Das passt! So profitieren Bewerber vom "Employer Branding"

Auch Bewerber können vom Employer Branding eines Unternehmens profitieren

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Wofür steht mein Wunschunternehmen? Bewerber, die sich mit dem Employer Branding eines möglichen Arbeitgebers auseinandersetzen, können entscheidend punkten.

Die Arbeitgebermarke ist heute wichtiger als je zuvor. Sie hat maßgeblichen Einfluss auf das Image eines Unternehmens. Insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels ist ein gut durchdachtes Employer Branding für Arbeitgeber somit zu einer wichtigen und unverzichtbaren Aufgabe geworden. Die Ausbildung einer klaren und unverkennbaren Arbeitgebermarke bringt dabei verschiedene Vorteile mit sich:
  • Unternehmen können ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern: Für Unternehmen ist es häufig schwer, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und sich beim Recruiting gegen Mitbewerber durchzusetzen. Aus diesem Grund spielt die Herausbildung einer Arbeitgebermarke eine bedeutende Rolle. Denn eine gute Employer Brand ermöglicht es einem Unternehmen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren und gute Beschäftigte für sich zu gewinnen.
  • Arbeitgebern gelingt es, Mitarbeiter zu binden: Mithilfe von Employer Branding können Mitarbeiter an das Unternehmen gebunden werden. Die Beschäftigten sollen sich zugehörig fühlen, motiviert werden und stolz darauf sein, für das Unternehmen zu arbeiten. Damit dies gelingt, ist es für Unternehmen bedeutsam, Zeit für die Definition der eigenen Marke aufzuwenden und diese bekannt zu machen.

Employer Branding hilft herausfinden, ob der Job passt

Doch nicht nur Unternehmen profitieren, wenn sie in die Bildung einer Arbeitgebermarke investieren. Auch für Bewerber ist es notwendig, sich mit der Employer Brand des Unternehmens zu befassen, für das sie gerne tätig werden wollen. Denn das Wissen um das, was das Unternehmen einzigartig macht, verschafft Ihnen klare Vorteile im Bewerbungsverfahren:
  • Passen Sie Ihr Profil an: Arbeitgeber wünschen sich Beschäftigte, die zum Unternehmen passen, die loyal sind und die Unternehmensziele und -werte teilen und vertreten. Wenn Sie die Arbeitgebermarke des Unternehmens kennen und wissen, was diesen Arbeitgeber von anderen unterscheidet und welche seine Alleinstellungsmerkmale sind, gelingt es Ihnen, sich in Ihren Bewerbungsunterlagen auf diese zu beziehen. Schärfen Sie Ihr Profil entsprechend und verdeutlichen Sie, dass Sie die Employer Brand verstanden haben und sich mit dieser identifizieren können.
  • Bringen Sie die Werte des Unternehmens mit sich in Verbindung. Der Arbeitgeber engagiert sich sozial? Erklären Sie, warum Ihnen dies wichtig ist, und geben Sie Beispiele Ihres sozialen Engagements. Wichtig ist, dass diese immer der Wahrheit entsprechen. Doch nicht nur inhaltlich, auch sprachlich sollten Sie Ihre Bewerbung der Arbeitgebermarke anpassen. Eine Agentur, die sich betont modern gibt, bei der ein lockerer Ton herrscht und die dieses Bild auch nach außen vermittelt, erwartet sicherlich einen anderen sprachlichen Stil als ein sehr konservatives Unternehmen.
  • Sie stechen aus der Masse heraus: Können Sie in Ihrer Bewerbung und im Vorstellungsgespräch Bezug zur Arbeitgebermarke nehmen, zeigen Sie, dass Sie sich mit dem Unternehmen beschäftigt haben und dass Sie ein großes Interesse an dem Arbeitgeber haben. Dies verschafft Ihnen einen Vorteil.
  • Sie finden heraus, ob das Unternehmen zu Ihnen passt: Wenn Sie sich mit der Arbeitgebermarke eines Unternehmens befassen, merken Sie schnell, ob Sie sich vorstellen können, dort beschäftigt zu sein.
Doch seien Sie vorsichtig: Nicht immer stimmt das vom Arbeitgeber vermittelte Bild mit der Realität überein. Imagefilme und die Firmenwebsite sind nicht generell aussagekräftig. Alleine auf die vom Unternehmen vermittelte Arbeitgebermarke sollten Sie sich also nicht verlassen. Recherchieren Sie mithilfe von Arbeitgeberbewertungen im Internet oder verfolgen Sie die Social-Media-Auftritte der Firma und das, was Beschäftigte möglicherweise über den Arbeitgeber sagen. Nur so finden Sie heraus, ob Sie tatsächlich für dieses Unternehmen tätig werden wollen. Verstehen Sie die Employer Brand eines Arbeitgebers, haben Sie diese kritisch analysiert, können Sie diese mittragen und hinter der Marke stehen, ist dies also eine gute Ausgangsposition. Und letztlich profitieren beide Seiten. Text: Daniela Lukaßen-Held
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19.12.2017