© Kieran Stone / Getty Images

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Mindfulness im Job: Was bedeutet der Trendbegriff?

Mindfulness, Mindul Working, Achtsamkeit – diese Begriffe sind derzeit in aller Munde. Doch was hat es damit auf sich und handelt es sich nur um einen kurzweiligen Trend? Hier findest Du die Antworten.


Mindfulness, Mindul Working, Achtsamkeit – diese Begriffe sind derzeit in aller Munde. Doch was hat es damit auf sich und handelt es sich nur um einen kurzweiligen Trend? Hier findest Du die Antworten. 

Die Mindfulness wird übersetzt als Achtsamkeit und beschreibt eine bewusste Lebensweise. Hierbei richtet sich der Blick vor allem nach innen, um die eigenen Gefühle sowie das derzeitige Wohlbefinden wahrzunehmen und bei Bedarf durch gezielte Maßnahmen zu verbessern. Mindfulness könnte daher auch als Rücksicht auf sich selbst und die eigenen körperlichen sowie seelischen Bedürfnisse bezeichnet werden. In einer Zeit, in der der Alltag vieler Menschen durch Stress, Hektik sowie wenig Zeit für sich selbst geprägt ist, hat der Begriff also durchaus seine Daseinsberechtigung.

Die positiven Effekte der Mindfulness

Die Achtsamkeit ist keine neue Erfindung, sondern wird in vielen Kulturen seit Jahrtausenden praktiziert, beispielsweise in Form von Meditation, Gebeten oder speziellen Sportarten wie Yoga. Ziel ist immer, einen Zustand hervorzurufen, in dem der Geist hellwach ist, sowohl das eigene Empfinden als auch die Umgebung betreffend. Dadurch sollen für einen Moment alle äußeren Einflüsse ausgeblendet werden, um völlig im Moment zu sein, sich selbst sowie die Umgebung bewusst(er) wahrzunehmen und Gedanken zuzulassen. Dabei kann es sich um Emotionen, Fantasien oder Erinnerungen handeln – eben was einen gerade wirklich beschäftigt, aber wofür im Alltag oft nur wenig Zeit bleibt. Die Mindfulness könnte demnach als besonderer Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand bezeichnet werden, der die körperliche sowie seelische Gesundheit fördert. Dies gelingt allerdings nur, wenn die Achtsamkeit richtig und regelmäßig praktiziert, besser noch in den Alltag integriert wird.

Eine große Gruppe von Büchern, von denen eines geschlossen ist © Daniel Grizelj / Getty Images
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Warum liegt Achtsamkeit derzeit im Trend?

Vielleicht ist Dir bereits aufgefallen, dass das Thema Mindfulness seit einigen Jahren an Bedeutung gewinnt – einen regelrechten Boom erlebt. Doch dieser Trend kommt nicht alleine, sondern auch Meditation, Yoga und viele weitere „artverwandte“ Bereiche gewinnen an Beliebtheit. Als Grund hierfür wird vermutet, dass ein bewusstes Kontrastprogramm zum schnelllebigen sowie komplexen (Arbeits-) Alltag gesucht wird, den viele Menschen heutzutage erleben. Sie wünschen sich eine Entschleunigung sowie einen besseren Bezug zu sich selbst. Zudem wächst das Bewusstsein, dass Stress für die psychische sowie physische Gesundheit zur echten Belastung werden kann; und dass Mindfulness dem entgegenwirkt, sofern sie eben „richtig“ praktiziert wird. Zuletzt spielen auch Vorbilder eine Rolle, sprich das Thema taucht immer häufiger in den (sozialen) Medien auf und viele Menschen eifern den Stars, Influencern & Co nach, die einen achtsamen Lebensstil anwerben.

Was bedeutet Mindfulness im Job? 

Schnellebigkeit und Komplexität – die meisten Menschen erleben diese vor allem im Berufsleben und empfinden sie als große Belastung. Sie suchen demnach auch, aber nicht nur, im Job nach neuen Strategien, um wieder entspannter sowie gesünder zu leben. Die Mindfulness wird diesbezüglich oft als Lösung empfunden, schließlich lassen sich Entwicklungen wie die Digitalisierung oder Globalisierung nicht aufhalten. Es ist daher durchaus sinnvoll, neue Strategien zu suchen, um diesen zu begegnen und dadurch die eigene Gesundheit zu fördern. Die Achtsamkeit ist dafür durchaus eine gute Strategie, wenn sie richtig umgesetzt wird. Nimm Dir dafür immer wieder einige Minuten Zeit, um eine kurze Pause einzulegen und zu analysieren, wie Du Dich gerade fühlst, weshalb und wie Du Dein Wohlbefinden verbessern kannst. Übe Dich außerdem darin, vollkommen im Moment zu leben, anstatt die ganze Zeit über Vergangenes oder Zukünftiges wie anstehende Deadlines nachzudenken. Das erfordert ein bisschen Übung, gelingt mit der Zeit immer besser. In einigen Jobs ist es sogar möglich, zwischendurch Yoga oder Meditation zu machen, beispielsweise im Homeoffice oder in der Mittagspause. Moderne Arbeitskonzepte bieten also ganz neue Möglichkeiten, um Mindfulness (auch) im Job zu praktizieren – und somit sind ein weiterer Grund für den aufkommenden Trend.

Fazit: Kurzweiliger Trend oder echte Trendwende?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Achtsamkeit keine neue Erfindung ist, sondern ein uraltes Konzept, das derzeit einfahch immer mehr Menschen für sich wiederentdecken. Hierfür gibt es vielfältige Gründe und tatsächlich kann die Mindfulness zahlreiche Vorteile mit sich bringen. Stressabbau, eine erhöhte Produktivität oder eine entspanntere zwischenmenschliche Kommunikation sind dafür nur einige von vielen Beispielen. Auch der Persönlichkeitsentwicklung kann die Mindfulness zuträglich sein, beispielsweise für eine bessere Kontrolle der Emotionen und Gedanken oder im Sinne der Selbstreflexion – und diese wirken sich sogar positiv auf den beruflichen Erfolg aus. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Mindfulness kein kurzweiliger Trend ist, sondern eine neue Ära einläuten könnte, die moderne Arbeitskonzepte mit dem neuen Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft in Einklang bringt. Irgendwann wird sie jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit zur Normalität werden und somit könnte der Begriff langsam wieder aus den Medien verschwinden, bis das jahrtausendealte Konzept dann eines Tages neuen Aufschwung erfährt. Denn Modeströmungen verlaufen bekanntlich in Wellen, was auch für die Achtsamkeit gelten könnte – mit Sicherheit wird dies aber erst die Zeit zeigen.

Veröffentlicht
28.11.2023

Author:in
Mirijam Merkoffer