Kommunikations-Knigge: Wie die Zusammenarbeit im Homeoffice gelingt

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Zum „New Normal“ gehört seit Ausbruch der Pandemie das Homeoffice. Flexibleres Arbeiten, kein Arbeitsweg und dennoch ganz nah dran an den Kollegen. Doch eine Hürde gibt es trotzdem: die Kommunikation. Dieser Homeoffice-Knigge liefert Tipps.

Die Vorteile des Homeoffice wurden zuletzt druch die Ergbenisse einer Studie untermauert. Ein Stanford-Professor hatte sich mit der Veränderung des Arbeitswelt auseinandergesetzt und dabei herausgefunden, dass von Remote Work alle Parteien profitieren.

Mitarbeiter können Privates mit dem Beruflichen kombinieren, sich ihre Arbeitszeit flexibel einteilen und werden dadurch nicht nur effizienter, sondern auch ausgeglichener. Das freut nicht nur einen selbst, sondern auch den Arbeitgeber.

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Im Job kommunizieren wir zunehmend digital. Eine Mail schreiben, eine kurze Chat-Nachricht schicken oder via Zoom anrufen? Worauf es bei der Wahl des richtigen Kommunikationskanals ankommt. 

Doch wo viel Licht ist, muss es auch Schatten geben. Ein großer Nachteil des Homeoffice ist die stark veränderte Kommunikation. Ein wesentlicher Faktor fällt vor dem Bildschirm weg: die Körpersprache.

Bei überwiegend schriftlicher Kommunikation über die gängigen Messenger wie beispielsweise Microsoft Teams oder Slack können sich Mitarbeiter kaum ein Bild über den aktuellen Gemütszustand ihres Gesprächspartners machen.

Warum Emojis für Ärger sorgen können

Aus diesem Grund sollte man bei der Verwendung von Emojis oder emotionalen Äußerungen vorsichtig sein. Fehlinterpretationen sind hier vorprogrammiert, und so mancher Empfänger empfindet den lustigen Smiley oder ein salopp gemeintes „hahaha“ als nervig oder sogar bösartig.

Um so einfach und effizient wie möglich im Homeoffice zu kommunizieren, sollten Füllwörter aus dem Sprachgebrauch rasch verschwinden. „Auch“, „mal“, „eigentlich“ oder Floskeln wie „ehrlich gesagt“, „man müsste mal“ sind wenig hilfreich und lassen einen häufig im falschen Licht dastehen, erklärt Coach und psychologischer Berater Alexander Limbrock.

"Vermeiden sie lange Schachtelsätze"

Der Kommunikationsexperte sagt: „Vermeiden Sie lange Schachtelsätze, schreiben Sie lieber kurze Sätze mit 14-20 Wörtern. Ein langer Satz kann meistens in zwei kürzere Sätze geteilt werden. Und fragen Sie lieber nach, wenn Sie sich bei einer Aussage Ihres Kommunikationspartners unsicher sind. Setzen Sie auf den reflektierenden Dialog.“

So kann eine kurze Nachfrage, ob man sein Gegenüber richtig verstanden habe, Missverständnisse unverzüglich aus dem Weg räumen, so Limbrock.

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Aufgrund der Corona-Krise arbeiten viele Menschen immer noch im Homeoffice - mehr oder weniger produktiv. Wie lässt sich trotz Ablenkungen und Co die Produktivität noch erhöhen? Folgende Tipps helfen dabei.  

Während die schriftliche Kommunikation vor allem die Hürde der mangelnden Körpersprache aufweist, sollten in Videocalls die gängigen Kommunikationsregeln umso mehr eingehalten werden.

Videocalls: Ausreden lassen und zuhören

Dass hierbei die aktuell sprechende Person voll respektiert werden sollte, muss selbstverständlich sein. Dies bedeutet in erster Linie, sie ausreden zu lassen und auch ein konzentrierter Zuhörer zu sein.

Oftmals ertappen wir uns, dass wir während eines Video-Meetings im Hintergrund Dinge erledigen und somit nicht zu hundert Prozent den Worten unseres Gegenüber folgen können. Wichtige Informationen können dabei untergehen und peinliche Situationen bei Nachfragen entstehen. Oder noch schlimmer: Wir werden direkt angesprochen – und merken es nicht einmal.

Bereits im Vorfeld des Meetings sollte man sich zu Hause vorbereiten und eine störungsfreie Umgebung schaffen. Spielende Kinder, ein laufender Fernseher oder der Saugroboter im Flur stören nicht nur die Kollegen sondern auch einen selbst.

11.08.2021