben hat. Die geben Ihnen nämlich einen Eindruck davon, in welchem Bereich Ihr Wunscharbeitgeber Verstärkung sucht. Selbst wenn Ihr konkretes Berufsbild nicht auf der Stellenbörse steht, hat die Initiativbewerbung für einen gefragten Bereich größere Chancen.
  • Die Geschäftsfelder des Unternehmens. Was stellt die Firma her? Welche Dienstleistungen bietet sie an? Sind ihre Kunden Privatleute oder andere Unternehmen? Verkauft das Unternehmen am meisten in Deutschland, Osteuropa oder Asien? Diese Fragen müssen Sie beantworten können, bevor Sie ein Anschreiben für die Initiativbewerbung erstellen. Denn nur dann wissen Sie, wie Sie dem Unternehmen mit Ihren Fähigkeiten helfen können.
  • Wo sich Ihre Fähigkeiten und die Bedürfnisse des Unternehmens überschneiden. Auf diese Frage läuft es letzten Endes hinaus: Welche Lücken hat das Unternehmen, die Sie füllen könnten? Aber Vorsicht bei der Formulierung: Erklären Sie der Firma in der Initiativbewerbung nicht, wie Sie Ihre Geschäfte besser machen kann. Denn Klugscheißer mag auch bei der Bewerbung niemand.
  • Was die Medien über das Unternehmen berichten. Bei Ihrer Recherche für die Initiativbewerbung sollten Sie nicht nur darauf schauen, was das Unternehmen über sich selbst sagt (zum Beispiel auf deren Homepage), sondern auch was andere zu sagen haben. Manche interessanten Informationen bekommen Sie eher aus Zeitungen oder Branchenmagazinen.
  • Einen konkreten Empfänger für Ihre Initiativbewerbung. Auch bei einer Initiativbewerbung kommt die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ nicht gut an. Rufen Sie vorher am besten beim Unternehmen an. Fragen Sie bei der Personalabteilung nach dem Leiter der Fachabteilung, in der Sie arbeiten möchten. Dann haben Sie nicht nur einen Namen für das Anschreiben Ihrer Initiativbewerbung, sondern bereits einen ersten (hoffentlich guten) Eindruck hinterlassen.

„Recherchieren Sie immer den konkreten Ansprechpartner der Firma, bei der Sie sich bewerben. Das macht einen wesentlich besseren Eindruck, als das Anschreiben mit einem unpersönlichen ‚Sehr geehrte Damen und Herren’ zu beginnen.“

SANDRA KOLB, HEAD OF RECRUITING MANAGEMENT, AVANTGARDE EXPERTS

Zehn Tipps für die perfekte Initiativbewerbung

So viel zur Theorie. Kommen wir zum praktischen Teil. Mit diesen handfesten Tipps können Sie ein überzeugendes Anschreiben für die Initiativbewerbung verfassen:

  1. Schicken Sie auch bei der Initiativbewerbung alle Unterlagen mit, inklusive Ihrer Zeugnisse. Manche Ratgeber empfehlen eine Kurzbewerbung, die nur aus Anschreiben und Lebenslauf besteht. Aber wenn Sie das Unternehmen schon überzeugen möchten, sollten Sie ihm auch alle nötigen Informationen geben, um ein Urteil zu fällen.
  2. Klopfen Sie vorher beim Wunscharbeitgeber an – am besten telefonisch. So bekommen Sie nicht nur mehr Informationen über das Unternehmen, sondern haben auch einen Ansprechpartner, an den Sie die Bewerbung richten können.
  3. Seien Sie einzigartig. Abschreiben kommt gerade in der Initiativbewerbung besonders blöd. Wenn Sie sich schon ungefragt an den Personaler wenden, sollten Sie auch mit Ihrer Einzigartigkeit überzeugen.
  4. Nennen Sie offen Ihre Motivation. Das Anschreiben einer Initiativbewerbung ist in gewisser Weise auch ein Motivationsschreiben. Sie haben sich schließlich nicht ohne Grund dieses Unternehmen ausgesucht. Zeigen Sie, warum Sie gerade dorthin wollen: Finden Sie das Produkt besonders toll oder den Außenauftritt? Fasziniert Sie die Vorstellung, dass Ihr Wunscharbeitgeber auf allen Kontinenten vertreten ist?
  5. Seien Sie direkt. Kommen Sie im Anschreiben der Initiativbewerbung sofort auf den Punkt. Da er keine Stelle ausgeschrieben hat, weiß der Personaler nicht, was es mit Ihrer Bewerbung auf sich hat. Sie müssen es ihm zu Beginn ohne Umwege sagen, sonst legt er Ihr Schreiben schnell zur Seite.
  6. Halten Sie sich an die gängige Layout-Form. Der Sonderstatus der Initiativbewerbung spricht Sie nicht davon los, ein gut strukturiertes Layout zu liefern. Wir haben Ihnen ein paar Anregungen für ein gutes Layout im Anschreiben zusammengestellt.
  7. Arbeiten Sie sorgfältig. Fehler in Grammatik und Rechtschreibung kommen in jeder Bewerbung schlecht an. In der Initiativbewerbung sind sie besonders ärgerlich. Schließlich wollen Sie das Unternehmen davon überzeugen, dass es Sie braucht – auch wenn es davon bisher noch nichts weiß. Aber wer braucht schon jemanden, der nicht sorgfältig arbeitet?
  8. Seien Sie so genau wie möglich. Da es Ihren Job im Unternehmen momentan vielleicht noch gar nicht gibt, müssen Sie dem Empfänger Ihrer Initiativbewerbung ein besonders deutliches Bild davon zeichnen: Sagen Sie ihm deutlich, in welcher Abteilung Sie arbeiten möchten. Beschreiben Sie ihm die Aufgaben und Ziele Ihrer Position.
  9. Nennen Sie Ihren Wert. Die Erfolgsaussichten für Ihre Initiativbewerbung sind umso höher, je deutlicher Sie Ihrem Wunscharbeitgeber sagen können, was er von Ihrer Einstellung hat. Können Sie seinen Absatz erhöhen oder seine Außenwirkung fördern?
  10. Bleiben Sie bescheiden. Zugegeben: Es ist nicht immer ganz einfach, seine Talente im Anschreiben der Initiativbewerbung anzupreisen und gleichzeitig auf dem Teppich zu bleiben. Doch Sie dürfen nicht zu dick auftragen. Schließlich kennen Sie das Unternehmen nur von außen. Und wer als Externer behauptet, die Abläufe in einer Firma durchschaut zu haben, der wird nicht ernst genommen. Denn das ist selbst bei bester Vorbereitung kaum möglich.

„Personaler und Manager haben viel zu tun. Damit sie sich Zeit für Ihre Initiativbewerbung nehmen, müssen Sie ihnen etwas Besonderes bieten: Warum versuchen Sie es nicht mit einer Video-Bewerbung oder einer eigenen Bewerbungshomepage?“

Anne Martens, Head of Human Resources, Kreditech Holding SSL GmbH


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