Zurück ins Büro nach „Corona“-Homeoffice: So gelingt der Neustart

© Hinterhaus Productions / Getty Images

Die Corona-Krise hat die Arbeitswelt in den vergangenen Monaten auf den Kopf gestellt. Millionen von deutschen Arbeitnehmern wurden plötzlich und häufig erstmalig ins Homeoffice versetzt. Doch jetzt heißt es vielerorts: zurück ins Büro! Mit diesen Tipps meisterst Du diese Umstellung…erneut.

Viele Arbeitnehmer wünschen sich, im Homeoffice zu bleiben – der eigenen Gesundheit zuliebe, weil sie sich dort besser konzentrieren können, weil die Kinder noch nicht zurück in die Schule dürfen oder aus anderen Gründen. Für sie stellt sich dann die Frage, ob sie an den Arbeitsplatz zurückkehren müssen. Die Antwort lautet: ja, wenn der Arbeitgeber dies anordnet, denn er besitzt das sogenannte Weisungsrecht und darf daher den Arbeitsort bestimmen. Fragen kostet aber bekanntlich nichts und so könnte jetzt die optimale Gelegenheit gekommen sein, um eine Homeoffice-Regelung auszuhandeln. Vor allem Risikogruppen genießen derzeit gute Chancen, mindestens bis zum Ende der Pandemie im Homeoffice bleiben zu dürfen. Zudem lässt sich in vielen Unternehmen ein Umdenken beobachten, wenn es um die „Remote Work“ geht. Zumindest einen Vorteil hat die Krise also, nämlich, dass sich das Homeoffice zunehmend etabliert. Doch auch, wenn Du zurück an Deinen üblichen Arbeitsplatz musst oder willst, kann von Normalität noch lange nicht die Rede sein.

Was erwartet Dich bei Deiner Rückkehr?

Zurück im Arbeitsalltag erwartet Dich also nach wie vor eine Ausnahmesituation. Vermutlich sind noch nicht alle Mitarbeiter aus dem Homeoffice zurückgekehrt. Und selbst wenn, so musste mit großer Wahrscheinlichkeit eine neue Sitzordnung her, um größere Abstände zu schaffen. Eventuell sind einige Unternehmensbereiche wie die Kaffee-Ecke abgesperrt oder im Gebäude sind keine Kunden und Besucher erlaubt. Vielleicht finden auch noch keine oder weniger Meetings statt beziehungsweise in einem anderen Rahmen. Diese sind nur einige von vielen Beispielen, inwiefern sich die meisten Unternehmen an die aktuelle Situation anpassen. Vor allem aber sind es neue Regeln der Zusammenarbeit, Kommunikation und Hygiene, welche Deinen Arbeitsalltag in nächster Zeit prägen werden. Hierzu gehören natürlich die Abstandsregeln, aber auch das häufige Waschen sowie Desinfizieren der Hände, die Kommunikation über eine gewisse Entfernung hinweg, die regelmäßige Reinigung der Schreibtische oder neue Reiserichtlinien – und diese sind nur einige Beispiele von vielen. Inwiefern Du einen Unterschied zur früheren Normalität merken wirst, hängt demnach von verschiedenen Faktoren ab: Deinem Job, der Arbeitsumgebung, dem Arbeitgeber und, und, und…

Informieren und kommunizieren ist wichtig!

Wenn Du also zurück ins Büro beordert wirst, kann es Dir gegen den „Kulturschock“ helfen, wenn Du Dir direkt alle Informationen über die (geplanten) Änderungen einholst. Frag also nach, was fortan anders sein wird und welche Regelungen Du beachten musst. Kommunikation ist in dieser Situation das A und O, damit im Arbeitsalltag die neue Normalität schnell zur Routine wird. Kommunikation ist aber auch wichtig, um Dich selbst zu schützen. Solltest Du also gewisse Mängel bemerken, beispielsweise bei der Hygiene, dass sich Kollegen nicht an die Abstandsregelungen halten oder so ähnlich, sprich offen mit der betreffenden Person darüber. Ziel ist, dass sich alle Betroffenen so schnell wie möglich im Büro wohl und sicher fühlen – bis eben tatsächlich wieder Normalität einkehren kann. Dich zu informieren, richtig zu kommunizieren und Dich mental auf die neue Situation einzustellen, sind also die wichtigsten Schritte, wenn auch Du (bald) in den normalen Arbeitsalltag zurückkehrst.

Die „richtigen“ Vorbereitungen treffen

Zuletzt kannst und solltest Du aber auch konkrete Vorbereitungen treffen. Hierbei geht es einerseits um Deine Arbeit selbst. Die Rückkehr in den „normalen“ Arbeitsalltag bedeutet eine erneute Umstrukturierung Deiner Arbeitsweisen. Pack also alle benötigten Materialien ein, leg Dir To-do-Listen an oder buch direkt Termine für Besprechungen, die für Deine Projekte wichtig sind. Überleg Dir also, wie Du vom ersten Tag an im Büro wieder effektiv arbeiten und das Beste aus der Situation machen kannst. Andererseits ist es wichtig, „hygienische Vorkehrungen“ zu treffen. Du solltest beispielsweise stets einen sauberen Mundschutz dabei haben. Zwar wird ein solcher häufig vom Arbeitgeber gestellt, doch auch auf dem Arbeitsweg im Bus, beim kurzen Gang in die Bäckerei oder in vielen weiteren Situationen benötigst Du einen solchen derzeit. Viele Menschen tragen zudem stets ein kleines Handdesinfektionsmittel bei sich oder sie verwenden für ihren Kaffee nun lieber eigene Tassen als jene aus der Kaffeeküche. Manche nehmen jetzt das Auto oder Fahrrad für den Arbeitsweg anstelle der öffentlichen Verkehrsmittel. Andere basteln sogar lustige Hinweisschilder, um ihre Kollegen auf Abstand zu halten. Du siehst: Die Möglichkeiten sind beinahe endlos. Überleg also, welche Routinen Du vor der Corona-Krise hattest und welche Du nun zumindest zeitweise ändern solltest. Die Frage lautet, wie Du Deinen neuen „alten“ Arbeitsalltag fortan sicherer, aber eben auch produktiv(er) gestalten kannst. Dann klappt auch die Rückkehr ins Büro möglichst reibungslos!


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18.05.2020