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Lebenslauf während des Studiums aufwerten und so Jobchancen steigern

Lebenslauf während des Studiums aufwerten

© sturti / Getty Images

Jeder Student stellt sich früher oder später die Frage: Wie geht es nach meinem Abschluss weiter? Eine Festanstellung scheint verlockend. Doch als Absolvent mit dünnem Lebenslauf kann es schwierig werden, sich in Bewerbungsprozessen gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Wie also können Sie Ihren Lebenslauf schon während Ihres Studiums aufwerten?

Noten sind heutzutage nicht mehr die wichtigste Entscheidungsgrundlage für Personaler. Worauf kommt es Recruitern bei einer Bewerbung aber stattdessen an? Das Stichwort lautet: Berufserfahrung. Denn diese wird vielen Studierenden nach ihrem Abschluss zum Verhängnis. Sie verfügen nun zwar über allerhand Wissen und bringen das neueste Knowhow mit – aber nur wenig bis überhaupt keine praktische Erfahrung. Sobald Sie jedoch einen Blick in die Stellenausschreibungen werfen, werden Sie schnell merken, dass beinahe überall Berufserfahrung gefordert wird. Und jetzt?

1. Berufserfahrung schon beim Studieren sammeln

Dass Sie sich bereits während des Studiums mit diesem Thema beschäftigen, ist Ihr großer Vorteil. Denn dann können Sie schon jetzt Maßnahmen ergreifen, um Ihren Lebenslauf aufzuwerten – und anschließend an das Studium direkt voll durchstarten. Die beste Devise lautet also: Sammeln Sie so viel Berufserfahrung wie möglich. Absolvieren Sie Praktika, arbeiten Sie als Werkstudent und machen Sie Ferienjobs in der Branche, in welcher Sie später auch arbeiten möchten. Zudem können Sie in vielen Fällen Ihre Abschlussarbeit bei einem Unternehmen schreiben – sprich nicht nur rein theoretisch – und auch dadurch noch einmal Berufserfahrung sammeln, welche Ihren Lebenslauf füllt.

Durch diese Strategie schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn durch die praktische Arbeit steigen Ihre Bewerbungschancen nicht nur mit dem verbesserten Lebenslauf, sondern auch durch die Kontakte, welche Sie knüpfen. Haben Sie bereits bei einem Unternehmen einen guten Eindruck hinterlassen, beispielsweise eben als Praktikant oder Werkstudent, sind Ihre Chance auf eine anschließende Einstellung deutlich höher.

2. Zusatzfächer und praktische Projekte nutzen

Praktische Erfahrung können Sie aber nicht nur direkt im Unternehmen sammeln. Denn an vielen Universitäten sowie Hochschulen gibt es auch die Möglichkeit, praktische Projekte oder Zusatzfächer zu belegen. Wenn diese passgenau zu jenem Job sind, auf welchen Sie sich später bewerben möchten, können Sie mit solchen Angaben im Lebenslauf ebenfalls punkten.

3. Fremdsprachen und Auslandsaufenthalte als Plus

Großgeschrieben wird in vielen Unternehmen heutzutage auch das Thema Fremdsprachen. Im Zuge der Globalisierung wird der Arbeitsalltag schließlich immer internationaler und Mitarbeiter, die mit Geschäftspartnern, Kunden & Co in ihrer Muttersprache kommunizieren können, sind für Arbeitgeber extrem wertvoll geworden. Gute Englischkenntnisse sind also zwar ein Muss für Ihre Bewerbung. Abheben können Sie sich mit diesen aber mittlerweile nicht mehr. Ins Auge stechen werden Sie den Personalern stattdessen mit zusätzlichen Sprachkenntnissen wie Chinesisch, Russisch oder Spanisch.

Am schnellsten lernen Sie eine Fremdsprache aber bekanntlich im betreffenden Land – und zugleich können Sie etwas Neues von der Welt sehen, Lebenserfahrung sammeln und Freundschaften knüpfen. Reisen bildet, sagt man nicht ohne Grund. Während Ihres Studiums haben Sie zum Glück viel Zeit zum für solche Auslandsaufenthalte, zum Beispiel während der Semesterferien oder im Rahmen eines Auslandssemesters. Am besten verbinden Sie diese Reisen mit einem Studium, einem Sprachkurs oder der praktischen Arbeit vor Ort – und machen Ihren Lebenslauf dadurch zu etwas ganz Besonderem. 

4. Weiterbildungen & Co liegen hoch im Kurs

Natürlich können Sie auch abseits der Hochschule spezielle Kurse wie Seminare oder Weiterbildungen belegen. Ob Excel-Kurs oder ein Seminar zu Zeit- und Selbstmanagement – die Auswahl an Anbietern und Themen ist riesig, sodass gewiss auch Sie von dieser Option profitieren können…und Ihr Lebenslauf ohnehin.

5. Blogs und Publikationen als Eigenwerbung

Von der Konkurrenz abheben werden Sie sich auch, wenn Sie es schaffen, sich als Experte beziehungsweise Expertin auf Ihrem Themengebiet zu positionieren. Geben Sie den Recruitern das Gefühl, Sie seien ein so großer Mehrwert für deren Unternehmen, dass sie Sie eigentlich nur einstellen können. Wie Sie das schaffen? Schreiben Sie einen Blog zu einem branchenrelevanten Thema, veröffentlichen Sie eigene Publikationen oder treten Sie als Speaker bei Messen, Kongressen und Events auf.

6. Mit Hobbys und Ehrenämtern beeindrucken

Last but not least, können sich auch Ehrenämter und Hobbys in Ihrem Lebenslauf gut machen. Dabei kommt es allerdings darauf an, um welche Art von Freizeitbeschäftigung es sich handelt. Wählen Sie Ihre aufgeführten Ehrenämter sowie Hobbys also passend zur Stellenausschreibung aus und machen Sie direkt im Lebenslauf deutlich, inwiefern diese Sie für die ausgeschriebene Vakanz prädestinieren. Besonders soziales Engagement wird für viele Unternehmen immer wichtiger und wenn Sie dieses schon im Studium vorweisen können, kann das ein großes Plus sein.

Mit diesen „Extras“ im Lebenslauf stehen Ihre Chancen auf eine Jobzusage gut – nach Ihrem Studium oder sogar schon währenddessen!


Service-Info: Weitere hilfreiche Tipps für’s Studium und den Berufseinstieg finden Sie auch auf der Seite Campus & Karriere auf XING.

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