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Die sieben größten Fehler in der Probezeit

Fehler in der Probezeit können den sicher geglaubten Job kosten

©ESB Professional / Shutterstock

Bevor Ihnen eine Stelle als neuer Arbeitnehmer in einer Firma sicher ist, müssen Sie in der Regel eine Probezeit überstehen. Damit dabei nichts schief geht, sollten Sie diese Fehler vermeiden.

1. Alleingänge starten

Sicherlich haben Sie in Ihren vorigen Stellen schon viel Erfahrung gesammelt, haben unterschiedliche Arbeitsweisen kennengelernt und verfügen über einen Strauß an Verbesserungsideen. Doch Achtung: Vergessen Sie nicht, dass Sie Ihr neues Unternehmen, seine Strukturen und die dort üblichen Vorgehensweisen zunächst kennenlernen müssen. Halten Sie die üblichen Dienstwege also ein und beginnen Sie nicht damit, die im Unternehmen etablierten Vorgehensweisen in Eigenregie zu ändern oder alles zu kritisieren. Damit ecken Sie schnell an und signalisieren Ihren Vorgesetzten, dass Sie sich nicht anpassen können oder wollen.

2. Zu spät kommen

Der Wecker hat nicht geklingelt? Sie standen im Stau? Der Zug ist ausgefallen? Gerade in der ersten Zeit in einem neuen Unternehmen ist Unpünktlichkeit ein absolutes Tabu, ein rechtzeitiges Erscheinen hingegen gilt als wichtige Arbeitstugend. Stehen Sie daher in der Probezeit lieber eine Stunde früher auf und seien Sie eher im Büro. Gleiches gilt übrigens auch für Abgabetermine. Planen Sie daher akribisch, damit Sie bei Projekten und anderen Arbeiten nicht in Verzug geraten. Sollten Sie dennoch einen plausiblen Grund für eine Verspätung der Abgabe haben, sprechen Sie Ihren Vorgesetzten an und erläutern Sie sachlich, warum Sie den Termin nicht einhalten können.

3. Früh Feierabend machen

Die erste Zeit in einem neuen Job ist aufregend und anstrengend. Da liegt es nah, sich rechtzeitig in den Feierabend zu verabschieden, um die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Allerdings kommt das bei Vorgesetzten und Kollegen nicht gut an. Schauen Sie sich daher zunächst genau an, wer wann nach Hause geht und machen Sie nicht den Fehler, das Büro vor allen anderen zu verlassen. Um zu vermeiden, dass der Haussegen schief hängt, weil Sie private Verabredungen nicht einhalten können, treffen Sie klare Absprachen mit der Familie und den Freunden. Informieren Sie sie darüber, dass Sie private Termine insbesondere in den ersten Wochen im neuen Job nicht immer einhalten können und verschieben Sie Verabredungen lieber auf das Wochenende. So nehmen Sie sich selbst den Druck und sitzen im Büro nicht auf heißen Kohlen, weil Sie eigentlich gehen müssten, um zum Treffen mit dem besten Kumpel zu fahren.

4. Klatsch und Tratsch

„Schon gehört, die Kollegin hat sich von ihrem Mann getrennt.“ „Der Chef wird wahrscheinlich in eine andere Filiale versetzt, weil er sich mit dem Geschäftsführer angelegt hat.“ Flurfunk bleibt im Unternehmen häufig nicht aus. Und viele Infos, mit denen die Kollegen auch auf Sie zukommen, sind vielleicht spannend. Halten Sie sich dennoch aus Klatsch und Tratsch raus. Auch für Ihr Verhältnis zu Kollegen gilt eine Art von Probezeit: Lernen Sie sie erst einmal kennen und finden Sie heraus, wer sich mit wem gut versteht und wer welche Ziele verfolgt.

5. Duzen und Privatgespräche

Wer sich mit den Kollegen gut versteht und sich mit einigen sogar anfreundet, fühlt sich im Unternehmen meist wohler. Am Anfang lautet die Devise jedoch: Seien Sie zwar freundlich, aber bleiben Sie abwartend. Plaudern Sie nicht gleich über private Dinge und seien Sie vorsichtig, wenn es um das Thema Duzen geht. Beobachten Sie, was in Ihrer neuen Firma üblich ist, wie die anderen miteinander sprechen und warten Sie lieber ab, bis man Ihnen das Du anbietet. Ganz wichtig: Wer sich zu distanziert verhält, erweckt schnell den Eindruck, sich nicht integrieren zu wollen. Ein gemeinsames Mittagessen in der Pause, ein freundliches Gespräch und das Zeigen von Interesse an den anderen sind gute Möglichkeiten, die Kollegen besser kennenzulernen.

6. Häufiges Fehlen

Wenn Sie wirklich krank sind und mit einer Grippe im Bett liegen, ist ein Fehlen im Büro nicht zu vermeiden. Dafür sollte jeder Vorgesetzter Verständnis haben. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie Fehlzeiten weitestgehend minimieren, wenn Sie sich noch in der Probezeit befinden. Bestehen Sie beispielsweise schon nach wenigen Wochen auf einen Freizeitausgleich für Ihre geleisteten Überstunden, erwecken Sie schnell einen negativen Eindruck.

7. Zu große Zurückhaltung

Auch wenn es nicht einfach ist, den Spagat zwischen einem zu forschen und einem zu passiven Verhalten zu bestehen: Achten Sie darauf, dass Sie nicht gänzlich aus der Aufmerksamkeit Ihres Vorgesetzten verschwinden, weil Sie sich zu sehr im Hintergrund halten. Schließlich wollen Sie ihn überzeugen. Präsentieren Sie darum Ergebnisse, ohne zu prahlen, aber mit viel Know-how und Sicherheit. Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar ist, und beteiligen Sie sich aktiv und sachlich an Meetings und andere Runden.

Text: Daniela Lukaßen


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