Aufbau und Inhalt eines perfekten Lebenslaufs

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Was muss rein – was bleibt draußen? Bevor Du einen Lebenslauf schreibst, der den Personaler überzeugt, musst Du Dir ein paar Gedanken über Aufbau und Inhalt machen. Denn unnötige Informationen schaden der Qualität des Lebenslaufs fast genauso, wie wenn wichtige Daten fehlen.

Was muss rein – was bleibt draußen? Bevor Du einen Lebenslauf schreibst, der den Personaler überzeugt, musst Du Dir ein paar Gedanken über Aufbau und Inhalt machen. Denn unnötige Informationen schaden der Qualität des Lebenslaufs fast genauso, wie wenn wichtige Daten fehlen.

  • Ausbildung, Berufserfahrung und weitere Qualifikationen sind Kernstücke jedes Lebenslaufes
  • Wähle die wirklich wesentlichen Informationen aus, bleibe immer bei der Wahrheit, und lasse den fertigen Lebenslauf gegenlesen
  • Acht typische Fehler – vermeide Fallstricke
  • Lücken im Lebenslauf sind kein Beinbruch, wenn man richtig mit ihnen umgeht

Ein guter Lebenslauf zeigt dem Personaler, dass Du der richtige Mann oder die richtige Frau für den Job bist. Deshalb sollte dein Lebenslauf für jede Bewerbung überarbeiten und an die ausgeschriebene Stelle anpasst werden. Ein paar Grundregeln gelten jedoch für den Aufbau in jedem Lebenslauf:

  • Die Länge des perfekten Lebenslaufs: maximal zwei Seiten. Bei wenig Berufserfahrung reicht eine Seite.
  • Persönliche Informationen im Lebenslauf: Wenn Du einen Lebenslauf schreibst, solltest Du zu Beginn Deinen vollen Namen nennen, Geburtsdatum und Geburtsort, den Familienstand (ledig oder verheiratet), Deine Anschrift sowie Kontaktinformationen – in der Regel Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Wenn Du selten per Festnetz zu erreichen bist, gib die Handynummer an.
  • Ein aussagekräftiges Foto: Obwohl es keine Pflicht ist, raten wir dazu. Je offener Du dem Personaler gegenübertrittst, umso größer ist das Vertrauen – und das steigert Deine Chance auf ein Vorstellungsgespräch.

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„Überrasche mich: Wo liegen Deine Stärken? Worauf bist Du stolz? Was muss ich zwischen den Zeilen über Dich wissen? Sei selbstbewusst! Deine Grundschule und die Berufe Deiner Eltern erzählen mir nichts über Deine Qualifikationen - bitte weglassen.“

Anne Martens, Head of Human Resources, Kreditech Holding SSL GmbH 

Qualifikationen

Das Kernstück im Aufbau des Lebenslaufs sind Deine Qualifikationen. Sie setzen sich aus verschiedenen Teilen zusammen:

  • Berufserfahrung Das ist der wichtigste Teil, wenn Du einen Lebenslauf schreibst. Hier zählt vor allem Klarheit. Wähle eine kurze, treffende Positionsbeschreibung und gebe die wichtigsten drei bis fünf Aufgaben an, die Du ausgeübt hast. Junge Bewerber, die noch keinen Vollzeitjob hatten, dürfen hier relevante Praktika, Studentenprojekte mit Praxisbezug oder passende Nebenjobs angeben.
  • Ausbildung Fange im Lebenslauf mit dem Inhalt nicht bei Adam und Eva an – ihre Grundschulzeit interessiert den Personaler nicht. Beginne mit der höchsten Qualifikation. Gebe bei Schul- und Universitätsabschlüssen die Note an, wenn sie gut genug ist. Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss dürfen auch den Titel der Abschlussarbeit nennen.
  • Sonstige Qualifikationen In den Lebenslauf darfst Du alles schreiben, was für die offene Stelle relevant ist. Dazu zählen auch Weiterbildungen, Sprachkenntnisse (bitte mit einer präzisen Angabe, wie gut Du die Sprache beherrscht), Auslandsaufenthalte, EDV-Kenntnisse oder Führerscheine, wenn sie für die Tätigkeit erforderlich sind.
  • Wer – wo – was: Vergesse bei allen Stationen (Tätigkeiten und Weiterbildungen) nicht den Zeitraum, den Ort und das Unternehmen bzw. das Weiterbildungsinstitut zu nennen.
  • Sonderfall Hobby: Darf die persönliche Freizeitgestaltung in den Lebenslauf oder muss sie draußen bleiben? Auch hier gilt die goldene Regel: Du solltest Deine Hobbys nur in den Lebenslauf schreiben, wenn sie zur ausgeschriebenen Stelle passen. Fotografie bietet sich bei einer Bewerbung für eine Ausbildung zum Mediendesigner an. Sport ist immer dann sinnvoll, wenn Du darin erfolgreich warst und zum Beispiel Meisterschaften gewonnen hast. Das zeigt, dass Du selbst gesteckte Ziele erreichen kannst. Bei vielen Personalern kommt außerdem soziales Engagement gut an.

Zwei Ratschläge, die Dir beim Schreiben des Lebenslaufs helfen

Tipps fürs Lebenslauf schreiben: Die größte Schwierigkeit haben die meisten Bewerber mit der Auswahl, was alles in den Lebenslauf soll. Du willst den Personaler nicht mit unwichtigen Inhalten langweilen – bedeutende Informationen sollten allerdings auch nicht unter den Tisch fallen. Bevor Du den endgültigen Lebenslauf schreibst, solltest Du deshalb alle Informationen und Qualifikationen aufschreiben, die Dir einfallen. Anschließend sortierst Du aus: Alles, was Deine Qualifikationen für die Stelle nicht unterstützt fliegt entweder ganz raus oder wird gekürzt. Was direkt auf die Stelle passt, darfst Du ruhig etwas ausführlicher darstellen. Das Vier-Augen-Prinzip: Den fertigen Lebenslauf sollte mindestens eine zweite Person gegenlesen. Denn vier Augen sehen mehr als zwei. Der Korrekturleser entdeckt nicht nur Fehler, die Dir verborgen geblieben sind, er kann Dir auch sagen, ob er nach dem Lesen einen guten Eindruck von Dir als Bewerber hat. Doch nicht jeder eignet sich als Feedback-Geber. Wähle eine Person, die bereits Erfahrung mit Bewerbungen hat oder die besonders gut im Lebenslauf schreiben ist. Wenn Du einen Personaler im Bekanntenkreis hast, ist das natürlich der richtige Kandidat.

Acht typische Fehler im Lebenslauf

Damit beim Lebenslauf schreiben nichts schief geht, kontrolliere noch einmal auf acht typische Fehler:

  • Kontaktinformationen sind falsch oder fehlen. Stell Dir vor: Der Personaler will Dich zum Vorstellungs­gespräch einladen, doch statt Deiner Stimme hört er am Telefon nur „kein Anschluss unter dieser Nummer“. Fehlende Ziffern in der Handy­nummer, Buchstaben­dreher in der E-Mail-Adresse – nichts ist ärgerlicher im Lebenslauf. Es sei denn, Du vergisst diese Informationen beim Lebenslauf schreiben komplett. Das ist natürlich noch schlimmer.
  • Der Lebenslauf ist unübersichtlich. Wenn der Personaler nicht auf den ersten Blick sieht, wo er Deine Berufserfahrung findet, hast Du beim Lebenslauf schreiben etwas falsch gemacht. Alle Informationen müssen in übersichtlichen Blöcken mit treffenden Überschriften stehen. Wir verraten, worauf es bei einem guten Layout im Lebenslauf ankommt. Hilfe bietet auch unser Lebenslauf-Editor.
  • Du nennst im Lebenslauf nur Jahreszahlen. Das ist zu ungenau. Viele Bewerber geben nur die Jahreszahlen an, um damit Lücken im Lebenslauf zu verstecken. Das wissen die Personaler und schauen deshalb genau hin, wenn die Monatsangabe fehlt. Nenne immer Jahr UND Monat, indem Du eine Tätigkeit begonnen oder beendet hast.

„Ein lückenloser und formal korrekter Lebenslauf ist für ein gutes Gesamtbild sehr wichtig. Lücken in der zeitlichen Abfolge sind verwirrend und lassen den Lebenslauf unprofessionell wirken.“

Anna Eigner, HR Assistant, Drägerwerk AG & Co. KGaA
  • Der Lebenslauf enthält belanglose Informationen. Wenn Du irrelevante Informationen in den Lebenslauf schreibst, verminderst Du den Wert der wirklich wichtigen Punkte. Unwichtig sind etwa Hobbys, die nichts mit der Stelle zu tun haben, Deine Grundschule oder ein belangloser Nebenjob.
  • Im Lebenslauf finden sich Leichtsinnsfehler. Buchstabendreher und falsche Grammatik zeigen dem Personaler nicht gerade, dass Du sorgfältig arbeitest. Sei konzentriert, wenn Du Deinen Lebenslauf schreiben.
  • Die Formulierungen sind unverständlich. Was Du im Lebenslauf schreibst, muss immer eindeutig sein. Gib den Lebenslauf mindestens einem anderen Menschen zum Lesen.
  • Der Lebenslauf enthält Übertreibungen oder gar Lügen. Falsche Angaben fallen schon beim Lesen des Lebenslaufs oder spätestens im Vorstellungsgespräch auf. Lügen im Lebenslauf sind übrigens auch nachträglich noch ein Kündigungsgrund, wenn Du den Job bereits bekommen hast.
  • Du hast zeitliche Lücken im Lebenslauf. Lücken machen immer skeptisch. Wie Du mit Lücken im Lebenslauf umgehst, liest Du hier.

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04.06.2015