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Bessere Jobchancen dank Weiterbildung

Weiterbildung ist in der modernen Arbeitsgesellschaft zur Pflichtaufgabe geworden – gerade für Jobsuchende kann Lernen zum entscheidenden Faktor werden. Bewerbung.com zeigt, welche Förderung Sie dafür erhalten können.

Weiterbildung kann die Jobchancen entscheidend verbessern
©Shutterstock

Fremdsprachenkenntnisse, Erfahrungen im Projektmanagement, Führungskompetenzen, soziale Skills: Wer sich im Bewerbungsverfahren gegen seine Mitbewerber durchsetzen möchte, muss oft einen bunten Strauß an Kompetenzen und Fähigkeiten mitbringen. Längst reicht es nicht mehr, einfach nur gut im Job zu sein. Vielmehr ist das Gesamtpaket gefragt. Weiterbildung ist ein großartiger Weg, seine Berufschancen zu verbessern. Was aber tun, wenn Lehrgänge teuer sind und das eigene Budget eher schmal ist? 

In einem solchen Fall können Weiterbildungsförderungen eine Lösung sein. Und von diesen gibt es eine ganze Reihe. Sie wenden sich an unterschiedliche Zielgruppen. Besonders häufig werden die sogenannten Bildungsgutscheine in Anspruch genommen. Sie sollen in erster Linie arbeitslose Frauen und Männer unterstützen. Für Arbeitnehmer und Selbstständige mit einem geringen Einkommen bietet die Bildungsprämie eine gute Unterstützung.

Weiterbildung dank Bildungsgutschein

Wenn Sie einen Bildungsgutschein betragen möchten, müssen zunächst einige Hürden genommen werden. Denn längst nicht jeder hat eine Chance, dass sein Antrag auf Erhalt dieser Förderung auch bewilligt wird. Vielmehr müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, damit Sie einen Bildungsgutschein erhalten.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn:

  • Sie arbeitslos sind,
  • Sie von Arbeitslosigkeit bedroht sind,
  • Sie zwar aktuell einen Job, aber keinen Berufsabschluss haben.

Erfüllen Sie eine dieser Kriterien, wenden Sie sich zunächst an Ihre Arbeitsagentur und dort an Ihren Sachbearbeiter. Ganz wichtig: Melden Sie sich noch nicht zu einer Weiterbildung an, reden Sie erst einmal mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter. Hierbei sollten Sie allerdings beachten, dass es keinen rechtlichen Anspruch auf die Bewilligung eines Bildungsgutscheins gibt. Denn es handelt sich um eine sogenannte Kann-Leistung.

Möchten Sie im Gespräch überzeugen, ist es sinnvoll, wenn Sie sich vor Ihrem Termin schon einmal über mögliche Weiterbildungsangebote informieren. Auf diese Weise können Sie Ihrem Sachbearbeiter bereits konkrete Informationen zu dem von Ihnen gewünschten Lehrgang vorlegen. Befassen Sie sich außerdem mit der Frage, inwiefern sich Ihre Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt durch den Lehrgang verbessern können. Beachten Sie hierbei jedoch, dass das von Ihnen gewählte Weiterbildungsangebot durch die Bundesagentur für Arbeit als eine entsprechende Maßnahme anerkannt sein muss. Dazu können Sie sich im Vorfeld schon einmal in der Datenbank der Agentur für Arbeit umsehen. In dieser finden Sie zahlreiche zertifizierte und damit anerkannte Maßnahmen.

Ganz wichtig: Erhalten Sie diese Förderung, sollten Sie die Frist beachten. Denn ein Bildungsgutschein muss in der Regel innerhalb von drei Monaten eingelöst werden. Wird diese Gültigkeitsdauer überschritten, verfällt er. Wenn Sie innerhalb dieses Zeitraums keine passende Weiterbildung finden, müssen Sie einen neuen Gutschein beantragen.

Beruflich fit mit der Bildungsprämie

Eine Weiterbildungsförderung für Geringverdiener ist die Bildungsprämie. Bei ihr handelt es sich um ein staatliches Finanzierungsangebot. Ziel dieses Finanzierungsangebotes ist es, die beruflichen Chancen von Menschen zu verbessern, die zu wenig verdienen, um sich einen teuren Lehrgang leisten zu können. Die Fördergelder für den Prämiengutschein stammen aus Mitteln des Ministeriums für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds. Aus diesen werden Ihnen finanzielle Zuschüsse für Lehrgänge bewilligt, sodass Sie nur die Hälfte der Weiterbildungskosten selbst bezahlen müssen. 

Doch auch hier müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie müssen mindestens 25 Jahre alt sein.
  • Ihr maximal zu versteuerndes Einkommen darf 20.000 Euro im Jahr nicht übersteigen. Bei gemeinsam Veranlagten liegt die Grenze bei 40.000 Euro im Jahr.
  • Sie müssen mindestens 15 Stunden in der Woche erwerbstätig tätig sein. (Auch Eltern- oder Pflegezeiten werden angerechnet)
  • Sie dürfen im aktuellen oder im vergangenen Kalenderjahr keinen Prämiengutschein in Anspruch genommen haben.
  • Die von Ihnen gewünschte Weiterbildung darf nicht mehr als 1.000 Euro kosten.

Können Sie hinter jeden Punkt ein Häkchen setzen, vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin in einer entsprechenden Beratungsstelle. Dort können Sie auch Ihren Antrag zum Erhalt der Bildungsprämie stellen.

Damit Ihr Antrag erfolgreich ist, sollten Sie sich schon vorher intensiv mit verschiedenen Fragen und Überlegungen auseinandersetzen:

  • Was möchten Sie mit der Weiterbildung erreichen?
  • Welche Weiterbildungsanbieter kommen in Frage?
  • Was kostet die Weiterbildung?
  • Erfüllen Sie die Fördervoraussetzungen?

Einen Überblick über die verschiedenen Beratungsstellen finden Sie hier.

Fördertöpfe für unterschiedliche Zielgruppen

Doch es gibt noch andere Unterstützungsleistungen für Weiterbildungsmaßnahmen im beruflichen Bereich:

    • Unter 25-Jährige, die ihre Berufsausbildung besonders gut absolviert haben, können ein Weiterbildungsstipendium beantragen.
    • Ungelernte Beschäftigte und Beschäftigte über 45 Jahre, die in kleinen und mittleren Unternehmen arbeiten, können über das Programm WeGebAU finanzielle Unterstützung für Weiterbildungen erhalten.
    • Handwerker und Fachkräfte können das Meister-BAföG beantragen.
    • Für besonders motivierte Berufstätige, die gerne ein Studium absolvieren möchten, ist das Aufstiegsstipendium eine sinnvolle Wahl.

Wer sich gerne fortbilden möchte, aber nicht die nötigen finanziellen Ressourcen hat, muss auf diese Maßnahmen also nicht verzichten. Und mit dem richtigen Programm kann es gelingen, die Weiterbildung zu absolvieren, die einen wirklich weiterbringt.

Text: Daniela Lukaßen


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