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Recruiting-Trend "Active Sourcing": Allzeit bereit, bitte!

ERecruiting Trend Active Sourcing

©Erik Isakson / Getty Images

Stellenanzeigen alleine reichen oft nicht mehr aus, um geeignetes Fachpersonal zu finden. Unternehmen gehen deshalb neue Wege in der Talentsuche. Und Bewerber sollten sich auf dieses „Active Sourcing“ einstellen.

Ein Unternehmen schreibt eine Stelle aus, erhält zahllose Bewerbungen und muss sich nur noch für den richtigen Kandidaten entscheiden – ein ganz einfaches Schema. Und eines von gestern: Die Zeiten, in denen die Personalsuche so vonstatten ging, gehören der Vergangenheit an. Besonders, wenn Fachkräfte gesucht werden, lassen sich Unternehmen zunehmend andere Strategien einfallen. „Active Sourcing“ heißt das Schlüsselwort und bezeichnet die aktive Suche nach potenziellen Mitarbeitern.

Angesprochen sollen dabei in erster Linie die passiven Bewerber werden. Also jene Menschen, die aktuell gar nicht selbst auf der Suche nach einem neuen Job sind. Mithilfe des Active Sourcings möchten Personaler genau diese Talente aufspüren und ihnen neue berufliche Herausforderungen aufzeigen. Active Sourcer sind dabei meist selbst in der Personalabteilung des suchenden Unternehmens angestellt.

Bessere Chancen durch gepflegte Online-Profile

Die Suche nach geeigneten Kandidaten erfolgt über unterschiedliche Kanäle. So gehört das Durchforsten von XING-Profilen, Lebenslaufdatenbanken und anderen Internetauftritten heute fest zum Job von Active Sourcern dazu. Internet und Co. machen es möglich, dass sie direkt vom Schreibtisch aus gezielt nach Kandidaten, die zu bestimmten Jobprofilen passen, suchen können. Anders als die gezielte Personalsuche im Rahmen von Recruiting-Messen, Absolventen-Kongressen und Netzwerktreffen ist die Online-Suche für die Arbeitgeber sehr kostengünstig und bringt eine große Zeitersparnis mit sich. Die Recherche der Active Sourcer im Rahmen dieses sogenannten „War of Talents“ erfolgt dabei mithilfe bestimmter Stichwörter, die für die jeweilige Stelle relevant sind.

Für Sie bedeutet das, – je nach Branche – immer für Anfragen gewappnet zu sein: Halten Sie Ihre Profile immer auf dem neuesten Stand. Haben Sie an einer Weiterbildung teilgenommen oder neue Kenntnisse erworben, fügen Sie diese Informationen zeitnah ein. So erhöhen Sie Ihre Chancen, von Active Sourcern gefunden zu werden. Das gilt übrigens auch, wenn Sie gar nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle sind. Verfügen Sie über ein lückenloses und vielsagendes Profil, das einen umfassenden Eindruck von Ihren Qualifikationen und Karrierezielen vermittelt, können sich ungeahnte berufliche Möglichkeiten für Sie ergeben.

Probleme beim Active Sourcing

Auch, wenn das Internet Personalern heute viele Möglichkeiten in Sachen Mitarbeitersuche bietet, bringt diese Art des Recruitings auch neue Herausforderungen mit sich. Denn, damit sich mögliche Jobkandidaten überhaupt angesprochen fühlen und sie auf Kontaktanfragen der Personaler reagieren, ist die richtige Ansprache wichtig.

Ein Punkt, an dem das Aktive Sourcing häufig scheitert. Denn vielfach wirken die Anschriften der Personaler beliebig und ähneln Kettenmails im Copy-and-Paste-Verfahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die angeschriebene Person zurückmeldet, ist jedoch deutlich höher, wenn die Ansprache individuell erfolgt.

Nachfragen und schauen, ob es passt

Haben Sie eine Anfrage durch einen Active Sourcer erhalten, achten Sie zunächst darauf, ob Sie für die von ihm genannte Position tatsächlich in Frage kommen. Denn nicht immer ist der Kontaktaufnahme tatsächlich eine gute Recherche vorangegangen. Viele Unternehmen setzen auf Masse statt auf Klasse und schreiben sehr viele Menschen an, ohne darauf zu achten, ob das Profil der jeweiligen Person tatsächlich zu einer Stellenbeschreibung passt.

Sind Sie sich unsicher, warum Sie eine Nachricht erhalten haben, fragen Sie nach. Erkundigen Sie sich, welche Stelle zu besetzen ist. Fragen Sie, wie der Recruiter auf Sie aufmerksam wurde und welche Punkte in Ihrem Profil ihn dazu bewogen haben, Sie zu kontaktieren. Werden Sie hellhörig, wenn er Ihnen diese Fragen nicht plausibel beantworten kann. Erweckt er den Eindruck, Sie sind nur einer von vielen wahllos angeschriebenen Kandidaten, haken Sie nach. So finden Sie heraus, ob tatsächlich Interesse an Ihrer Person besteht und sich weitere Gespräche lohnen.

Text: Daniela Lukaßen-Held

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