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Bewerber aufgepasst: Das sind die häufigsten Fehler im Telefoninterview

Darauf sollten Sie bei einem Telefoninterview achten.

© Westend61 / Getty Images

Wenn Sie sich gerade in einem Bewerbungsprozess befinden und um ein Telefoninterview gebeten werden, ist das ein gutes Zeichen. Doch mit folgenden Fehlern machen Sie Ihre Chancen am Hörer zunichte.

Ein Anruf aus der Personalabteilung ist meist ein gutes Zeichen und dient häufig der Vereinbarung eines Termins für ein Telefoninterview. In vielen Unternehmen ist dieses eine beliebte Strategie zur Vorauswahl infrage kommender Bewerber, um weniger persönliche Vorstellungsgespräche führen zu müssen. Sie sind also in der engeren Auswahl – aber noch lange nicht am Ziel. Leider können Sie nämlich gerade in einem telefonischen Gespräch viel falsch machen und damit als Kandidat ausscheiden. Das sind die größten Fehler:

Falsche Grundvoraussetzungen

Auch, wenn Ihr Gesprächspartner am Telefon nicht sieht, wo Sie sich gerade befinden – er wird es dennoch merken. Sie sollten also nicht spürbar gestresst sein, nebenbei Ihre Kinder beaufsichtigen, in einer lauten S-Bahn sitzen oder anderweitige Ablenkung in Ihrem Umfeld haben. Wenn Sie also einen Termin für ein Telefon-Interview vereinbaren, achten Sie auf den geeigneten Ort sowie Zeitpunkt, um konzentriert und ablenkungsfrei mit dem Personaler sprechen zu können.

Unprofessionelle Begrüßung

Der erste Eindruck bleibt, sagt man – und das gilt auch für ein telefonisches Erstgespräch. Wann immer am Ende der Leitung also die Personalabteilung sein könnte, gehen Sie professionell ans Handy. Begrüßen Sie die Person nicht mit „Hey“ oder nehmen bereits ab, während Sie noch Ihren Kindern hinterherrufen. Sorgen Sie stattdessen für Ruhe und melden Sie sich mit Ihrem Namen sowie „Guten Tag“ oder „Hallo“.

Namen vergessen

Nach dem Abnehmen werden sich auch Ihre Gesprächspartner vorstellen. Merken Sie sich unbedingt deren Namen. Das ist ein Zeichen von Höflichkeit, Respekt und Professionalität. Sie können im Laufe des Gesprächs viele Sympathiepunkte sammeln, indem Sie die Personen am anderen Ende der Leitung mit dem korrekten Namen ansprechen. Demgegenüber ist es eine große Blamage, wenn Sie diese offensichtlich vergessen haben oder verwechseln.

Fehlende Vorbereitung

Ebenso peinlich ist es, wenn Sie sich auf das Gespräch nicht vorbereitet haben. Das gilt nicht nur für die Wahl einer geeigneten Zeit sowie Umgebung, sondern auch die Inhalte. Denn ein Telefoninterview unterscheidet sich kaum von einem klassischen Vorstellungsgespräch – und bedarf daher derselben sorgfältigen Vorbereitung. Legen Sie sich Antworten auf die häufigsten Fragen zurecht, informieren Sie sich über das Unternehmen sowie, wenn möglich, die offene Vakanz und legen Sie sich eigene Fragen zurecht, die Sie stellen möchten.

Keine Fragen stellen

Wenn Sie keine Fragen stellen, wirken Sie desinteressiert und begehen somit einen weiteren Fauxpas. Schließlich haben Sie gewiss die eine oder andere Frage, wenn Sie sich wirklich eine Zukunft in dem betreffenden Unternehmen wünschen. Legen Sie sich also zwei bis drei dieser Fragen zurecht, aber warten Sie unbedingt, bis Sie zum Fragen aufgefordert werden – was in der Regel am Ende des Gesprächs der Fall ist.

Falsche Fragen stellen

Es kommt nicht nur darauf an, dass Sie Fragen stellen, sondern auch welche. Unangemessen sind beim ersten telefonischen und auch beim Vorstellungsgespräch Rückfragen bezüglich des Urlaubsanspruchs, Gehalts, einem Überstundenabbau oder eventuellen Krankheitszeiten. Solche Themen haben bis zur konkreten Vertragsverhandlung Zeit. Stattdessen ist wichtig, dass Sie durch Ihre Fragen eine hohe Motivation sowie Professionalität ausstrahlen. Sie können beispielsweise fachlicher Natur sein oder auf die Aufstiegsmöglichkeiten im Unternehmen abzielen.

Merkliche Nervosität

Vermutlich sind Sie nervös und das ist vollkommen normal. Jedoch sollte Ihr Gegenüber am anderen Ende der Leitung das nicht spüren. Versuchen Sie also, ruhig zu bleiben, sich auf das Gesagte zu konzentrieren und auch Ihre eigenen Worte mit Bedacht zu wählen.

Falsche (Körper-) Sprache

Nebenbei können Sie einen Stressball in der Hand zerquetschen oder quer durch das Zimmer laufen – merkt der Gesprächspartner ja sowieso nicht – denken Sie? Falsch! An Ihrer Stimme ist durchaus zu hören, ob Sie entspannt, selbstbewusst sowie aufrecht sitzen. Auch ein Lächeln ist tatsächlich über die Telefonleitung wahrzunehmen. Achten Sie daher ebenso auf Ihre Körpersprache, Mimik und Gestik wie in einem persönlichen Interview auch. Denn dann präsentieren Sie sich unmittelbar positiver, obwohl Sie vielleicht selbst den Unterschied garnicht bemerken. Weiterhin ist natürlich wichtig, dass Sie klar und deutlich sprechen. Vor allem unter Nervosität neigen nämlich viele Menschen zum schnellen Reden wie ein Wasserfall oder Nuscheln. Und zuletzt dürfen Sie Ihren Gesprächspartner niemals unterbrechen.

Unzuverlässige Technik

Last but not least, kann Ihnen die Technik gehörig einen Strich durch die Rechnung machen. Wird das Gespräch dadurch (mehrmals) unterbrochen, Sie sind schwer zu verstehen oder kommen aus dem Konzept, wird das die Qualität Ihres Telefoninterviews und damit auch Ihre Erfolgschancen deutlich beeinträchtigen. Achten Sie bei der Vorbereitung daher auch auf eine stabile Verbindung und funktionierende Technik.


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