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Karrierefaktor Smalltalk: Plaudern für den Traumjob

Der gelungene Smalltalk mit Kollegen und Chefs kann karrierefördernd sein

© PhotoAlto/Sigrid Olsson / Getty Images

Die Kunst des ungezwungenen Plauderns kann DER Türöffner für die Karriere sein. Wem es gelingt, den Personaler auf einer Recruitingmesse oder den Chef im Aufzug mit einem lockeren Smalltalk zu beeindrucken, verbessert sogar statistisch gesehen seine Chancen.

Stellen Sie sich vor, Sie treffen ihren Vorgesetzten auf dem Weg zur Kantine. Zwischen Tellerstapeln und Essensausgabe plaudern sie darüber, ob das Hähnchen heute wieder so schön knusprig gebraten ist und das Wetter in den nächsten Tagen wirklich so sonnig bleibt. Wenige Tage später klingelt das Telefon: Ihr Chef bittet Sie um ein vertrauliches Gespräch und berichtet von einer Stelle, die frei wird. Er findet nämlich, dass Sie sich für diese Position ganz optimal eignen würden und bietet Ihnen die Nachfolge an.

Wie toll wäre es, wenn beruflicher Erfolg so einfach wäre, oder?

Die gute Nachricht ist: Er ist es. Vorausgesetzt jedenfalls, Sie beherrschen die hohe Kunst der unverbindlichen Plauderei. Laut einer Studie von IBM ist die fachliche Qualifikation für die Karriereentwicklung lediglich zu zehn Prozent ausschlaggebend. Viel entscheidender für das Weiterkommen im Beruf sind stattdessen das eigene Image (30 Prozent) und der Bekanntheitsgrad (60 Prozent) im Unternehmen. Und beides können Sie mit lockerem Smalltalk beeinflussen, indem Sie ganz gezielt auf sich aufmerksam machen und einen guten Eindruck bei Vorgesetzten und Kollegen hinterlassen.

Smalltalk kann man lernen!

Zugegeben, ganz so einfach fühlt es sich für die meisten Menschen dann doch nicht an, mit dem eigenen Chef über ganz Alltägliches zu quatschen. Dabei brauchen Sie nur einigen simplen Regeln zu folgen und sich dabei immer vor Augen halten: Sie können nur gewinnen!

  • Ergreifen Sie die Initiative
    Bestimmt kennen Sie diese Situation: Sie sind auf Ihrer Firmenfeier und entdecken Ihren Chef, der einsam in einer Ecke steht. Warum einsam? Nun, weil sich die meisten Mitarbeiter scheuen, einen Ranghöheren anzusprechen. Nutzen Sie Ihre Chance und gehen Sie direkt auf ihn zu.
  • Finden Sie einen positiven Gesprächseinstieg
    Naheliegend ist es, einen positiven Aspekt der Veranstaltung herauszugreifen, auf der Sie sich beide befinden. Das kann das Wetter, das gute Essen, die Musik oder die ansprechende Location sein.
  • Gehen Sie anschließend auf ein Thema über, zu dem jeder etwas beitragen kann
    Gefragt ist an dieser Stelle keine tiefgründige Konversation, sondern eine zwanglose Unterhaltung, mit der Sie sich beide wohlfühlen. Tagesaktuelle Themen eignen sich dafür gut und auch Sport geht fast immer. Vermeiden sollten Sie unbedingt Themen, die zu intim oder konfliktträchtig sind wie politische oder religiöse Einstellungen oder das Gehalt. Auch ein Lästern über die Kollegen ist absolut tabu.
  • Achten Sie auf Ihre Körpersprache
    Halten Sie während des Gesprächs stets Blickkontakt, lächeln Sie und geben Sie sich aufgeschlossen.
  • Hören Sie aufmerksam zu und geben Sie auch etwas von sich preis.
    Geben Sie Ihrem Gegenüber das Gefühl, dass Sie ihn interessant finden. Fragen Sie nach, aber löchern Sie ihn nicht, sondern erzählen Sie auch etwas von sich.
  • Beenden Sie die Unterhaltung höflich
    Mindestens ebenso schwierig wie der Beginn des Gespräches ist das Ende. Schließlich soll Ihr Gesprächspartner nicht das Gefühl bekommen, dass Sie ihn langweilig finden. Den elegantesten Abgang legen Sie hin, indem Sie einfach einen neuen Gesprächspartner in die Runde holen und sich dann geschickt ausklinken.

Nehmen Sie die Herausforderung an!

Natürlich ist der Karrierefaktor Smalltalk keinesfalls nur auf das eigene Unternehmen beschränkt. Auch in Bewerbungsgesprächen, beim Netzwerken oder in Verhandlungen hilft das kleine Gespräch über Alltägliches dabei, sich mit anderen zu verbinden, Sympathien aufzubauen, Gemeinsamkeiten zu finden und wichtige Kontakte zu knüpfen.

Kleines Spiel gefällig? Nehmen Sie sich doch mal gezielt vor, beim nächsten Event mit mindestens drei spannenden Personen ins Gespräch zu kommen. Besonders motivierend ist es, wenn Sie noch einen befreundeten Kollegen mit ins Boot holen. Der sportliche Wettkampf motiviert und lässt Sie Ihre Schüchternheit ganz schnell überwinden. Wetten?

Text: Birte Schmidt


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