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Einstieg im Bewerbungsschreiben: Keine Panik vor dem ersten Satz!

Viele Bewerber tun sich vor allem mit dem Einstieg ihres Anschreibens schwer

©moodboard / Getty Images

Nichts ist gruseliger als ein leeres Blatt Papier. Das gilt erst recht beim Anschreiben zur Bewerbung. Wer beim Einstieg Floskeln und Tippfehler vermeidet, macht aber schon einiges richtig – und braucht dann nur noch etwas Charme.

„Sehr geehrte Damen und Herren…“ Bis dahin kommen die meisten Bewerber noch – und dann wird es schwierig. Einen guten Einstieg für das Anschreiben zur Bewerbung zu finden, ist eine echte Herausforderung.

„Viele tun sich damit unglaublich schwer“, sagt Jürgen Hesse, Bewerbungscoach und Ratgeberautor. Ein Grund dafür ist die ungewohnte Werbung in eigener Sache: „Wir sind so erzogen worden, dass Eigenlob stinkt. Aber in dem Fall geht es eben nicht ohne.“

Die schlechte Nachricht: Den einen Zaubersatz zum Einstieg gibt es nicht. Aber es gibt die folgenden drei Tipps, mit denen die erste Hürde etwas kleiner wirkt.

1. Schon im Einstieg auf den Punkt kommen

Beim Anschreiben geht es nicht um den ersten Eindruck. Denn viele Personaler lesen zuerst den Lebenslauf, sagt Hesse. Erst wenn der passt, folgt das Anschreiben. Niemand muss also gleich am Anfang wiederholen, was ihn alles für eine Stelle qualifiziert. Das wäre auch zu viel Text. „Länger als zwei bis drei Zeilen sollte der Einstieg nicht sein“, rät Hesse – und zwar mit möglichst kurzen Sätzen. „Überlegen Sie sich, was ihre Kernbotschaft ist: Warum bewerben Sie sich, und was hat der Arbeitgeber umgekehrt davon, sie einzustellen?“

2. Charme und Kreativität gewinnt

„Ihre Anzeige hat mich angesprochen.“ Das lesen Personaler unzählige Male am Tag, damit heben sich Bewerber nicht von der Masse ab. Hesse sagt deshalb: Lieber ganz was anderes machen, auch wenn es ungewöhnlich ist. Wer ganz in der Nähe wohnt, kann zum Beispiel damit werben, dass er sicher nie im Stau steht. „Wenn das charmant rüberkommt, ist es allemal besser als eine Floskel.“ Im Idealfall transportiert man so gleich die Kernbotschaft, beweist also etwa seine Kreativität – oder wenigstens besonderen Einsatz.

3. Kleine Fehler unbedingt vermeiden

Zahlendreher und Vertipper in der Anschrift, Großschreibung nach dem Komma der Anrede. Auch wenn das Anschreiben nicht der erste Eindruck ist, sind solche Fehltritte fatal. „Es geht darum, einen positiven Gesamteindruck abzurunden“, sagt Hesse. Und kleine Fehler zeigen, dass sich jemand keine Mühe gegeben hat. Deshalb rät der Experte auch, die Anrede zu personalisieren, auch wenn kein Ansprechpartner genannt ist. „Notfalls kann man immer den Präsidenten oder Geschäftsführer des Unternehmens anschreiben, gefolgt von `Sehr geehrte Damen und Herren´.“


Service-Info: Ein spannender Einstieg ins Bewerbungsanschreiben animiert zum Weiterlesen. Je nach Branche oder Zweck des Schreibens gibt es dabei aber feine Unterschiede: Eine Bewerbung als Marketing Manager sieht anders aus als eine Bewerbung als Designer, eine Initiativbewerbung muss anders formuliert sein als das Anschreiben für eine Praktikumstelle. In unserem großen Serviceteil erhalten Sie viele wertvolle Tipps und kostenlose Word-Vorlagen für ein erfolgreiches Anschreiben.

Wie bewirbt man sich im Jahr 2017? Spielen Familienstand und Staatsangehörigkeit im Lebenslauf überhaupt noch eine Rolle? Auch die Bewerbungswelt und ihre Regeln befinden sich im kontinuierlichen Wandel. Ein Grund mehr seine Bewerbungsunterlagen up-to-date zu halten und sich vor der Bewerbung zu informieren, welche Bestandteile relevant sind. Wissen Sie, welche Angaben im Anschreiben und Lebenslauf nicht fehlen dürfen? Checken Sie anhand dieser Liste, ob Sie wirklich an alles gedacht haben.


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