Zoom Fatigue: Was Du gegen Müdigkeit in Videocalls tun kannst

Mann sitzt vor Laptop mit Videokonferenz. © 10'000 Hours / Getty Images

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Vermutlich jeder, der im Homeoffice ist, kennt es: An einigen Tagen jagt ein Call den anderen. Vielen passiert es, dass sich nach dem x-ten Videocall Müdigkeit auftut. Wieso das so ist und was Du dagegen tun kannst, erklären wir Dir.

Ob Schüler, Student, Angestellter oder Führungskraft, für viele sind Videocalls inzwischen zur Gewohnheit geworden. Obwohl sie auch viele Vorteile versprechen, bergen sie ebenso Nachteile. Mitunter beklagen sich viele Personen seit der Pandemie über Konzentrationsprobleme und Müdigkeit, wie wmn.de berichtet. Dieses Phänomen hat inzwischen sogar seine eigene Bezeichnung: Zoom Fatigue.

Kommunikation ist mehr als nur Worte

Wer nichts sagt, kommuniziert trotzdem. Die Aspekte der Gestikulation gehen bei den Videokonferenzen allerdings zu großen Teilen verloren. Lediglich die Mimik kann uns verraten, wie das Gesagte gemeint ist. Wobei auch sie durch das Videobild eingeschränkt ist und niemals an die Mimik von Angesicht zu Angesicht ankommt.

Nicht umsonst gibt es Coaches, die einem beibringen, wie die Körpersprache für sich einsetzen kann. Schließlich trägt sie dazu bei die Konzentration des Publikums zu halten und Spannung aufzubauen.

Zu viele Teilnehmer erschweren den Fokus

Eine Videokonferenz gleicht Multitasking. Die Augen wissen nicht, wo sie hinsollen und insbesondere, wenn mehrere Kollegen durcheinanderreden, fällt es schwer, sich zu konzentrieren. Hauptsächlich ist es für unsere Augen anstrengend. Auf der Suche nach der richtigen Person im Videocall, verarbeiten wir nebenbei schon einiges an Informationen über unsere Ohren, wobei wir uns noch gar nicht auf den Sprecher eingestellt haben.

Normaler Call anstatt Videokonferenz

Die bisher angesprochenen Punkte lassen sich durch den Griff zum Telefon ziemlich einfach reduzieren. Schließlich fallen hier jegliche visuellen Ablenkungen weg, sodass wir uns direkt auf das Gesagte konzentrieren können. Ab und zu also einfach auf den Bildschirm verzichten und klassisch miteinander telefonieren. 

Bewegung im Gespräch

Jeden kennt diesen Typ Mensch: Er läuft beim Telefonieren auf und ab und kommt schlicht nicht zur Ruhe. Allerdings ist an der Methode mehr dran, als man zunächst vermuten mag. Die Bewegung sorgt dafür, dass unser Kreislauf angeregt wird, wodurch auch unser Gehirn mit mehr Sauerstoff versorgt wird, sodass sich unser Denkvermögen verbessert. Etwas, dass auch jeder kennt: Der Spaziergang, um den Kopf freizubekommen. Es ist eine ebenso einfache wie effektive Methode, um Stress zu reduzieren und die Kreativität zu fördern. Daher einfach mal, wenn es die Gegebenheiten zulassen, das Meeting mit einem Spaziergang verbinden. Insbesondere seit Beginn der Pandemie ist es besonders wichtig, auf ausreichende Bewegung zu achten.

Die Mittagspause

Seitdem wir im Homeoffice sind, verbringen wir unsere Mittagspausen hauptsächlich alleine. Idealerweise sollte man sich hier Raum schaffen, um den Kopf sinnbildlich durchzulüften. Arbeitsthemen sind hier also tabu! Mache zum Beispiel einen kurzen Spaziergang oder iss mit einem Arbeitskollegen zusammen – auch wenn es nur via Video ist.

 

Videocall Kommunikation Team © Tom Merton / Getty Images
Hast Du auch wieder den ganzen Tag in Videocalls verbracht? Und das Gefühl, das hätte sich auch in einer Mail zusammenfassen lassen? Wie Teams die richtige Balance bei der Kommunikation finden. 

Entspannung für die Augen

Durch das lange Starren auf den Bildschirm, werden vor allem unsere Augen stark beansprucht. Wie bereits erwähnt, hilft Bewegung wie ein Spaziergang, dass wir uns entspannen. Allerdings dürfen wir nicht unsere Augen und Gesichtspartien vergessen. Hierfür gibt es ebenfalls einfache Übungen, die man zwischendurch machen kann. Die leichteste Variante ist wohl, einfach mal für eine Minute aus dem Fenster zu schauen, um seine Augen wieder an den Blick in die Ferne zu gewöhnen.

09.02.2022