Deagreez / Getty Images
Viele Bewerber agieren bei der Jobsuche zu passiv. Sie senden ihre Bewerbungsunterlagen ein und überlassen daraufhin dem Unternehmen die Führung. Dabei kannst und solltest Du die Initiative ergreifen, zum Beispiel nach dem Vorstellungsgespräch.
Die Kommunikation zwischen einem Bewerber und einem potenziellen Arbeitgeber ist kein „Einwegkanal“. Auch Du als Bewerber kannst und solltest aktiv Kontakt aufnehmen. So bleibst Du im Gedächtnis, Du kannst Deine Personal Brand schärfen und Dir hilfreiche Informationen einholen. Indem Du also aktiv wirst und beispielsweise vor der Bewerbung anrufst, um die richtigen Ansprechpartner zu erfahren, oder nach einer angemessenen Zeit um ein Update zu Deinem Bewerbungsstatus bittest, kannst Du aus der Masse herausstechen und Deine Jobchancen deutlich erhöhen. Das gilt auch, indem Du Dich nach dem Vorstellungsgespräch schriftlich bedankst.
Viele Bewerber sind gehemmt, wenn es darum geht, den potenziellen Arbeitgeber aktiv zu kontaktieren und den Bewerbungsprozess mitzugestalten. Dabei bringt diese Strategie vielfältige Vorteile, wie Du nun bereits weißt. Deshalb ist die Antwort auf die Frage, ob Du Dich nach einem Bewerbungsgespräch schriftlich bedanken solltest, ein klares „Ja“. Indem Du Dich nochmal kurz schriftlich für die Einladung bedankst und dafür, dass sich Deine Ansprechpartner Zeit genommen haben, um Dich kennenzulernen, kannst Du einen positiven Eindruck hinterlassen sowie Motivation beweisen. Die zuständigen Personen hören erneut Deinen Namen und der professionelle sowie sympathische Eindruck, den sie bestenfalls schon von Dir gewonnen haben, wird noch einmal gestärkt. Denn Dir sollte bewusst sein, dass die Personaler in der Regel viele Vorstellungsgespräche führen und nur, wer aus der Masse heraussticht sowie im Gedächtnis bleibt, genießt am Ende gute Jobchancen. Dich von der Konkurrenz abzuheben und Deine Personal Brand zu stärken, ist daher ein wichtiges Erfolgsrezept – und so simple Maßnahmen wie eine kurze Dankesmail können dafür ausreichen.
Für Dich sollte die Frage somit nicht lauten, ob Du Dich nach einem Vorstellungsgespräch schriftlich bedankst, sondern wie. Prinzipiell ist der elektronische Weg dafür die beste Wahl, zum Beispiel eine kurze E-Mail oder eine Nachricht in einem beruflichen Netzwerk. Es gibt allerdings Sonderfälle, in denen Du noch zum handschriftlichen Brief oder zur Postkarte greifen kannst, wenn diese Varianten besser zum Job oder zu Deinem Personal Branding passen. Dies kann zum Beispiel in kreativen Berufen der Fall sein. Du siehst, dass es diesbezüglich nicht die eine richtige Lösung gibt, sondern Du solltest im Einzelfall überlegen, wie Du positive Aufmerksamkeit erregen und aus der Masse herausstechen kannst. Wichtig ist trotzdem, dass Du professionell bleibst und dass Dein „Danke“ zeitnah nach dem Vorstellungsgespräch eintrifft. Egal, ob Du Dich schlussendlich für die elektronische oder postalische Variante entscheidest, helfen Dir folgende Tipps bei der richtigen Formulierung:
Dich schriftlich zu bedanken, ist somit nicht schwierig und dauert nur wenige Minuten – solche kleinen Maßnahmen können aber den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg in Bewerbungsprozessen machen. Sei daher mutig und proaktiv, denn ein kleines „Danke“ hat bekanntlich noch niemals geschadet. Viel Erfolg!