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Bewerbung: Das würde die HR-Expertin bei ProSiebenSat.1 heute anders machen

Bewerben bei ProsiebenSat.1Broadcasting, digitale Unterhaltung und E-Commerce – schon lange ist Fernsehen nicht nur noch auf dem häuslichen Bildschirm ein Thema. Das wissen auch die Personal-Profis von ProSiebenSat.1, einem der größten Medienunternehmen Europas. Vom Prakti bis zum Professional, vom Softwareentwickler über den Investment-Manager bis zum Sales-Profi – die Senderfamilie bietet für Bewerber eine Bandbreite an unterschiedlichen Jobprofilen. Um die Koordination und die Ansprache der Bewerber kümmert sich Yvonne Riedel mit ihrem Team. Uns hat sie verraten, wie die Arbeit bei ProSiebenSat.1 aussieht und was sie beim Bewerben heute ganz anders machen würde – und wie einfach es ist, bei dem Medienkonzern zu netzwerken.

Hallo Frau Riedel, wer sind Sie und was machen Sie bei der ProSiebenSat.1?

Yvonne Riedel ProSiebenSat.1 HRMein Name ist Yvonne Riedel und ich verantworte das Employer Branding der ProSiebenSat.1 Media SE. Zusammen mit meinem Team bin ich für unseren Arbeitgeberauftritt und alle Personalmarketing-Aktivitäten verantwortlich. Bei ProSiebenSat.1 bin ich seit rund einem Jahr, davor war ich unter anderem bei der Beratung EY und Mercedes-AMG tätig.

Was zeichnet Ihr Unternehmen als Arbeitgeber aus?

Meine Kolleginnen und Kollegen treibt ein unglaublicher Wille zur Innovation an – das ist insbesondere als Medienunternehmen unglaublich wichtig. Denn kaum eine andere Branche verändert sich durch die Digitalisierung so sehr wie unsere. Ich war noch nie bei einem Unternehmen, das so konsequent neue Wege geht und mutig neue Geschäftsfelder erschließt.

Typisch für ProSiebenSat.1 ist auch unsere „Lunchkultur“. Es gibt zum Beispiel den 02, bei dem man sich nach dem Zufallsprinzip mit Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen zum Mittagessen trifft und sich damit ein unheimlich großes Netzwerk aufbaut. Wir sind hier alle mit Leidenschaft dabei und ich bekomme zu meinen Projekten auch aus den anderen Unternehmensbereichen viel Unterstützung, Tipps und Ideen.

Welche Profile werden bei Ihnen gesucht?

Natürlich suchen wir alle klassischen Profile, die man bei einem TV-Konzern erwartet, vom Kameramann über den Chef vom Dienst (den Titel gibt es wirklich, für alle die nicht aus dieser Branche sind!) bis zum Programm-Manager.
Was jedoch viele nicht vermuten: Wir suchen auch zahlreiche Profile, die nicht im TV-Geschäft verankert sind. Das geht vom Investment Manager über den Sales-Profi bis hin zum Business Developer. Wir stellen außerdem auf allen Leveln ein, also vom Praktikanten, Volontär oder Trainee bis hin zum Professional mit mehrjähriger Berufs- und/oder Führungserfahrung.

Wie schaut der Recruiting-Prozess aus und worauf müssen Bewerber gefasst sein?

Je nach Level sieht der Prozess bei uns etwas anders aus. So starten wir bei unseren Volontären, Azubis und Trainees oftmals mit einer Videobewerbung und einem Assessment Center, während wir bei Professionals ein oder mehrere strukturierte Interviews führen. Bei den Gesprächen sind immer ein Ansprechpartner von HR sowie Kollegen aus dem Fachbereich dabei. Neben den Kompetenzen, die für die unterschiedlichen Jobs wichtig sind, wollen wir immer die Motivation des Kandidaten kennenlernen und verstehen, was ihn antreibt und warum er oder sie den nächsten Karriereschritt bei uns machen möchte.

Wie hat die Digitalisierung den Recruitingprozess in Ihrem Unternehmen verändert?

Wir erhalten eigentlich kaum noch Bewerbungen auf dem Postweg. Damit die Bewerber ihre Bewerbung innerhalb weniger Minuten abschließen können, haben wir konsequent in unsere Karriereseite investiert. Außerdem können sich Bewerber heute von jedem Endgerät aus bei uns bewerben, das war uns besonders wichtig.

Worauf achten Sie bei einer Bewerbung?

Zunächst einmal, dass wesentliche Anforderungen aus der Stellenbeschreibung erfüllt sind. Bei Studierenden und Absolventen ist uns aber auch wichtig, was sie neben dem Studium gemacht haben und inwiefern sie schon in jungen Jahren über den Tellerrand hinausgeschaut haben – durch Auslandserfahrung, ein eigenes Start-up, die Mitarbeit in Vereinen oder spannende Praktika. Kandidaten, die sich im TV-, Marketing- oder Sales-Bereich bewerben, sollten ihre Kreativität und Kommunikationsfähigkeit durchaus in ihrem Anschreiben unter Beweis stellen.

Ein Anschreiben ist bei uns jedoch nicht verpflichtend, denn wir wissen, dass vor allem Bewerber aus dem IT-Bereich lieber mit ihren Kenntnissen bei den Programmiersprachen als mit einem Anschreiben punkten möchten. Das ist vollkommen in Ordnung für uns.

Examensnoten sind wichtig, aber entscheidend ist für uns eher, dass der Kandidat das Studium nicht mit Scheuklappen in schnellstmöglicher Zeit absolviert hat, sondern möglichst früh Erfahrungen gesammelt hat.

Yvonne Riedel, Head of Employer Branding bei ProSiebenSat.1

Wenn jemand nur mit seinen Fachkenntnissen überzeugen kann, aber nicht zu unserer Kultur und in die Teams passt, finden wir wahrscheinlich nicht zusammen. Daher ist für uns, und ich glaube auch für die Bewerber, der kulturelle Match extrem wichtig.

Womit kann Sie ein Bewerber überraschen?

Wenn er oder sie proaktiv sinnvolle und innovative Lösungsvorschläge für aktuelle Herausforderungen mitbringt.

Was war die skurrilste Situation, die Sie bei einer Bewerbung erlebt haben?

Skurril, aber im positiven Sinne: Bei meinem letzten Arbeitgeber hatte ich eine Quereinsteigerin zum Gespräch eingeladen, da sie mich im Telefoninterview von ihrer Motivation überzeugen konnte. Im Gespräch habe ich sie dann nochmal gefragt, wie sie die fehlende Facherfahrung für diese Stelle erlernen möchte. Daraufhin hat sie aus ihrem Rucksack zahlreiche Fachbücher und Magazine ausgepackt und erzählt, wie sehr sie für das Thema brennt und dass sie sich schon jetzt all das Wissen in ihrer Freizeit aneignet. Sie war bis heute eine meiner besten Einstellungen und mittlerweile ist sie ein echter Profi auf ihrem Gebiet.

Was würden Sie anders machen, wenn Sie sich heute bewerben würden?

In der Schule wurde mir beigebracht, immer vorher bei dem Unternehmen anzurufen und zu fragen, an wen ich meine Bewerbung schicken kann. Heute weiß ich, dass das bei großen Unternehmen überhaupt nicht notwendig ist, da die Bewerbung sowieso durch mehrere Hände geht. Diese Zeit würde ich mir heute sparen. Bei meinen ersten Bewerbungen habe ich ziemlich viel Zeit in Layout und Design investiert. Das würde ich heute wieder so machen. Falls Ihr Freunde oder Bekannte habt, die im Personalbereich arbeiten, bittet sie doch außerdem vorab um Feedback zu Euren Unterlagen.

Yvonne Riedel ProSiebenSat.1Zur Person: Yvonne Riedel
ProSiebenSat.1 sieht sich als „Entertainment- und Commerce-Powerhouse“. Als Head of Employer Branding schätzt Yvonne Riedel die vielseitigen Aufgaben, die die Arbeit im Medienunternehmen mit sich bringt. Mit ihrem Team sucht sie stetig nach neuen Talenten und interessierten Bewerbern, die den Erfolg des Konzerns weiter nach vorn bringen – und die über den Tellerrand schauen.

 


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