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Das sind die besten (Job-)Vorsätze für 2020 – inklusive Umsetzung

Das sind gute Neujahrsvorsätze - und so erreichen Sie sie.

© erhui1979 / Getty Images

So gut wie jeder hat fürs neue Jahr gute Vorsätze. Doch die meisten davon geraten spätestens nach wenigen Wochen in Vergessenheit. Hier kommen wirklich sinnvolle (und umsetzbare!) Vorsätze für das (Berufs-)Jahr 2020.

Es gibt Menschen, die boykottieren mittlerweile bewusst die Tradition der guten Vorsätze. Zu groß ist die Frustration, dass diese Vorhaben sowieso stets im Sand verlaufen und daher ist es einfacher, nichts ändern zu wollen – richtig? Falsch! Denn Weiterentwicklung ist wichtig, sei es als Persönlichkeit oder im Beruf. Jeder Mensch sollte daher kurz-, mittel- und langfristige Ziele haben, um das Beste aus sich herauszuholen und motiviert zu sein, überhaupt am Morgen aufzustehen. Der Jahreswechsel stellt somit eine optimale Gelegenheit dar, um Ihre bestehenden Ziele auf den Prüfstand zu stellen:

  • Welche Ziele habe ich erreicht und welche (noch) nicht?
  • Weshalb habe ich sie nicht erreicht?
  • Sind sie überhaupt noch aktuell?
  • Wie haben sich meine Ziele verändert?
  • Welche neuen Ziele habe ich für das kommende Jahr?

Nutzen Sie daher das Ende des Jahres, um die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen und Ihre Vorsätze für das neue Jahr zu überdenken.

Welche Vorsätze sind im Beruf sinnvoll?

Die Antwort auf die Frage, ob Vorsätze zum neuen Jahr überhaupt sinnvoll sind, lautet also „Ja“. Allerdings kommt es auf die Art Ihrer Ziele an. Es gibt nämlich Vorhaben, die Sie privat oder beruflich nicht wirklich weiterbringen und Ihnen somit nur unnötige Energie rauben. Das gilt vor allem für Ziele, welche extrinsisch motiviert sind. Nehmen wir an, Sie werden gemobbt, weil Sie angeblich zu dick seien. Wenn Sie nun – nur, um den anderen etwas zu beweisen – abnehmen, wird Sie das nicht glücklicher machen und das Vorhaben ist vermutlich nicht langfristig von Erfolg gekrönt. Möchten Sie hingegen aus eigenen Gründen abnehmen, zum Beispiel Ihrer Gesundheit oder Ihrem Wohlbefinden zuliebe, ist dieser Vorsatz durchaus sinnvoll und die Erreichung dieses Ziels wird Sie glücklicher sowie selbstbewusster machen. Dieses ist nur ein Beispiel von vielen, denn die Gewichtsabnahme steht für zahlreiche Menschen jedes Jahr ganz oben auf ihrer Liste der guten Vorsätze.

Wenn Sie nun nach guten Vorsätzen für das nächste Jahr suchen, fragen Sie sich also, was Sie (!) wirklich wollen und weshalb. Was möchten Sie beispielsweise im Beruf erreichen? Was wollen Sie als Persönlichkeit schaffen? Wo möchten Sie am Ende des Jahres 2020 stehen? Welche Vorsätze wirklich sinnvoll sind und welche nicht, hängt demnach von Ihrer intrinsischen Motivation ab. Sie sollten nichts tun, um anderen Menschen oder sich selbst etwas zu beweisen – sondern nach Lebensglück und Gesundheit streben. Für manche Menschen bedeutet das zum Beispiel „Downshifting“, um mehr Zeit mit der Familie zu haben, für andere die Beförderung. Die einen möchten die Welt verbessern und durch ihre Arbeit das Klima schützen oder Menschen ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Die anderen wollen den technologischen Fortschritt vorantreiben und sich als Spezialist auf ihrem Fachgebiet weiterentwickeln. Die Möglichkeiten sind beinahe endlos.

Beispiele für wirklich gute Ziele im Jahr 2020

Sie müssen daher selbst herausfinden, was Sie glücklicher sowie gesünder machen wird. Übertreiben Sie es außerdem nicht mit den Zielen, sondern nehmen Sie sich beispielsweise ein bis zwei, maximal aber drei bis fünf gute Vorsätze für das kommende Jahr. Blicken Sie dabei auch über den Tellerrand hinaus und fragen Sie sich, inwiefern Sie anderen etwas Gutes tun können – zum Beispiel Ihrer Familie, Ihren Freunden, der Gesellschaft im Gesamten oder der Umwelt und den Tieren. Ihre Liste der Ziele für das Jahr 2020 könnte daher zum Beispiel wie folgt aussehen:

  • Beruflicher Fortschritt in eine Führungsposition.
  • Mehr Ruhezeiträume zur Entspannung, um den Stress zu reduzieren.
  • Mindestens ein Tag „Familienzeit“ pro Woche – ganz ohne Arbeit.
  • Mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz fahren für mehr Bewegung und Umweltschutz.
  • Ihre Ängste überwinden und bei einem Kongress als Speaker auftreten.

Ihre guten Vorsätze können und sollten sich also zwar auch auf den Beruf beziehen, aber eben nicht nur. Viele Veränderungen in Ihrem Inneren werden sich ohnehin auf den Job auswirken, denn dort bestehen zahlreiche Wechselwirkungen. Wenn Sie beispielsweise glücklicher, selbstbewusster und gesünder sind, werden Sie auch auf der Arbeit bessere Leistungen erbringen und erfolgreicher werden. Erstellen Sie also Ihre eigene Liste.

Vorsätze in die Tat umsetzen – aber wie?

Für viele Menschen ist es eigentlich kein Problem, überhaupt gute Vorsätze zu entwickeln. Sie haben schließlich viele Wünsche, wie sie ihr Leben oder sich selbst „optimieren“ könnten. Schwieriger ist jedoch oftmals, diese Vorhaben zu filtern und auf die wenigen, wirklich wichtigen Ziele zu reduzieren. Das ist also die Herausforderung, die zum Jahresende an Sie gestellt wird. Haben Sie schließlich Ihre maximal fünf guten Vorsätze entwickelt, müssen Sie diese „nur“ noch in die Tat umsetzen. Genau hierbei scheitern aber die meisten Menschen Jahr für Jahr. Was also können Sie tun, damit Ihren das 2020 nicht (wieder) passiert?

  • Definieren Sie Ihre Ziele so konkret wie möglich. Nehmen Sie sich also nicht nur vor, Gewicht zu verlieren, sondern planen Sie stattdessen direkt drei Feierabende pro Woche für das Fitnessstudio ein und vereinbaren Sie einen Termin mit einem Ernährungsberater. Denken Sie von Vornherein an den Weg und nicht an das Ziel.
  • Nutzen Sie am besten die sogenannte SMART-Formel, um Ihre Vorsätze so greifbar wie möglich zu machen. Definieren Sie damit, was Sie bis wann erreichen möchten, welche Ihre Motivation ist und wie Sie Ihre Erfolge messen werden. Tragen Sie konkrete Termine in Ihren Kalender ein, um Ihre Fortschritte sowie Zielerreichung zu überprüfen.
  • Setzen Sie sich dabei auch Zwischenziele. Sie möchten im kommenden Jahr eine Führungsposition einnehmen? Dann tragen Sie sich beispielsweise ein, dass Sie bis Februar das aktuelle Projekt erfolgreichen abschließen, im März eine Fortbildung im Bereich Führung belegen, im April nach einem Zwischenzeugnis fragen und im Mai eine Führungsrolle übernehmen möchten. Beachten Sie dabei natürlich, ob diese Ziele in Ihrer aktuellen Position realistisch sind. Sollten Sie zum Beispiel bis Juni nicht die gewünschte Beförderung erhalten oder zumindest in Aussicht haben, sehen Sie sich ab Juli nach einem neuen Job um…so oder so ähnlich kann ein konkretes Ziel aussehen.

Ein Extra-Tipp zum Schluss…

Zuletzt sollten Sie noch verstehen, weshalb die Sache mit den guten Vorsätzen oftmals so schwerfällt: Schuld daran ist das Belohnungssystem in Ihrem Gehirn, denn dieses bevorzugt stets die sofortige Belohnung gegenüber jener in der Zukunft – zum Beispiel also den Verzehr von Schokolade jetzt anstelle des besseren Wohlbefindens in der Zukunft und das Sofa nach Feierabend, anstatt sich noch zu einem Fernstudium aufzuraffen, oder so ähnlich. Was Sie also tun müssen, um Ihre guten Vorsätze im kommenden Jahr erfolgreich umzusetzen, ist, Ihr Gehirn „auszutricksen“. Belohnen Sie sich dafür, wenn Sie Ihre Vorsätze einhalten. Wenn Sie dementsprechend nach Feierabend noch zwei Stunden lernen, kuscheln Sie sich anschließend mit einem Eis auf das Sofa und sehen eine Folge Ihrer Lieblingsserie an. Oder wenn Sie tatsächlich dreimal pro Woche ins Fitnessstudio gehen, gönnen Sie sich dafür am Samstag einen Entspannungstag in der Sauna. Finden Sie eine individuelle Belohnung, die Sie ausreichend motiviert, um Ihre guten Vorsätze real werden zu lassen.

Die gute Nachricht lautet: Nur rund 66 Tage müssen Sie das durchhalten und Ihr Gehirn „austricksen“, dann haben sich neue Verknüpfungen gebildet. Ihre veränderte Routine ist also zur Gewohnheit geworden und fällt plötzlich viel leichter. Alte Routinen sind hingegen in Vergessenheit geraten. Zudem sehen Sie vermutlich schon erste kleinere oder größere Erfolge, welche Ihnen zeigen, dass Sie sich auf dem richtigen Weg befinden und Sie dadurch zusätzlich motivieren. Nehmen Sie sich also lieber nur einen Vorsatz, anstatt zu viele, und verfolgen Sie diesen mit Disziplin. So werden Sie am Ende nicht nur Ihre Vorsätze in die Tat umsetzen, sondern zugleich mehr Willenskraft sowie Selbstbewusstsein haben – auch für neue Ziele in der Zukunft. Viel Erfolg!


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