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Anrede und Grußformel auf Englisch: so geht's

Das englische Anschreiben: Anrede und Grußformel, Komma ja oder nein?

©Unsplash/Damian Zaleski

Ein gelungener Einstieg und Abschluss sind im perfekten Bewerbungsschreiben sehr wichtig. Das gilt natürlich auch für den englischen Cover Letter. Wir sorgen für Klarheit darüber, wie Anrede und Grußformel im Anschreiben zusammenhängen.

Englische Grußformel: Das Komma ist optional

Generell gilt im Englischen die Faustregel: Wenn Sie nach der Anrede ein Komma benutzen, steht hinter der Grußformel auch eins. Denn der Abschluss eines Anschreibens oder Cover Letters im Britischen Englisch ist an die Anrede gebunden. Doch ob und wo ein Komma in der Anrede gesetzt wird, hängt vom speziellen Einzelfall ab. Daher blicken wir im Vorfeld kurz auf die Regelungen der englischen Kommasetzung.

Spielregeln der Kommasetzung in der Anrede

Aber: Englisch ist nicht gleich Englisch. Grundsätzlich sollten Sie beachten, dass die grammatikalischen Regeln des Britischen Englisch (BE) sich von denen des Amerikanischen Englisch (AE) unterscheiden.

Anrede in privaten Briefen: Hallo sagen

Benutzen Sie ein Komma, wenn der Satz mit einer Namensnennung beginnt:

Regel 1: Nach Namen folgt immer ein Komma – „Lauryn, can I talk to you for a second?“
Regel 2: Im Fall von „Hello“ oder einer längeren Anrede werden diese und der Name durch ein Komma getrennt – „Hello, Judith. oder: Good morning, Jonah.“
Regel 3: Zwischen „Hi“ und der Anrede kann, aber muss kein Komma stehen – „Hi Greg, how are you?“
Regel 4: Im privaten Gebrauch folgt auf „Dear“ ein Komma – „Dear Francis, …“

„Dear“ als Ausnahme im Geschäftsbrief

Eine Ausnahme stellt die Verwendung der Anrede „Dear“ im Geschäftsbrief dar. Benutzen Sie im professionellen Anschreiben nach „Dear“ also kein Komma. Stattdessen folgt im Business-Englisch im Amerikanischen nach dem „Dear“ ein Doppelpunkt (:), im Britischen Englisch hingegen steht die Anrede „Dear …“ allein. Wie im obigen Beispiel 4 ist das Komma hinter „Dear“ in privaten Briefen für Beglückwünschungen oder Beileidsbekundungen erlaubt und sogar gängig.

Beispiele:
BE – Dear Mr Thomson
AE – Dear Mr. Thomson:

Die Wahl der Grußformel: Tschüß sagen

Zurück zum Ende des Briefes. Es gibt vermeintlich eine große Auswahl an Grußformeln zwischen denen man sich entscheidet. Doch wussten Sie bereits, dass es eine bestimmte Schlussformel vorgeschrieben ist, wenn der/die Ansprechpartner/in nicht bekannt ist?

Sowohl die Kommasetzung, als auch die generelle Wahl der Grußformel richtet sich also nach der Anrede. Die wohl bekannteste englische Grußformel im Britischen sowie Amerikanischen Englisch ist „Yours sincerely“. Im amerikanischen Raum können Sie zudem die Variante „Respectfully yours“ auswählen. Achtung: Ist der Ansprechpartner nicht bekannt wählen Sie die Anrede „Dear Sir or Madam“. In diesem Fall muss korrekterweise als Abschluss die Grußformel „Yours faithfully“ folgen. Formulierungen wie „With best regards“ sind umgangssprachlich und sollten deshalb auf den privaten Gebrauch beschränkt werden. Somit ergeben sich die folgenden drei Regeln:

Die 3 goldenen Grußformel-Regeln
  1. 1. Komma nach der Grußformel, wenn auch ein Komma hinter der Anrede steht
  2. 2. Sincerely/Yours sincerely, wenn der Ansprechpartner bekannt ist
  3. 3. Yours faithfully, wenn der Ansprechpartner unbekannt ist

Es macht immer einen besonders guten Eindruck auf Personaler wenn Sie zeigen, dass Sie in der Lage sind sorgfältig zu arbeiten und auch Wert auf sprachliche Konventionen legen. Denn: Wer Nachlässigkeiten vermeidet, kann auch verhindern einem anderen Bewerber einen Vorteil einzuräumen. Dann kann jetzt ja nichts mehr schief gehen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Bewerben auf Englisch.

Text: Anna-Carina Kruse


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