Ein erfahrener Automechaniker testet den Ölstand beim Auto.  © Monty Rauken / Getty Images

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Automechaniker: Beruf im Wandel der Zeit

Fortschreitende technologische Entwicklungen haben auch im Bereich der Fahrzeugtechnik dazu geführt, dass sich das Aufgabenfeld des Automechanikers verändert hat.


Standen vor Jahren überwiegend Schlosserarbeiten bei der Instandsetzung, Wartung und Prüfung von Fahrzeugen aller Art im Mittelpunkt des Arbeitsalltags, nimmt die Elektronik heute einen übergeordneten Stellenwert ein. Um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, wurde dieser klassische Ausbildungsberuf zum Kraftfahrzeugmechatroniker umbenannt. Somit musst du dich mit der Mechanik wie auch der Funktionsweise elektronischer Bauteile auskennen.

Fundiertes Fachwissen erforderlich: Automechaniker als Multitalent

Als Automechaniker kümmerst du dich neben der Instandsetzung von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen auch um Wartungsarbeiten, den Einbau von Zubehör und Zusatzausrüstungen wie um die komplette Elektronik. Der Einsatz modernster Prüf- und Testgeräte dient der Diagnose von Fehlern und hilft dir, die Funktionsfähigkeit von Motoren, Antrieben, Fahrwerken und der Fahrzeugelektronik zu überprüfen. Innerhalb deines Tätigkeitsspektrums als Automechaniker musst du dich mit gesetzlichen Richtlinien bei Veränderungen an einem Fahrzeug auskennen, um Umwelt- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten und Kunden fachlich versiert zu beraten.

Anforderungen an den Profi – Know-how und Belastbarkeit sind gefragt

Die Automobilbranche bietet dir als Automechaniker ein breites Feld an Einsatzmöglichkeiten. Zwingend erforderlich sind ein Interesse an mechanischen und elektronischen Zusammenhängen, Wissen rund um computergesteuerte Diagnose- und Messgeräte sowie eine schnelle Auffassungsgabe. Du musst dich mit Spezialwerkzeugen auskennen und Messresultate sicher auswerten.

Eigenverantwortliches Arbeiten, Teamfähigkeit und körperliche Belastbarkeit sind wichtige Voraussetzungen. Darüber hinaus führst du Kundengespräche und überzeugst mit einem selbstsicheren Auftreten. Die Ausbildung zum Automechaniker dauert dreieinhalb Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

Ein bestimmter Schulabschluss wird nicht vorausgesetzt, wobei du natürlich gute Noten in den Fächern Physik und Mathematik mitbringen solltest.

Automechaniker: Abwechslung im Arbeitsalltag

Als Automechaniker musst du alle Disziplinen im Werkstattalltag bewältigen. Du behebst mechanische Defekte, prüfst Systeme, führst Wartungen durch und richtest Navigations- und Sicherheitssysteme ein. Das Wechseln von Zündkerzen, das Überprüfen von Flüssigkeiten, der Batterie, der Klimaanlage und der Beleuchtung gehören ebenso zu deinen Aufgaben wie komplexe Verfahren rund um Katalysatoren.

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So viel verdient ein Automechaniker:

Die meisten als Automechaniker Beschäftigten verdienen in Deutschland zwischen 27.900 € und 32.900 €, wobei der Durchschnitt bei 33.100 € liegt. Einstiegsgehälter für Automechaniker in Deutschland mit weniger als 3 Jahren Berufserfahrung liegen zwischen 22.900 € und 27.900 €. Top Verdiener als Automechaniker haben meist mehr als 10 Jahre Berufserfahrung.

Bei kununu findest Gehaltsangaben abhängig von Berufserfahrung, Standort, Personalverantwortung und vieles mehr. 

Veröffentlicht
05.12.2022