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Work-Life-Balance? Fehl-Anzeige!

Attraktive Angebote für eine bessere Work-Life-Balance haben immer noch wenige Unternehmen zu bieten

© Foto: Fiona Jackson-Downes / Getty Images

Eine bessere Work-Life-Balance ist der Wunsch vieler Arbeitnehmer. Aber in den Stellenanzeigen deutscher Unternehmen kommen Angebote wie Homeoffice, Kinderbetreuung und Teilzeit kaum vor.

Zahlreiche Studien belegen, dass die Work-Life-Balance für viele Arbeitnehmer immer wichtiger wird und als Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers eine zentrale Rolle spielt. Doch die personalsuchenden Unternehmen werben in ihren Stellenausschreibungen nur selten mit konkreten Leistungen wie Teilzeit, Jobsharing oder Sabbatical. Das zeigt eine Auswertung des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP). Mehr als 1,2 Millionen Stellenanzeigen aus dem November 2018 wurden dafür untersucht.

So wurde etwa eines der beliebtesten Angebote, die Möglichkeit zum Homeoffice, fast gar nicht in die Stellenangebote aufgenommen: Nur in 2,4 Prozent boten Arbeitgeber die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, überwiegend bei Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationsbranche. Bei anderen Aspekten rund um die Work-Life-Balance sieht es noch magerer aus: Auf Kinderbetreuung (0,6 Prozent), Sabbatical (0,3 Prozent), Jobsharing (0,1 Prozent) oder die Pflege von Angehörigen (0,1 Prozent) gingen kaum Unternehmen in ihren Jobangeboten ein.

Selbst der Oberbegriff „Work-Life-Balance“ wurde in nur 3,6 Prozent der Stellenanzeigen kommuniziert. „Oft werden Mitarbeiterangebote in den Stellenanzeigen nicht genannt, weil sie im Unternehmen als selbstverständlich angesehen werden. Doch genau diese Leistungen, die nicht unmittelbar etwas mit der konkreten Position zu tun haben, bilden oft einen entscheidenden Aspekt in der Bewerberkommunikation. Darüber kann sich ein Unternehmen von seinen Konkurrenten abheben und einen passenden Kandidaten als Arbeitgeber überzeugen“, betont BAP-Hauptgeschäftsführer Thomas Hetz.

Am häufigsten boten Arbeitgeber Bewerbern an, zwischen Voll- und Teilzeitarbeit zu wählen. Diese Option gab es in immerhin 7 Prozent der untersuchten Stellenanzeigen. Flexible Arbeitszeiten kamen etwa ebenso oft vor (6,7 Prozent), vor allem in Stellenanzeigen, die sich an jüngere Bewerber und Berufseinsteiger richteten. Gesundheitsförderung spielte in jeweils etwa 3 Prozent der Anzeigen eine Rolle.


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