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Weihnachtsknigge im Büro: Dos und Don’ts in der Adventszeit

Was ist im Büro in der Weihnachtszeit angebracht - und was nicht?

© Caiaimage/Paul Bradbury / Getty Images

Gehören Sie zu den Weihnachtsenthusiasten, die auch am Arbeitsplatz besinnliche Stimmung und eine Menge Kalorien verbreiten möchten? Vorsicht, denn nicht alles in im Job erlaubt – auch nicht in der Adventszeit.

Für manche Menschen ist die Weihnachtszeit eine ganz besondere Zeit und sie möchten die Vorfreude auch mit ihren Kollegen teilen. Also wird der Schreibtisch geschmückt, jeden Tag bringen Sie frische Plätzchen mit an den Arbeitsplatz und im Büro hören Sie die berühmtesten Weihnachtslieder in Dauerschleife? Leider kann sich nicht jeder so für das Weihnachtsfest oder den Advent begeistern und dadurch kann zu viel des Guten schnell für Unstimmigkeiten sorgen.

Wer bestimmt über den Weihnachtsknigge?

Es gibt natürlich keine Gesetze, die explizit regeln, was in der Vorweihnachtszeit im Büro erlaubt ist und was nicht. Dennoch haben Sie nicht einfach freie Hand, denn in erster Linie muss damit der Chef einverstanden sein. Sein Hauptinteresse dürfte darin liegen, dass es in der Belegschaft keine Streitigkeiten gibt, sondern ein harmonisches Miteinander. Zudem dürfen natürlich keinesfalls Kunden, Geschäftspartner, Investoren oder andere wichtige Besucher durch den Weihnachtstrubel im Büro „belästigt“ werden beziehungsweise einen negativen Eindruck vom Unternehmen erhalten.

Schlussendlich obliegt es also dem Chef, wie er den Weihnachtsknigge im Büro gestaltet. Wenn Sie voller Enthusiasmus stecken und den Advent auch ins Büro bringen möchten, sollten Sie sich also vorher (!) mit Ihrem Chef besprechen und fragen, was er erlaubt – und was nicht. Gegen frischgebackene Plätzchen in der Kaffeeküche hat er bestimmt nichts. Ob er aber von morgens bis zum Feierabend das Trällern der Weihnachtsmusik hören möchte, ist fraglich. Ihre Devise lautet daher: Erst fragen und dann handeln. So vermeiden Sie eventuelle Unstimmigkeiten mit den Kollegen oder den Vorgesetzten. Wo also liegen die Grenzen und wie können Sie die Weihnachtszeit im wahrsten Sinne des Wortes besinnlich ins Büro bringen?

Dont´s: Was im Büro definitiv keine gute Idee ist

  • Auf eigene Faust zu handeln und über die Köpfe der Kollegen oder Vorgesetzten hinweg zu entscheiden, ist niemals eine gute Idee. Wenn Sie also den Radiosender wechseln und weihnachtliche Musik spielen oder das gesamte Büro schmücken möchten, sollten Sie davor fragen, ob das für alle Betroffenen in Ordnung ist – und zwar nicht nur für den Chef.
  • Möchten Sie vor dem Weihnachtsurlaub Geschenke verteilen, sprechen Sie sich ebenfalls mit Ihren Kollegen ab. Kleinigkeiten wie eine Tüte selbstgebackener Plätzchen sind vermutlich für jeden eine Freude. Doch richtige Geschenke könnten in Ihrem Gegenüber ein schlechtes Gewissen wecken, weil es im Gegenzug nichts für Sie hat. Besprechen Sie also rechtzeitig mit Ihren Kollegen, ob Sie sich etwas schenken und in welchem Wert – und halten Sie sich an die Absprachen.
  • Übrigens: Einen besonders schlechten Eindruck hinterlassen Sie, wenn Sie nur dem Chef etwas schenken. Das wirkt schnell, als würden Sie sich einschleimen wollen und stiftet garantiert Unmut bei den Kollegen.
  • Lautstark Weihnachtslieder singen oder die eigene Weihnachtsmusik ganz laut aufdrehen, sollten Sie ebenfalls unterlassen. Das kann nicht nur für genervte Kollegen sorgen, sondern stört viele Menschen auch beim produktiven Arbeiten. Schnappen Sie sich dann lieber einen Kopfhörer und lassen Sie jeden selbst entscheiden, was er oder sie hören möchte.
  • Nicht empfehlenswert ist es zudem, einfach auf eigene Faust eine Weihnachtsfeier im Büro starten zu wollen oder es komplett zu schmücken. Gegen etwas Weihnachtsschmuck auf Ihrem Schreibtisch hat der Chef aber gewiss nichts, wenn Sie ihn freundlich fragen. Vorsichtig sein sollten Sie aber mit Kerzen, denn das Feuer ist nicht überall erlaubt und zwischen Papierstapeln & Co nicht immer eine gute Idee. Auch Duftkerzen, Räucherstäbchen oder andere Dekoration, die für Ihre Kollegen belastend werden könnte, haben am Arbeitsplatz nichts verloren.
  • Keinesfalls sollte Ihre Dekoration oder deren Kabel zu Stolperfallen werden und niemals dürfen sie die Arbeit mit den Kunden, Geschäftspartnern oder anderen Besuchern beeinträchtigen.

Dos für eine schöne Adventszeit unter Kollegen

  • Auf Nummer sicher gehen Sie also, wenn Sie Weihnachten zuhause feiern und sich im Job auf die Arbeit konzentrieren. Möchten Sie dennoch nicht ganz auf den Advent im Büro verzichten, freut sich – wie bereits erwähnt – gewiss jeder über einige Leckereien in der Kaffeeküche.
  • Würden Sie gerne das Büro schmücken oder weihnachtliche Musik hören, fragen Sie Ihren Chef und Ihre Kollegen vorab. Vielleicht sind diese ja ebenso enthusiastisch wie Sie und so können Sie sich gemeinsam weihnachtlich austoben.
  • Sollte es keine offizielle Weihnachtsfeier geben, können Sie mit Vorgesetzten sowie Kollegen ebenfalls besprechen, ob Sie am Tag vor dem Weihnachtsurlaub ein kleines Zusammenkommen für etwas Punsch und Lebkuchen organisieren dürfen.
  • Vor allem aber sollten Sie tolerant sein, denn nicht jeder Mensch feiert Weihnachten oder ist schon in der Adventszeit voller Vorfreude. Respektieren Sie also fremde Religionen oder andere Einstellungen als Ihre eigene – und eben, dass nicht jeder gerne das Weihnachtsfest ins Büro bringt.

Fazit

Auch in der Vorweihnachtszeit steht im Job die Arbeit an erster Stelle. Lassen Sie sich also nicht zu sehr von den anstehenden Feierlichkeiten ablenken. Wenn Sie in der Adventszeit ein wenig schmücken oder Ihren Kollegen mit köstlichen Leckereien eine Freude machen wollen, ist das gewiss in einem akzeptablen Rahmen. Dennoch sollten Sie alle kleineren oder größeren Maßnahmen mit dem Chef sowie den Kollegen besprechen. Verbietet der Vorgesetzte beispielsweise den Weihnachtsschmuck im Büro, müssen Sie sich daran halten. Ansonsten droht eine Abmahnung. Zudem gilt es, Brandschutz- und weitere Vorschriften einzuhalten. Erwarten Sie also nicht, dass jeder so enthusiastisch ist wie Sie und halten Sie sich an das Motto: Weniger ist mehr.


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