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So überzeugen Sie auch im zweiten Vorstellungsgespräch

Ein erfolgreiches zweites Vorstellungsgespräch führt oft zum Jobzuschlag

©Getty Images

Auf in den Recall: Im zweiten Vorstellungsgespräch geht es meistens um alles. Wir zeigen Ihnen, mit welcher Strategie Sie sich am besten dafür wappnen.

Wenn Ihr potenzieller neuer Arbeitgeber Sie zu einem weiteren Vorstellungsgespräch einlädt, bedeutet das zunächst: aufatmen. Denn die erste Runde ist schon einmal geschafft und Sie sind in der engeren Auswahl. Allerdings heißt das nicht, dass Sie die Stelle bereits sicher haben. Und aus diesem Grund gilt es, sich auch auf das zweite Gespräch gut vorzubereiten. Hier sind die wichtigsten Tipps für Ihr zweites Bewerbungsgespräch auf einen Blick:

Bereiten Sie sich auf neue Gesprächspartner vor

Bei einem zweiten Vorstellungsgespräch sitzen Ihnen in der Regel nicht nur die Redepartner gegenüber, die Sie bereits aus dem ersten kennen. Stattdessen kommen weitere Gesichter hinzu. Erfragen Sie daher bereits bei der telefonischen Terminvereinbarung zum zweiten Gespräch, wer an diesem teilnehmen wird. So können Sie sich darauf einstellen, dass die Runde vielleicht deutlich größer ist als beim ersten Mal.

Ein Hinweis: Stellen Sie sich darauf ein, dass im zweiten Gespräch viele Fragen gestellt werden, die Sie bereits im vergangenen Termin beantwortet haben. Da neue Personen hinzugekommen sind, sollten Sie also ebenso gut vorbereitet antworten wie beim ersten Mal. Schließlich möchten Sie auch die neuen Gesprächspartner überzeugen.

Lernen Sie aus dem ersten Termin 

Bevor Sie das Unternehmen ein zweites Mal aufsuchen, kann auch etwas anderes helfen: Analysieren Sie das erste Gespräch. Notieren Sie sich dazu die Punkte, die Ihnen aufgefallen sind:

  • Auf welche Themen haben Ihre Gesprächspartner besonders viel Wert gelegt?
  • Gab es Punkte, bei denen es aus Ihrer Sicht nicht so gut gelaufen ist? Ist es möglicherweise sogar zu Missverständnissen gekommen, die Sie klären möchten?
  • Wo sind bei Ihnen noch Fragen aufgetreten?
  • Für welche Aspekte blieb keine Zeit mehr?

Überlegen Sie sich, wie Sie die verschiedenen Punkte noch einmal aufgreifen und vielleicht geraderücken wollen. Auf diese Weise erlangen Sie schon einmal ein Stück Sicherheit und es besteht nicht die Gefahr, dass Sie während des Termins nicht wissen, was Sie sagen möchten.

Vertiefen Sie Themen aus dem ersten Vorstellungsgespräch

Weil Sie während eines Vorstellungsgespräches häufig nicht die Zeit haben, bestimmte Themen zu vertiefen, bietet Ihnen der zweite Termin die Möglichkeit, dies nachzuholen. Schreiben Sie sich zuvor auf, welche Punkte Sie gerne ansprechen möchten und halten Sie sich im Gespräch daran. Zudem ist es sinnvoll, wenn Sie sich im zweiten Vorstellungsgespräch auf das erste beziehen. So können Sie beispielsweise die Aspekte aufgreifen, bei denen es noch offene Fragen gab.

Zur Vertiefung gehört aber auch, dass Sie sich noch weitergehend mit dem Unternehmen befassen. Beschäftigen Sie sich also im Vorfeld mit weiteren Fakten und Details rund um Ihren potenziellen Arbeitgeber. Nur so gelingt es Ihnen beispielsweise, Fragen zu stellen, bei denen Ihre Gesprächspartner merken: Sie haben sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt.

Download: Checkliste Fragen im Vorstellungsgespräch

Starten Sie mit Selbstvertrauen und Souveränität ins Vorstellungsgespräch. Wir stellen insgesamt 101 typische Fragen vor und verraten Ihnen exklusiv das Frageziel des Interviewers für eine perfekte Vorbereitung.

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Seien Sie für kritische Fragen gewappnet

Dass Sie ein weiteres Mal zum Gespräch eingeladen wurden, zeigt: Man hat Interesse an Ihnen. Um aber herauszufinden, ob Sie wirklich zum Unternehmen passen und ob Sie die von Ihnen angestrebte Position tatsächlich gut auskleiden können, wird man Ihnen im zweiten Treffen wahrscheinlich genauer auf den Zahn fühlen. Seien Sie daher nicht überrascht, wenn auch kritische Rückfragen kommen, die im ersten Gespräch vielleicht gar nicht thematisiert wurden.

Ganz wichtig ist hierbei: Bleiben Sie sachlich, souverän und ruhig. Denn oft geht es Ihren Redepartnern gar nicht darum, dass Sie auf alles schnell und präzise antworten, vielmehr möchten sie herausfinden, wie Sie sich verhalten.

Bereiten Sie sich auf die Gehaltsverhandlung vor

Angemessen reagieren können sollten Sie auch, wenn es um das Gehalt geht. Üblicherweise wird dieses bei einem zweiten Gespräch angesprochen. Warten Sie zunächst ab, ob Ihr Gegenüber das Thema anschneidet. Wenn er das macht, sollten Sie Ihre Forderung klar und deutlich formulieren können. Dazu gehört, dass Sie sich zuvor intensiv mit dieser Frage beschäftigt haben und einen realistischen Gehaltswunsch formulieren.

Weitere Schritte erfragen

Neigt sich der zweite Vorstellungstermin seinem Ende zu, ist es für Sie interessant zu wissen, wie es weiter geht. Fragen Sie daher nach:

  • Was sind die weiteren Schritte?
  • Wann können Sie mit einer Rückmeldung rechnen?
  • Wer ist Ihr Ansprechpartner, wenn Sie noch Fragen haben?
  • Benötigen Ihre Gesprächspartner noch weitere Zeugnisse, Nachweise über Weiterbildungen oder andere Unterlagen von Ihnen?

Und zu guter Letzt: Bekräftigen Sie Ihren Wunsch, für das Unternehmen tätig zu werden, und bedanken Sie sich für das Gespräch.

Ab nun heißt es: Daumen drücken.

Text: Daniela Lukaßen


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