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Bewerbungsgespräch beim Lunch: Bitte keinen Kiba!

Bewerbungsgespräch beim Lunch

©Radius Images / Getty Images

Wenn der Wunschchef zum Lunch lädt, sind viele Bewerber verunsichert. Tatsächlich kann beim gemeinsamen Essen einiges schiefgehen. Aber nicht mit unseren Tipps.

Auf den ersten Blick ist eine Einladung zu einem „Bewerbungslunch“ ja eine nette Sache. Die Atmosphäre in einem Restaurant ist meistens angenehmer als im Chefbüro, beim Hantieren mit Gläsern, Messer und Gabel geht es etwas lockerer zu. Aber Vorsicht: Wer sich beim Lunch-Date zu sicher fühlt, bekommt schnell Probleme.

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Denn ein Mittagessen offenbart Teile des Charakters, die – zumindest in Augen von Chefs – Rückschlüsse auf den Bewerber insgesamt zulassen: Wie entschlussfreudig ist man bei der Wahl der Speisen? Benimmt man sich dem Personal gegenüber höflich? Hält man Maß bei Speisen, Getränken und Plaudereien? Bewerbung.com hat die wichtigsten Lunch-Verhaltensregeln für Bewerber zusammengestellt.

Die Do’s and Don’ts für das Bewerbungsgespräch beim Lunch

1. Vorab über das Menu informieren

Die Speisekarten der meisten Restaurants sind mittlerweile online einzusehen. Nutzen Sie diesen Vorteil und entscheiden sich schon zuhause für ein Gericht. Allerdings dürfen Sie das natürlich nicht vor Ort verraten. So wirken Sie sicher und entscheidungsfreudig.

2. Das richtige Outfit

Auch, wenn der Chef oder Personaler ein sehr edles Restaurant ausgesucht hat – kommen Sie trotzdem in ihrem Business-Outfit. Zuviel Schmuck, Parfum oder besonders schicke Garderobe wirken deplatziert. Hier geht es schließlich immer noch ums Geschäft.

3. Handy aus

Sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht, wie viele Personalchefs berichten: Das Smartphone gehört natürlich während des gesamten Lunchs am besten komplett abgeschaltet in die Handtasche oder das Jacket.

4. Nichts Kompliziertes bestellen

Dazu gehören alle Arten von Suppen, Nudel- oder andere Gerichte mit sehr viel Sauce. Aber auch Fische (wenn es kein Filet ist) oder ein halbes Hähnchen (mit Messer und Gabeln!) können gemeine Stolperfallen am Tisch werden.

5. Kein Alkohol! Keinen Tropfen!

Ganz wichtig, auch wenn man bei der Aufregung gerne ja sagen würde: Alkohol ist bei einem Bewerbungslunch absolut tabu. Weder der Prosecco vorher, die Weinschorle oder das Bier zum Essen, noch der Digestif sind erlaubt. Mit einem „Nein“, auch auf Nachfrage, zeigen Sie Klarheit und Fokussierung.

6. Bitte nicht stopfen

Egal ob aus Nervosität oder weil das Essen so gut ist: Vermeiden Sie auf jeden Fall den Eindruck von Maßlosigkeit. Ein Stück Brot vor dem Essen ist okay, das zweite schon möglicherweise nicht mehr. Wenn Beilagen wie Kartoffeln oder Reis zur Selbstbedienung aufgetischt werden, bedienen Sie sich bitte nur einmal, und das auch nur in Maßen. Und auch auf das Dessert sollten Sie sicherheitshalber verzichten – es sei denn, der Chef fordert Sie ausdrücklich dazu auf.

7. Keine Extrawünsche oder Exotisches

„Sind die Kartoffeln auch nicht zu mehlig?“ – „Kann ich die Nudeln so richtig al dente haben?“ – „Ich nehme einen Kiba zum Hauptgang“.  Mit solchen und ähnlichen Fragen und Wünschen irritieren Sie nicht nur den Kellner, sondern auch Ihr Gegenüber. Und so sehr Ihnen der Kirsch-Bananen-Saft zum Steak gegönnt sei – halten Sie mit Ihren persönlichen, exotischen Geschmacksvorlieben bitte noch ein wenig hinterm Berg.

8. Small-Talk ja, Plaudern nein

Ein Lunch-Date als Vorstellungsgespräch hat den Vorteil, dass die Anspannung in den meisten Fällen niedriger ist, als im Unternehmen. Oft aber geraten Bewerber dabei so ins Tratschen, als ob sie mit ihren besten Freunden zusammensäßen. So mancher hat sich so schon um Kopf und Kragen geplaudert, mit überflüssigen Details aus dem Privatleben oder dem Bashing über den vorherigen Boss. Beides kommt gar nicht gut an.

9. Stilsicherheit

Die wichtigsten Etikette-Regeln sollten Ihnen tatsächlich vertraut sein, aber Stilsicherheit bedeutet noch ein bisschen mehr. Dazu gehört vor allem der respektvolle Umgang mit dem Restaurantpersonal und die Konzentration auf den Gegenüber, selbst in einem noch so wuseligen Lokal. Auch die richtige Lautstärke (Hört der Nachbartisch mit?) und der freundliche Dank für die Einladung sind wichtig, wenn Ihr erster Lunch mit dem Chef nicht der letzte gewesen sein soll.


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