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Hier gibt es die besten Karrierechancen für Quereinsteiger

Quereinsteiger haben heute bessere Karrierechancen als noch vor wenigen Jahren

© Westend61 / Getty Images

Das Leben ist zu kurz für eine schlechte Berufswahl. Auch in Deutschland wächst der Zahl der Quereinsteiger, die ihre einmal getroffene Jobrichtung ändern, kontinuierlich. Das belegt eine aktuelle Studie.

In welcher Branche versammeln sich die meisten Quereinsteiger? Das wollte das Onlineportal Gehalt.de wissen und wertete knapp 200.000 Daten und die Studienfachverteilung in sieben Berufsgruppen aus. Nicht überraschend ist, dass die Zahl dieser Quereinsteiger bei Unternehmensberatungen am höchsten ist. Die Agenturen müssen für ihre Klienten Fachkräfte und Experten aus den verschiedensten Bereichen versammeln – insgesamt kommen Beschäftigte in Unternehmensberatungen aus rund 250 unterschiedlichen Studienfachrichtungen. Dazu zählen unter anderem die Bereiche Medizin, Lehramt, Mathematik, Psychologie, aber auch Exoten wie Agrar- und Forstwissenschaften. Ihr Durchschnittsgehalt liegt bei 60.500 Euro jährlich.

„Die Vielfalt der Studiengänge verdeutlicht die teilweise branchenübergreifenden Fähigkeiten, die von Unternehmensberatern gefordert werden. Dazu zählen ein gutes Sprachgefühl und Kontaktfähigkeit – aber auch das Fachverständnis für das zu beratende Unternehmen erleichtert einen Quereinstieg“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

Die meisten Quereinsteiger kommen aus einem beliebten Studienfach

Auf dem zweiten Rang der Quereinsteiger-Liste folgen IT-Projektleiter, die sich aus 206 unterschiedlichen Studienfächern zusammensetzen. Den höchsten Anteil machen dabei BWL-Absolventen aus. Informatik und Mathematik geben dagegen nur 10 Prozent der befragten Studienteilnehmer an. „IT-Projektleitung erfordert nicht zwangsläufig ein Informatikstudium, sondern vielmehr Erfahrung im Projektmanagement und der Prozesssteuerung. Ein Projektleiter muss vor allem planen, vorhandene Ressourcen überwachen und die Projektentwicklung gestalten“, so Bierbach. Das alles wird mit einem hohen Durchschnittsgehalt von knapp 75.000 Euro belohnt.

Quereinsteiger arbeiten außerdem häufig als Personalreferenten (Jahresgehalt 50.344 Euro), in der Mediaplanung (37.636 Euro) oder im PR-Bereich (37.886 Euro). „Das Personalwesen und der Bereich rund um die Medien sind vor allem bei Geisteswissenschaftlern sehr beliebt. In unserer Studie kommt fast die Hälfte der PR-Manager aus dieser Studienrichtung“, so Bierbach weiter.

In den Bereichen Grafikdesign (37.135 Euro) und Produktentwicklung (62.559 Euro) arbeiten dagegen weniger Absolventinnen und Absolventen aus fachfremden Studiengängen. Hier sind vor allem Grafik- und Kommunikationsdesigner sowie Naturwissenschaftler vertreten. Auch in technischen Berufen ist die Anzahl der Quereinsteiger verhältnismäßig gering, da Beschäftigte das erforderliche Handwerk meist nur in dem entsprechenden Studium erlernen können.

Und welche Studienrichtung „produziert“ nun die meisten Quereinsteiger? „Der Studienbereich BWL ist besonders häufig vertreten. Beschäftigte mit einem BWL-Abschluss decken demnach ein breites Feld an Anforderungen ab und sind vielseitig einsetzbar“, so Bierbach abschließend.


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