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Geheimtipp für Bewerber: So punkten Sie mit Ihrem Vornamen

Den zweiten Vornamen abzukürzen, ist ein Tipp für die Bewerbung

© coreay / Getty Images / Bewerbung.com

Menschen, die ihren zweiten Vornamen abkürzen, wirken klüger und kompetenter, belegt eine aktuelle Studie. Bewerber können diesen psychologischen Effekt für sich nutzen.

Nomen est omen – der Name ist ein Zeichen. Dass diese lateinische Redensart häufig zutrifft, können sicherlich die meisten Menschen bestätigen. Hören wir einen Namen, stellen wir uns die Person dahinter automatisch vor, assoziieren Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen. Ob attraktiv, altbacken, modern, ein bisschen langweilig oder flippig – wir entwickeln im Kopf ein Bild, ohne zu wissen, wie der Mensch hinter dem Namen tatsächlich aussieht, wie er sich verhält, was er besonders gut kann oder nicht. Wir entwickeln der Person gegenüber also eine bestimmte Einstellung, noch bevor wir sie überhaupt richtig kennengelernt haben. Und dieser Aspekt wirkt sich auch auf den ganz persönlichen Lebenslauf aus.

Schon vor einiger Zeit, im Jahr 2009, kam man an der Universität Oldenburg zu folgendem Ergebnis: Die Bildungschancen von Kindern hängen auch von ihrem Vornamen ab. Während sich Lehrer Hannah, Alexander und Maximilian eher als leistungsstärker und verhaltensunauffälliger vorstellen, haben es Mandy, Chantal und Justin nicht immer leicht. Schon in der Schule werden Kinder demnach entsprechend ihrer Namen also in bestimmte Schubladen gesteckt, aus denen sie nicht so schnell wieder rauskommen. Und auch im späteren Arbeitsleben kann der Vorname maßgeblich für den beruflichen Erfolg oder Misserfolg sein.

Zweite Vornamen sind Karrierebooster

Forscher der University of Southampton haben nun herausgefunden, dass Menschen mit einem zweiten Vornamen als klüger gelten. Allerdings nur dann, wenn dieser mit dem Initial, also dem ersten Buchstaben, abgekürzt wird. Heißen Sie beispielsweise Anna Lena Müller, wirkt Anna L. Müller laut Studie intellektueller und kompetenter. Um das herauszufinden, ließen die Wissenschaftler etwa einen identischen Text durch die Studienteilnehmer beurteilen. Der einzige Unterschied bestand in einem leicht anderen Autorennamen: Mal wurde nur ein Vorname genannt, mal der erste Buchstabe eines zweiten Vornamens mit aufgeführt. Und das mit einem deutlichen Ergebnis. Die Probanden beurteilten den Text als wertvoller und besser, bei welchem das Mittelinitial eines Autors angegeben war. Insgesamt führten die Wissenschaftler sieben verschiedene Untersuchungen durch. So fanden sie außerdem heraus: Der abgekürzte zweite Vorname sorgt dafür, dass ein höherer sozialer Status sowie eine bessere intellektuelle Leistung vermutet werden.

Aber warum steht der abgekürzte zweite Vorname für Intelligenz? Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die übliche Namensnennung etwa bei akademischen Publikationen mit ausschlaggebend ist. Denn häufig werden dort die zweiten Vornamen der Autoren abgekürzt. Auch Ärzte oder Rechtsanwälte nutzen häufig diese Form der Darstellung ihres Namens. Man ist es gewohnt, dass kluge oder als intellektuell geltende Menschen ihren zweiten Vornamen abkürzen. Also geht man bei Personen, die auf dieses Mittel zurückgreifen, ganz automatisch davon aus, dass sie smart sind.

Verstecken Sie Ihren zweiten Vornamen bei Bewerbungen also nicht. Möchten Sie von diesem profitieren, geben Sie in Ihrem Lebenslauf oder in Ihrer E-Mail-Signatur stattdessen das mittlere Initial an.

Vertrauensvorschuss bei einfachen Namen

Sie haben nur einen Vornamen? Verzagen müssen Sie darum noch lange nicht. Denn Forscher der Universität zu Köln kommen zu folgendem Ergebnis: Menschen mit einem einfachen Namen vertraut man eher. Das haben die Wissenschaftler herausgefunden, indem sie Probanden in einem Spiele-Experiment auf den Zahn fühlten. Die Teilnehmer hatten in diesem Spiel die Möglichkeit, ihr Geld zu vermehren. Dies war möglich, indem sie einen ihnen unbekannten Spieler beteiligten und ihm Geld anvertrauten. Herauskam: Die Spieler vertrauten eher denjenigen, die einen einfachen, leicht auszusprechenden Nachnamen hatten.

Text: Daniela Lukaßen-Held


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