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Der Rat der Weisen: Networking als Berufseinsteiger

Networking als Berufseinsteiger

©Caiaimage/Martin Barraud/Getty Images

Sie stehen gerade vor Ihrer ersten Bewerbung? Dann sollten Sie beginnen, ein Kontakte-Netz aufzubauen – mit diesen Expertentipps zum Networking als Berufseinsteiger.

In unser Kolumne „Der Rat der Weisen“ beantwortet eine Gruppe hochkarätiger Personal- und Karriereexperten wichtige Fragen rund um die Themen Bewerbung, Gehalt und Karriere. In dieser Folge widmet sich Sophia von Rundstedt* folgender Frage:

Sophia von Rundstedt

„Frau von Rundstedt, wie kann Networking mir schon als Berufseinsteiger helfen?“

Networking kann Ihnen auch als Berufseinsteiger den entscheidenden Vorsprung vor anderen Bewerbern verschaffen. Denn oft wissen die Mitarbeiter und Führungskräfte einer Fachabteilung von der Schaffung neuer Positionen oder internen Wechseln, die eine Nachbesetzung erfordern, schon lange bevor die Stelle offiziell ausgeschrieben wird. Dies gibt Ihnen die Chance, sich zu bewerben, noch bevor andere von der Vakanz erfahren. Auch wenn Sie sich auf Stellenausschreibungen bewerben, kann ein Gespräch mit einem „Insider“ Ihnen Infos über die Unternehmenskultur, potenzielle Vorgesetzte und Kollegen oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten geben. Geschickt eingesetzt, helfen Ihnen diese Infos, im Bewerbungsgespräch zu punkten und sich von Ihren Mitbewerbern abzusetzen.

Netzwerkkontakte, die Sie schon länger kennen, sind auch gute Ratgeber bei der Frage, ob eine bestimmte Aufgabe überhaupt zu Ihrem Qualifikationsprofil und Ihren persönlichen Werten passt. So wird es leichter, die Suche einzugrenzen und sich zu fokussieren.

„Sie haben schon jetzt ein größeres Netzwerk als Sie denken. Aktivieren Sie es.“

Also trauen Sie sich, Ihre Kontakte aktiv für die Jobsuche anzusprechen. In den Seminaren, in denen wir die Teilnehmer der Initiative Arbeiterkind.de für die Bewerbung fit machen, höre ich von Studierenden oft den Einwand: „Aber ich kenne doch kaum jemand.“ Wenn wir dann gemeinsam überlegen, erkennen die Studierenden, dass sie mehr Kontakte haben als angenommen. Oft kann eine Kontaktperson auch die Tür öffnen, um eine andere relevante Person persönlich kennenzulernen.

Denken Sie neben den offensichtlichen „Business-Kontakten“ aus Praktika und Nebenjobs während des Studiums auch an Kommilitonen, die bereits im Job sind; Eltern von Freunden, Bekannte und Trainer aus dem Sportverein. Alle diese Menschen sind in Unternehmen tätig oder haben wiederum Bekannte und Verwandte, die berufstätig sind. Die Erfahrung unserer Klienten bestätigt, dass die meisten Menschen gern bereit sind, ihr Wissen zu teilen und mit Tipps beim beruflichen Fortkommen zu unterstützen.“

*Die Weise: Sophia von Rundstedt leitet ihr gleichnamiges Familienunternehmen als CEO und alleinige Geschäftsführerin seit 2011. Die Beratungsfirma zählt zu den führenden Experten in der Karriereberatung und ist Marktführer im Bereich Outplacement. Seit drei Jahrzehnten berät von Rundstedt Unternehmen und Einzelpersonen bei beruflichen Veränderungsprozessen und Karriereentwicklung. von Rundstedt hilft Menschen dabei, sicher und zügig einen neuen, passenden Job zu finden. Unternehmen schätzen die Unterstützung in der anständigen und verantwortungsvollen Gestaltung von Trennungsprozessen.


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