Mit diesen 10 Tipps meisterst Du Deine nächste Präsentation

Frau präsentiert vor mehreren Bildschirmen ©  Tom Werner / Getty Images

© Tom Werner / Getty Images

Ob in der Schule, während Deines Studiums oder in Deinem Beruf – Präsentationen begleiten Dich durch Dein ganzes Leben. Mit diesen zehn Tipps meisterst du jeden Vortrag.

Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem Präsentationen unumgänglich sind. Deshalb ist es wichtig, bereits früh ein Gefühl für das Präsentieren zu bekommen und das Publikum von Deiner Ausarbeitung zu überzeugen. Ob inhaltliche Struktur, der Aufbau Deiner Präsentation oder die richtige Gestaltung der Folien: Mit diesen zehn Tipps wird Deine nächste Präsentation definitiv jeden Zuhörer überzeugen.

1. Storytelling – gestalte Deine Präsentation aufregend

Oft wirken fachliche Vorträge einschläfernd und die Zuhörer verlieren das Interesse. Wenn Du Dein Publikum direkt zu Beginn emotional einbindest, werden Deine Zuhörer „abgeholt“ und folgen Deinem Vortrag aufmerksam. Am besten gestaltest Du das Ganze mit einer kurzen Geschichte direkt zum Einstieg, denn so baust Du eine emotionale Verbindung zu Dir und Deinem Publikum auf. Emotionen sind der schnellste und effizienteste Weg, Deine Zuhörer zu fesseln.

 2. Arme verschränken war gestern

Warum ist unsere Körpersprache so entscheidend? Studien haben gezeigt, dass es bedeutend wichtiger ist, wie man etwas sagt, als was man sagt. 55 Prozent werden durch Deine Haltung und Körpersprache zum Ausdruck gebracht. Deine Mimik und Stimme machen lediglich 38 Prozent aus und die Wirkung Deiner Inhalte wird nur zu sieben Prozent durch das gesprochene Wort interpretiert. Dieses Wissen solltest Du Dir also zunutze machen und darauf achten, wie Du Deinen Vortrag gestaltest. Sitzend hinter dem Pult verstecken und die Arme und Beine verknoten, ist hier natürlich der falsche Ansatz. Es empfiehlt sich, den Vortrag im Stehen zu halten, achte auf einen sicheren Stand und bringe etwas Ruhe in Deine Atmung. So wirkst Du selbstbewusst und machst einen guten Eindruck auf Dein Publikum.

3. Keine Nervosität zum Ausdruck bringen

Genauso wichtig wie unsere Körpersprache sind Gesten. Jeder von uns war sicherlich schon einmal Zuhörer bei einem Vortrag und durfte beobachten, wie jemand nervös mit den Karteikarten herumgespielt hat oder einen Stift in den Händen hielt. Leider erwecken diese Gesten Nervosität und Unsicherheit. Nutze den Dir zur Verfügung gestellten Platz und erwecke mit Deiner Präsenz Eindruck bei Deinem Publikum. Verwurzelt an einer Stelle stehen zu bleiben, gestaltet den Vortrag eher einschläfernd und die Zuhörer werden mit der Zeit abschweifen. Durch Veränderungen in Deiner Stimme, kleine Gesten und ein leichtes auf und ab gehen im Raum werden Emotionen vermittelt. Dein Publikum wird Dir aufmerksam folgen.

4. Wer sind Deine Zuhörer?

Selbstverständlich macht es ein Unterschied, wer Deine Zuhörer sind und in welchem Bereich du Deinen Vortrag hältst. Ob im großen Audimax oder in einem kleinen Meetingraum – Dein Publikum zu kennen ist von großem Vorteil. Aus diesem Grund solltest Du Deine Präsentation anpassen und auf Dein Auditorium zuschneiden. Deine Zuhörer werden feststellen, ob Du Dir die Zeit genommen und Dich mit deinem Publikum beschäftigt hast – es lohnt sich also.

5. Verbindung aufbauen – gewusst wie

Vorträge vom Blatt abzulesen war gestern. Selbst wenn die  Präsentation wissenschaftlich und sehr komplex ist, klammere Dich nicht an Deine Karteikarten und versuche sie möglichst frei vorzutragen. Selbstverständlich schadet ein kurzer Blick auf die Notizen niemandem, jedoch ist es für Deine Zuhörer eher anstrengend und einschläfernd, wenn Du alles abliest. Augenkontakt ist die halbe Miete und das Publikum wird Dir aufmerksam folgen, wenn Du Deinen Blick durch den Saal schweifen lässt. Schließlich hört keiner gerne zu, wenn der Referent nur auf seine Notizen starrt.

6. Jeden Blickwinkel beleuchten

Ein Thema bietet verschiedene Perspektiven und Ansatzpunkte. Es ist also wichtig jeden Blickwinkel in Deinem Vortrag zu beleuchten und auch Gegenmeinungen und Fakten herauszuarbeiten. Mache Dir also schon vor Deinem großen Auftritt Gedanken darüber, welche Einwände Dein Publikum äußern wird und versuche schon während des Vortrags auf diese einzugehen. Deine Hörer werden Dir so fokussiert zuhören, schließlich sitzen Menschen im Raum, die sich für Dein Thema interessieren und etwas lernen möchten.

7. Emotionen wecken

Im ersten Punkt haben wir bereits gelernt, wie wichtig es ist, Emotionen bei den Zuhörern zu wecken. Ein weiteres ausgezeichnetes Medium, um Emotionen aufzugreifen, sind Bilder. Mache Dir also Gedanken darüber, welche Illustrationen oder Fotos zu Deinem Thema und Zuhörerkreis angemessen sind und inhaltlich passen. Durch die Visualisierung kann sich das Publikum besser auf den Vortrag konzentrieren. Bilder bieten eine kleine Orientierungshilfe. Einzelne Folien solltest Du nicht mit Illustrationen überschwemmen, sondern gezielt und großformatig einsetzen.

8. Du selbst kennst Deine Präsentation am besten

Nach unzähligen Überarbeitungen und Proben kennt keiner Deinen Vortrag so gut wie Du. Die Personen, die vor Dir sitzen, haben allerdings keine Ahnung, worum es in Deiner Präsentation gehen wird. Daher ist es sehr wichtig, zu Beginn die relevantesten Punkte und Ziele Deines Vortrages zu nennen und am Ende eine kurze zusammenfassende Übersicht zu bieten. Deine Zuhörer behalten die Kernaussagen so besser im Gedächtnis und können Dein vorgetragenes Wissen vielleicht an Kollegen, Familie oder Freunde weitergeben.

9. Der gelungene emotionale Abschluss

Ähnlich wie zu Beginn Deiner Präsentation solltest Du auch zum Ende Dein Publikum mit einer kleinen Geschichte oder einem persönlichen Beispiel abholen und die Kernaussagen zusammenfassen. Wenn Dein Thema sehr fachlich und zahlenlastiggeprägt ist, hilft es deshalb eine authentische Grundlage für einen runden Abschluss zu finden.

10. Spieglein, Spieglein an der Wand

Übung macht den Meister! Es lohnt sich, den Vortrag vorher mehrfach durchzuspielen und zu proben. Entweder schnappst Du Dir einen Spiegel oder eine Kamera, oder präsentierst zum Üben in einem kleinen Kreis vor Freunden oder Deiner Familie. So verminderst Du die Gefahr eines Blackouts oder Dich vor versammelter Mannschaft zu versprechen. Deine Zuhörer werden Dir dankbar sein, wenn der Vortrag flüssig abläuft und Du sicher auftreten kannst. Am Ende wirst Du selbst überrascht sein, wie selten Du einen Blick in Deine Notizen geworfen hast.

21.09.2021