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So meistern Sie die 5 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch

Häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch

@Getty Images

„Was sind Ihre Stärken?“ „Warum möchten Sie hier arbeiten?“ Hier sind die 5 häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch und wie Sie darauf antworten sollten –  und wie besser nicht.

Die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch beginnt mit der Überlegung: „Was werde ich wohl gefragt – und was antworte ich?“ Was viele dieser Gespräche, die darüber entscheiden sollen, wer der beste Kandidat für den Job ist, so quälend macht, sind gemeine Fragen nach Schwächen oder solche wie „Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?“

Download: Checkliste Fragen im Vorstellungsgespräch

Starten Sie mit Selbstvertrauen und Souveränität ins Vorstellungsgespräch. Wir stellen insgesamt 101 typische Fragen vor und verraten Ihnen exklusiv das Frageziel des Interviewers für eine perfekte Vorbereitung.

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Auch wenn die folgenden Fragen Ihnen teils klischeehaft oder langweilig erscheinen mögen – auch 2017 werden sie überall in der Welt noch gestellt. Also stellen Sie sich besser darauf ein! Und nicht vergessen: Bewerber erhöhen ihre Jobchancen, wenn sie im Vorstellungsgespräch selbst Fragen stellen. Und die dürfen auch originell sein.

„Erzählen Sie doch etwas über sich!“

Diese klassische Einstiegsfrage zählt immer noch zu den am häufigsten, die ein Gespräch einleiten. Also bitte nicht anfangen zu lachen, wenn sie gestellt wird.

So antworten Sie richtig:

  • Sprechen Sie nur Dinge an, die sich auf die Arbeitsstelle beziehen, für die Sie sich beworben haben – wie Berufswahl und –erfahrung, Qualifikationen. Außerdem: Wo Sie beruflich stehen, und was Sie aus den bisherigen Jobs gelernt haben.
  • Halten Sie Ihre Antwort kurz, kommen Sie auf den Punkt und erzählen Sie nicht Ihre ganze Lebensgeschichte.
  • Bereiten Sie sich gut vor und informieren Sie sich darüber, welche Qualifikationen und Stärken diese spezielle Firma sucht, die Sie einstellen soll. Überlegen Sie für diese Kriterien Ihre dazu passenden Eigenschaften und Expertise. Für eine schnelle Recherche eignet sich am besten die Unternehmenswebsite.

Und so nicht:

  • Keine langen Geschichten aus dem Leben erzählen: Der Personaler möchte nicht hören, wo man aufgewachsen ist, und was man als Kind gern gespielt hast. Allerdings auch nicht nur biographische Daten aufführen, die im Lebenslauf stehen. Das wird schnell langweilig.
  • Keine Erfahrungen aufführen, die nichts mit der Jobbeschreibung zu tun haben.

„Warum sollten wir Sie einstellen?“

Das ist definitiv eine der häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch – deren Antwort die großartige Möglichkeit gibt, sich von den anderen Bewerbern abzuheben und zu zeigen, welche Gewinn man für die Firma sein könnte.

So antworten Sie richtig:

  • Bedenken Sie die Stellenanzeige und recherchieren Sie im Vorwege, welche Probleme das Unternehmen aktuell zu lösen hat: Erwähnen Sie Ihre Stärken und machen Sie deutlich, warum ausgerechnet Sie der richtige Kandidat sind, indem Sie schildern, wie die Herausforderungen des Unternehmens angegangen werden.
  • „Ich biete Ihnen ein breites Know-How in …“: Eine „Erfolgsgeschichte“ erzählen, die zeigt, dass die erforderlichen Qualifikationen mitgebracht werden.

So nicht:

  • Nicht davon entmutigen lassen, wenn der Personaler erwähnt, dass „sie schon viele hochqualifizierte Bewerber haben“, bevor die Frage gestellt wird. Keine falsche Bescheidenheit, bitte. Diese klassische Vorstellungsgespräch-Frage bietet die Chance zu glänzen! Stechen Sie hervor!
  • Auf der anderen Seite: nicht übertreiben, denn das kann schnell arrogant wirken.
  • Wischi-Waschi vermeiden. Nicht zu allgemein bleiben, je konkreter desto besser.

 „Was sind Ihre Stärken?“

Das ist eine recht einfach zu beantwortende Frage. Sprechen Sie über Ihre Stärken, die für das Unternehmen von Nutzen sein können.

So antworten Sie richtig:

  • Das ist DIE Gelegenheit, eindrucksvolle Erfolgsgeschichten zu schildern. Also nutzen Sie die Chance!
  • Nennen Sie zu jeder Stärke ein Beispiel aus Ihrem Berufsleben: Heben Sie eine Fähigkeit hervor, die für die Position entscheidend ist.

So nicht:

  • Konzentrieren Sie sich auf den beruflichen Aspekt der Frage, Persönliches sollte weniger erwähnt werden.
  • Geben Sie nichts vor, dass Sie nicht mit einem kurzen Beispiel oder einer Tatsache illustrieren können.
  • Keine Stärke erwähnen, die nichts mit der künftigen Arbeitsstelle zu tun hat.
  • Weder zu bescheiden noch Superman sein!

„Was ist Ihre größte Schwäche?“

Diese klassische Frage ist für viele Bewerber ein Horror. Das muss es aber nicht! Jedenfalls solange man sich keine Schwäche aussucht, die eine Kernkompetenz für den Job ist … Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Das wissen natürlich auch Personaler.

So antworten Sie richtig:

  • Zeigen Sie, dass Sie sich Ihrer Schwäche bewusst sind und sie dabei sind, sie zu besiegen.
  • Überlegen Sie sich eine ehrliche Antwort, die zunächst die Schwäche einräumt und mit einem „aber“ die Stärke gleich mitliefert.
  • Beispiel: „Ich kann nur schwer anderen etwas abschlagen. Aber bei Angelegenheiten, die das Unternehmen angehen, habe ich gelernt ‚nein’ zu sagen, denn es betrifft ja nicht nur mich.“

So bitte nicht:

  • Floskeln wie „ich bin ein Perfektionist“ oder „ich arbeite manchmal zu viel“ vermeiden.
  • Weichen Sie der Frage nicht aus.

„Warum möchten Sie ausgerechnet für uns arbeiten?“

Hier gilt es zu zeigen, dass man ein Teil der „Unternehmensfamilie“ werden möchte. Dem Personaler möchte erfahren, hat sich der Bewerber/die Bewerberin mit der Stelle und dem Unternehmen auseinandergesetzt und sich ausreichend über die Aufgaben informiert?

So ist es richtig:

  • Machen Sie deutlich, dass Sie sich über das Unternehmen informiert haben.
  • Sprechen Sie darüber, was Ihnen am Unternehmen gefällt.
  • Machen Sie ein Kompliment. Aber auch hier gilt: Nicht zu viel des Guten!
  • Zeigen, dass die persönlichen Stärken exakt auf das Jobprofil passen.

So leider nicht:

  • Nichts sagende Phrasen wie „die Stellenausschreibung hat mich neugierig gemacht“ meiden.
  • Bitte nicht witzig werden. Antworten wie „ich brauche das Geld“ kommen selten gut an.

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