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Jobsuche deluxe: Bewerben mit eigener Homepage

Tipps für eine gute Bewerbungshomepage

© Corbis

Liebevoll zusammengestellte Bewerbungsmappen waren gestern. Wer im Digitalzeitalter richtig beeindrucken will, bewirbt sich mit einer eigenen Homepage. Das Beste daran: Dafür müssen Sie nicht mal programmieren können.

Das Wichtigste in 15 Sekunden

  • Eine Bewerbungshomepage hat eine gewaltige Reichweite.
  • Sie können sie ohne Programmierkenntnisse erstellen.
  • Nutzen Sie mediale Möglichkeiten wie Videos.
  • Verbreiten Sie Ihre neue Webseite.

Engagierte Bewerber nutzen technische Möglichkeiten, um auf sich aufmerksam zu machen. Zum Beispiel eine eigene Bewerbungshomepage. Dort können Sie alle Informationen hinterlassen, die ein Unternehmen davon überzeugt, Sie einzustellen – vom Lebenslauf bis zum Vorstellungsvideo. Zugegeben: Für seine Bewerbung eine eigene Homepage zu errichten, ist die Königsdisziplin. Doch die Mühe kann sich lohnen. Denn kaum etwas ist beeindruckender – wenn sie gut gemacht ist.

Alle, die sich vor dem technischen Aufwand scheuen, können wir beruhigen. Auch ohne eigene Homepage ist eine überzeugende Bewerbung möglich. Wer es sich ganz einfach machen will, der nutzt unsere kostenlosen Editoren zum Erstellen von Anschreiben und Lebenslauf:
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Alle anderen lesen hier weiter. Wenn Sie zwar Lust auf eine eigene Bewerbungshomepage haben, aber noch einen kleinen Motivationsschub für die Umsetzung brauchen, sollten Sie sich diese Vorteile genau durchlesen:

  • Gigantische Reichweite: Ihre Homepage lässt sich von jedem Gerät mit Internetzugang aufrufen, sei es ein Smartphone, Tablet oder Laptop. Sie können tausende Unternehmen erreichen – ohne eine einzige Bewerbung zu verschicken. (Wie Sie die Unternehmen auf Ihre Seite locken, lesen Sie im letzten Abschnitt des Artikels)
  • Passive Bewerbung: Anstatt selbst nach Jobs zu suchen, können Sie den Spieß umdrehen und von Arbeitgebern gefunden werden.
  • Gestaltungsfreiheit: Während Sie in Bewerbungen auf Papier oder im Onlineformular an die vorhandenen Darstellungsmöglichkeiten gebunden sind, können Sie eine Bewerbungshomepage mit dem nötigen Wissen sehr frei gestalten.
  • Mediale Vielfalt: Auf Ihrer Homepage müssen Sie sich selbstverständlich nicht auf Texte und ein Porträtfoto begrenzen. Sie können beispielsweise ein Video einbinden, auf dem Sie sich vorstellen. So haben Unternehmen gleich einen viel besseren Eindruck von Ihnen.

Eine Frage der Technik

Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen man Informatik studieren musste, um seine eigene Homepage online zu bringen. Mittlerweile gibt es zahllose Anbieter, die einem nicht nur den nötigen Speicherplatz zur Verfügung stellen, sondern auch ganze Baukästen liefern, mit denen man seine Internetseite Stück für Stück zusammenbauen kann – ohne eine einzige Zeile programmieren zu müssen.

Auf welchen Dienstleister Sie dabei zurückgreifen, bleibt Ihnen überlassen. Große Anbieter wie WordPress stellen kostenlos Speicherplatz zur Verfügung. Allerdings können Sie die Adresse Ihrer Internetseite dann nicht frei wählen. Wer es professioneller angehen will, sollte sich eine eingehende Domain registrieren, beispielsweise www.vorname-nachname.de oder www.berufsbezeichnung-wohnort.de. Das hat den Vorteil, dass die Adresse prägnanter ist und kostet nur eine geringe jährliche Gebühr von wenigen Euros.

Der richtige Inhalt

Kommen wir zum wesentlichen Teil einer Bewerbungshomepage: dem Inhalt. Was sollten Sie der Welt auf Ihrer Internetseite zeigen? Zunächst ist es wichtig, eines klarzustellen: Wenn Sie eine Homepage dafür nutzen wollen, einen Job zu finden, sollten Sie sie auch ausschließlich dafür nutzen. Wenn Sie dort gleichzeitig die schönsten Urlaubsbilder mit Ihren Freunden teilen oder über Ihren Fußballverein bloggen, verwirrt das alle Besucher – die Fußballkollegen genauso wie den Personaler Ihres Wunschunternehmens.

Eine gute Bewerbungshomepage enthält stattdessen:

  1. Informationen zu Ihrer Ausbildung: Der Aufbau orientiert sich an dem Ihres Lebenslaufs. Erzählen Sie also rückwärts und beginnen mit Ihrem letzten Abschluss.
  2. Berufserfahrung: Hier gilt dieselbe Reihenfolge. Sie haben auf Ihrer Internetseite zwar theoretisch mehr Platz zur Verfügung, praktisch sollten Sie ihn aber nicht ausnutzen. Ein Besucher sollte nicht mehrere Seiten nach unten scrollen müssen, um die interessantesten Informationen zu finden.
  3. Arbeitsproben: Egal in welcher Branche Sie tätig sind – lassen Sie sich nicht die Chance entgehen, Personaler mit Ihren bisherigen Leistungen zu überzeugen. Sie haben alle technischen Möglichkeiten, Ihre Arbeit darzustellen: von Texten über Fotos bis zu Videos. Wählen Sie das Medium, das Ihre Erfolge am besten zur Geltung bringt.
  4. Sie selbst: Nirgendwo haben Sie eine bessere Chance, sich vorzustellen als auf Ihrer eigenen Bewerbungshomepage. Selbstverständlich ist ein professionelles Foto Pflicht. Darüber hinaus können Sie sich in einem kurzen Video vorstellen. Erzählen Sie darin, was Sie auszeichnet und was Sie im Arbeitsleben motiviert. Aber Vorsicht: Hier gilt die Regel „Ganz oder gar nicht“. Stellen Sie nur Videos online, die einen professionell aufgenommen sind. Keine Handyvideos mit Frontkamera, bei denen die Mitbewohner im Hintergrund durchs Bild laufen!
  5. Downloads: Vergessen Sie nicht alle wichtigen Dokumente, wie Lebenslauf oder Arbeitsproben zum Download anzubieten. So kann der Personaler Sie an Kollegen weiterreichen oder ausdrucken. Achten Sie darauf, dass alle Dateien in einem verbreiteten Format wie PDF verfügbar sind.

Den Lebenslauf können Sie übrigens hier mit wenigen Klicks kostenlos erstellen – und direkt als PDF abspeichern:
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Last but not least: Wie Sie im Internet gefunden werden

Auf der Welt gibt es Millionen Webseiten. Dass jemand zufällig über Ihre Homepage stolpert, ist eher unwahrscheinlich. Sie müssen Ihre Homepage bekannt machen, damit Sie von Unternehmen gefunden werden, bei denen Sie gerne arbeiten würden. Das können Sie auf verschiedene Art machen:

  • In sozialen Netzwerken: Nirgends lassen sich digitale Inhalte so gut verbreiten wie auf Social Media. Stellen Sie sicher, dass der Link zu Ihrer Homepage sichtbar auf Facebook, Twitter & Co platziert ist. Am größten sind die beruflichen Erfolgschancen auf Xing, nehmen Sie Ihre Homepage an prominenter Stelle in Ihre Profil auf. Schließlich sind Personaler hier gezielt auf der Suche nach talentierten Angestellten.
  • In Ihrer Bewerbung: Die Bewerbungshomepage kann Ihre herkömmlichen Bewerbungen ergänzen. Wenn Sie sich schon die Mühe gemacht haben, sollten Sie die URL zu Ihren Kontaktinformationen aufnehmen. Am besten direkt unter der E-Mail-Adresse. So können Sie den Personaler mit zusätzlichen Informationen und Ihrer Tatkraft überzeugen.
  • Auf Google: Die meisten Menschen nutzen diese Suchmaschine, um das Internet zu durchforsten. Auch wenn das – wegen der großen Konkurrenz –nicht Ihre bevorzugte Verbreitungsquelle sein sollte, kann es nicht schaden, wenn man Sie unter bestimmten Suchbegriffen findet. Dazu gehören: Ihr Beruf sowie Ihr Wohnort oder die Region und bestimmte Schlüsselfertigkeiten, die Sie auszeichnen.

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