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PaulCamper: So überzeugen Sie im Bewerbungsgespräch bei Deutschlands größter privater Wohnmobilvermietung

PaulCamper ist die größte Vermittlungsplattform und Community für die private Wohnmobilvermietung in Deutschland. 2013 hat Geschäftsführer Dirk Fehse das Unternehmen mit viel Leidenschaft für’s Camping und Liebe zum Detail gegründet. Heut zählt PaulCamper bereits mehr als 3.000 Vermieterinnen und Vermieter, sowie 230.000 Übernachtungen. Alle haben eines gemeinsam: Genauso wie das Start-up lieben sie das Abenteuer, die Freiheit und ihre Individualität. Das gilt auch für Bewerber, die das PaulCamper-Team mit genauso viel Camper-Liebe und Herzblut unterstützen möchten. Was sie unbedingt mitbringen müssen und wieso die schicke Glücks-Boxershorts grundsätzlich zwar gut, aber kein Garant für ein erfolgreiches Job-Interview ist, erzählt uns Gründer Dirk Fehse im Interview.

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Eine Firma gründen – wie bist du auf die Idee gekommen?

In meinem Leben vor PaulCamper habe ich erst mal einen ganz klassischen Berufsweg gewählt. Nach der Schule habe ich eine Ausbildung zum Bürokaufmann  absolviert. Es folgten ein BWL-Studium und anschließend ein Job in einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen.

Ich war während meines Studiums für ein Auslandssemester in Australien und habe dort das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: Nach dem Semester mietete ich mir gemeinsam mit Freunden einen Camper und erkundete die Weiten des Kontinents. Ich habe quasi drei Monate im Camper gelebt. Diese Reise war wie ein innerer Weckruf.

Ich bin aus dem Hamsterrad der klassischen Karriere für einen Moment lang ausgestiegen, habe meinen Ehrgeiz im Wohnheim gelassen und habe mich einfach auf das Abenteuer Leben eingelassen. In Deutschland habe ich mir dann einen VW T4 gekauft. Um mir „Paul“ leisten zu können, vermietete ich ihn an Bekannte und Freunde, immer dann, wenn ich selbst nicht unterwegs war. Die Idee für PaulCamper war geboren und die erste Camper-Sharing-Plattform Deutschlands ging 2013 online.

PaulCamper ist ein absolutes Herzensprojekt und weil das so ist, lege ich großen Wert darauf, dass die Arbeit im Team läuft und jeder sich wohlfühlt. Meine Tür steht immer offen und ich freue mich, Sparringspartner zu sein und jeden in seiner persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Ich versuche, jeden zu challengen und die eigene Perspektive auf Themen oder Problemstellungen zu erweitern – vor allem auf sich selbst.

Dirk Fehse, Gründer von PaulCamper

Was überzeugt dich, jeden Tag wieder für PaulCamper zu arbeiten?

PaulCamper ist ein sehr sinnstiftendes Produkt. Wir ermöglichen es, vorhandene Ressourcen, nämlich Wohnmobile, effizienter auszulasten. Dadurch bringen wir nicht nur Menschen und Passionen zusammen, wir ermöglichen ihnen, Urlaub und freies Reisen zu erleben. Reisen ist Leben! Im Nebeneffekt verdienen die Camper-Besitzer sich ein schönes Zubrot.

Gleichzeitig ermöglichen wir mit unserem Konzept Camper-Fans, die sich schon immer ein Fahrzeug kaufen wollten, aber vor den Kosten zurückgeschreckt sind, sich über die Refinanzierung überhaupt erst ein eigenes zu leisten. Das ist das was ich mir immer gewünscht habe – jeden Tag etwas tun, was Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Wie würdest du PaulCamper als Arbeitgeber charakterisieren?

Flexibel und Dynamisch! Wir haben zwar ein physisches Büro, wo wir uns zwei- bis dreimal die Woche treffen, aber bei PaulCamper kann man von überall aus arbeiten. Ich möchte, dass wir das Thema Camper-Freiheit selbst leben und dazu brauchen wir alle Gelegenheiten dazu. Es ist geradezu eine Pflicht, einmal pro Quartal für mindestens eine Woche von unterwegs aus zu arbeiten.

Was macht das Unternehmen aus – und was muss ein Bewerber mitbringen?

PaulCamper steht für viele Werte, die mir auch im Privaten wichtig sind: Neben großer Flexibilität und Gestaltungsspielraum sind das vor allem Leidenschaft, Authentizität, Liebe und Respekt. Und ganz konkret auf PaulCamper bezogen: Freiheit und Abenteuer. Mittlerweile sind wir fünf Jahre alt, wachsen und gedeihen.

Hier sehe ich auch die größte Herausforderung: Wir müssen immer wieder eine Balance zwischen Schnelligkeit und nachhaltiger Entwicklung finden. Ja, wir möchten agil, flexibel und beweglich sein, aber wir brauchen auch gewisse Strukturen und die müssen wir trotz Sturm und Drang entwickeln.

Wir sind sehr offen und interessiert und vor allem „Community-enthusiastisch“. Wir stehen auf die Camper-Community und möchten so viele Menschen wie möglich zu Campern machen. Es ist mir bei der Zusammenstellung des Teams sehr wichtig, dass wir in grundlegenden Einstellungen und Werten zusammenpassen. Jeder von uns hat eine Verbindung zum Camping und bringt seine eigenen Ideen mit ein.

Was für Mitarbeiter sucht ihr momentan?

Wir suchen eigentlich in allen Bereichen immer wieder neue Crew-Mitglieder: Leadership, Marketing, Operations, Business Development und Sales. Da wir gerade eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen haben, und damit die nächste Wachstumsphase einläuten, suchen wir aktuell vor allem: Head of Marketing & Growth, Senior Performance Manager, Senior Marketing Manager Netherlands, CRM Manager, Senior BI Manager, Head of Internationalisation, CTO, Senior UX/UI Manager und Product Manager.

Wie schaut der Recruiting-Prozess aus und worauf müssen Bewerber gefasst sein?

Die Schritte sind ganz klassisch, hängen jedoch auch von der Position ab. In der Regel führt im ersten Schritt unsere Recruiterin per Telefon ein Interview, falls die Bewerbung spannend ist. Dabei verschafft sie sich ein erstes Bild und prüft soweit wie möglich den Teamfit, die Motivation und hinterfragt die angegeben Erfahrungen.

Spricht sie eine Empfehlung aus, folgen Gespräche mit dem Teamlead bzw. Head und eines mit dem Team, das erweitert werden soll.

Ich selbst führe dann ein abschließendes Gespräch und prüfe im Wesentlichen, ob die eigene Vision des Menschen mit der von PaulCamper zusammenpasst. Falls ja, super. Dann weiß ich, dass nicht viel extrinsische Motivation notwendig ist. Der ganze Prozess kann auch mit mir anfangen, wenn es um Key Hires geht. Die Gespräche mit mir finden in der Regel nicht im Büro statt, sondern eher in Cafés oder im Sommer in Parks. Vorstellungsgespräche können sonst immer sehr schnell verkrampft sein.

Nicht unwichtig ist natürlich auch der Camping- und Startup-Fit. Und wenn die Person nicht schon Camper ist, so wird sie es nach kurzer Zeit bei uns. 🙂

Wie kann sich ein Bewerber darauf vorbereiten?

Dass der Bewerber sich vorab mit uns, unserem Geschäftsmodell usw. beschäftigt hat, versteht sich von selbst. Ansonsten ist es gut, entspannt und authentisch ins Gespräch zu kommen. Wir stellen gerne Fragen, bei denen sich Bewerberinnen und Bewerber selbst reflektieren können. Fragen zur Selbsteinschätzung, zur Motivation, das interessiert uns. Wir müssen erkennen, ob jemand mit uns wachsen und sich entwickeln möchte.

Wie findet ihr denn neue Mitarbeiter – auf welchen Plattformen und Kanälen sucht ihr nach neuen Talenten?

Wir nutzen die Möglichkeit der Job-Promotion über Facebook, inklusive Facebook-Ads, außerdem Indeed, LinkedIn und XING. Sehr gut funktioniert auch das eigene Netzwerk.

Googelt ihr Bewerber?

Das kommt auf die Stelle an. Ich weiß zum Beispiel, dass unsere Marketing-Crew manchmal ihre Bewerber googelt. Wenn sich jemand als Social Media Manager bewirbt, ist es natürlich interessant, wie er oder sie sich selbst präsentiert in den sozialen Medien.

Spielt der Lebenslauf überhaupt noch eine Rolle heutzutage – in Zeiten von XING, LinkedIn und Co.?

Tatsächlich finde ich Bewerbungen, die nur aus Lebenslauf bestehen, nicht toll. Das sagt mir gar nichts. Für die Vervollständigung des ersten Bilds sind sie allerdings nicht schlecht. Parallel checke ich die beruflichen Netzwerke.

Und wie wichtig ist euch eine kreative Bewerbung?

Je ausgefallener desto besser! Aber auch eine klassische Bewerbung kommt an. Im Endeffekt geht es um den Inhalt.

Was zählt mehr: Motivation oder Lebenslauf eines Bewerbers?

Motivation, denn die kann ich nicht beibringen.

Ich glaube noch niemand hat bei uns je bei einem Bewerbungsprozess Examensnoten betrachtet. Sie spielen bei uns offensichtlich eine untergeordnete Rolle. Es ist am Ende auch nur ein Stück Papier. Wir merken in den Gesprächen schon recht schnell, ob jemand passt und unser Team bereichert.

Dirk Fehse, Gründer von PaulCamper

© Konrad Stöhr

Die Softskills stehen bei uns im Vordergrund. Denn die Hardskills kann man lernen, Softskills bringst du mit – oder eben nicht. Das können wir ja nicht trainieren. Das heißt natürlich nicht, dass Fachkompetenz nicht auch wichtig ist. Ich denke, die richtige Mischung macht es.

Welche Rolle spielt die Persönlichkeit eines Bewerbers?

PaulCamper ist aus Leidenschaft geboren und lebt dadurch. Ergo, es geht nur mit Persönlichkeit!

Was war die skurrilste Situation, die du bei einer Bewerbung erlebt hast?

Witzig war zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch, das ich in der S-Bahn auf dem Weg zum Flughafen geführt habe. Eine lustige Geschichte gibt es auch von unserer Recruiterin: Ein Bewerber hat in einem Video-Call ein schickes Hemd getragen. Als er dann aufgestanden ist, um das Ladekabel zu holen, hatte er untenrum nur eine Boxershort an.

Welches No Go bei der Bewerbung geht gar nicht?

Oh ja, da gibt es definitiv eines. Wenn wir uns die Zeit nehmen für ein Gespräch und im Vorfeld natürlich auch Unterlagen gesichtet haben, und unser Gegenüber völlig unvorbereitet auftaucht. Damit meine ich: Nicht einmal zu wissen, was PaulCamper macht. Das geht einfach gar nicht. Da fehlt es an Respekt und Achtung.

Was ist dein ultimativer Bewerbungs-Tipp für alle Kandidaten, die bei euch einsteigen wollen?

Zeig uns gleich zu Beginn deine Leidenschaft. Wir sind ein Team von sehr begeisterungsfähigen Menschen und leben für unser Thema. Wenn du Teil von unserer Geschichte sein möchtest, dann scheue dich nicht, das auch zu zeigen!

Aktuelle Stellenausschreibungen und Informationen rund um PaulCamper als Arbeitgeber gibt es unter https://paulcamper.de/jobs/.

Zur Person: Dirk Fehse
Dirk Fehse ist Gründer von PaulCamper, Deutschlands größter privater Sharing-Plattform für Wohnmobile, Camper und Co. Der studierte BWLer hatte schon immer etwas übrig für die kleinen Auszeiten im Grünen. Und das möchte er mit seinem Startup ermöglochen. Aufgewachsen ist er in einem kleinen brandenburgischen Dorf, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen. Mittlerweile lebt er in Berlin und genießt das Pulsieren der Großstadt.


Service-Info: An Ihnen ist ein Camping-Fan verloren gegangen und ein Job in dem Bereich wäre für Sie das größte? Dann empfehlen wir Ihnen einen Blick auf die ausgeschriebenen Stellen im XING Stellenmarkt zu werfen. Was Mitarbeiter oder Bewerber über PauLCamper als Arbeitgeber sagen, erfahren Sie direkt bei kununu:


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