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Mit gutem Klout-Score leichter zum digitalen Traumjob?

Ein guter Klout-Score kann bei bewerbungen für digitale Jobs sehr hilfreich sein

©Screenshot: CONE

Wer sich für Jobs in Branchen wie Marketing, Social Media oder Medien bewirbt, kann von Personalchefs per sogenanntem Klout-Score über seine digitalen Fähigkeiten gecheckt werden. Wir erklären, wie Sie davon profitieren können. 

Wie hoch ist Ihr Einfluss im Netz? Sind Sie sehr aktiv in den sozialen Diensten? Kommen Ihre Posts und Kommentare gut in der Userschaft an?  All das lässt sich über den „Klout-Score“ ermitteln. Für Personalverantwortliche in bestimmten Branchen ist der Service ein – nicht unumstrittenes – Tool, um herauszufinden, wie internetaffin und einflussreich ein Bewerber ist.

Bessere Bewertung durch geteilte Inhalte

Ermittelt wird dieser Klout-Score von einer Software, die das gleichnamige Unternehmen Klout in San Francisco entwickelt hat. Dabei leitet sich der Name „klout“ vom englischen Wort „clout“ ab, das so viel bedeutet wie Schlagkraft. Das Ergebnis, wie schlagkräftig Sie als einzelner Nutzer eben sind, wird anhand verschiedener Faktoren und mittels eines Algorithmus berechnet. So berücksichtigt Klout etwa die Anzahl Ihrer Freunde und Follower. Doch auch die Frage, wie oft Ihre Beiträge geliked und geteilt werden, fließt mit in die Berechnungen ein. Dazu kommt: Wer in sozialen Netzwerken Freunde und Follower hat, die ihrerseits viel teilen, geteilt werden und dadurch einen gewissen Einfluss auf die Crowd ausüben, profitiert auch davon.

Der Klout-Score reicht von 0 bis 100. Je höher die Punktzahl, desto größer ist Ihr Einfluss in den sozialen Netzwerken. Der durchschnittliche Score liegt um die 40. Diese Punktzahl gilt als solide und völlig in Ordnung. Mehr schaffen in der Regel nur erfahrene Blogger oder bekannte Persönlichkeiten. Zum Vergleich: Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat ein Ergebnis von 99. Spitzenreiter war lange Zeit Teenie-Idol Justin Bieber mit 100.

Die Methode des Klout-Score ist geheim

Wie der Algorithmus genau funktioniert, ist nicht bekannt und ein gut gehütetes Geheimnis. Bekannt ist jedoch, dass der Berechnung insbesondere die Interaktionen bei Facebook, Twitter, Instagram und Google+ zugrunde gelegt werden. Doch auch andere Plattformen haben eine Aussagekraft. Auf Basis der einzelnen Ergebnisse zieht die Software Rückschlüsse hinsichtlich des Einflusses, den Sie in sozialen Netzwerken haben. Und das ist insbesondere für Personaler interessant, die Stellen besetzen möchten, für die das Thema Meinungsbildung relevant ist. Zum Beispiel, wenn es darum geht, gute Online-Marketingexperten oder erfahrene Social-Media-Manager zu finden.

In den USA gibt es für besonders einflussreiche Personen oft „Perks“, spezielle Vergünstigungen. So erhalten besonders erfolgreiche Influencer, also sehr gut gerankte Menschen, beispielsweise von einer Hotelkette automatisch eine bessere Zimmerkategorie, als sie eigentlich gebucht haben. Das Unternehmen erhofft sich davon, dass es durch den Einfluss der jeweiligen Personen im Netz noch populärer wird. Nämlich dann, wenn Hotelgäste sich in sozialen Netzwerken positiv zum Aufenthalt im Hotel äußern und so Meinungen bilden. Das Prinzip funktioniert ein wenig so wie die Produktempfehlungen der Blogger: Wer besonders viele Follower hat, erhält Gratis-Produkte von Firmen, die er im Gegenzug vorstellt.

Doch auch auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt ist der Klout-Score schon zu einem wichtigen Instrument geworden, das vielfach mitentscheidend dafür ist, ob ein Bewerber einen Job bekommt oder nicht. Oft verweisen Kandidaten deshalb schon in der schriftlichen Bewerbung auf ihren Klout-Wert.

In Deutschland hingegen ist der Klout-Score noch nicht so bekannt und wird noch oft kritisch gesehen. So sagt er Kritikern zufolge wenig über die eigentlich relevanten Kompetenzen und Fähigkeiten einer Person aus. Und auch hinsichtlich des Themas Datenschutz gibt es Bedenken. So werden Sie als Nutzer sozialer Netzwerke automatisch bewertet. Dem müssen Sie nicht einmal zugestimmt haben. Geht es um das Ranking des eigenen Twitter-Accounts, ist dieses auf der Klout-Plattform sogar öffentlich für jeden Nutzer einsehbar. Möchten Sie dies verhindern, müssen Sie dem offiziell widersprechen. Wollen Sie Ihre Punktzahl hingegen positiv beeinflussen, registrieren Sie sich bei Klout und verbinden Sie alle sozialen Netzwerke, in denen Sie aktiv sind, mit Ihrem Klout-Score.

Text: Daniela Lukaßen-Held


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