Karriere ankurbeln durch die richtigen Denkmuster

Frau sitzt meditierend vor Laptop. © Fiordaliso / Getty Images

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Denkmuster, Glaubenssätze, Affirmationen – sie haben viele Namen. Wichtig ist aber nur, dass sie positiv geprägt sind, dann können sie zum echten Karriereturbo werden. Ein Überblick.

Die Macht der Gedanken hat großen Einfluss auf alle Lebensbereiche, auch im Job. Es sind nämlich nicht immer nur Deine Leistungen oder Qualifikationen, die über Deinen beruflichen Erfolg bestimmen, sondern mindestens ebenso wichtig ist Deine Haltung. Nur allzu oft im Leben stehen sich Menschen nämlich selbst im Weg, wenn es um Ziele wie eine Beförderung oder auch eine erfüllte Liebesbeziehung geht. Sie trauen sich diese nicht wirklich zu oder lassen sich von Ängsten abhalten. Denn wer Negatives erwartet, wird Negatives erfahren, besagt die selbsterfüllende Prophezeiung und wohl jeder hat schon erlebt, wie wirkungsvoll dieser Mechanismus sein kann. Doch es gibt eine gute Nachricht, denn er funktioniert auch umgekehrt, sprich wenn Du etwas Positives erwartest, wird etwas Positives eintreten. Wie also kannst Du die richtigen Denkmuster entwickeln, damit genau das passiert?

Unbewusste Denkmuster bewusst machen 

Jeder Mensch bringt gewisse Denkmuster aus der Kindheit mit, die ihm bewusst oder unbewusst durch Eltern, Freunde, Lehrer & Co eingebläut wurden. Das Problem an der Sache ist, dass uns diese Glaubenssätze oft selbst nicht bewusst sind. Es ist deshalb wichtig, erst einmal den Status quo zu ermitteln, bevor Du Deine Gedanken zum Positiven verändern kannst. Dafür ist es sinnvoll, in die Selbstreflexion zu gehen und aufzuschreiben, wie Du Dich selbst siehst oder was Du von Deiner Zukunft erwartest. Frage Dich, wovor Du Angst hast oder was Du Dir vielleicht nicht zutraust – und warum. Auch lohnt es sich, Dir selbst aufmerksam(er) zuzuhören, wenn Du sprichst, denn gewisse Signalwörter können ebenfalls auf negative Glaubenssätze hindeuten. „Ich muss“ oder „ich kann das nicht“ sind dafür typische Beispiele. Zuletzt ist es interessant, einen Blick in Deine Zukunft zu werfen und Dich zu fragen, welchen Verlauf Du wirklich erwartest. Gehst Du also davon aus, dass sich all Deine Wünsche erfüllen werden und etwas Positives auf Dich wartet? Oder gehst Du immer vom Schlimmsten aus, weil sich „alle“ Dir „immer“ in den Weg stellen – um zwei weitere typische Signalwörter zu nennen?

Negative Glaubenssätze auflösen 

Schnell wirst Du mit der genannten Methode Deinen individuellen Glaubenssätzen auf die Schliche kommen und dadurch hast Du den ersten wichtigen Schritt gemacht, um negative Denkmuster aufzulösen. Nun kannst Du Deine bisherigen Annahmen nämlich einem Realitätscheck unterziehen und prüfen, ob sie überhaupt zutreffen. Bist Du wirklich faul? Gibt es wirklich niemanden, der Dich liebt? Wirst Du im Job wirklich niemals gelobt? In den allermeisten Fällen wirst Du merken, dass diese Annahmen überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen, sondern Du Dich schlichtweg auf das Negative fokussiert und dabei das Positive übersehen hast. Es ist deshalb wichtig, genau das zukünftig zu ändern, damit die selbsterfüllende Prophezeiung für Dich arbeiten kann, anstatt gegen Dich. Mit der Zeit wirst Du dann merken, wie die negativen Glaubenssätze immer weiter entkräftet werden und sie sich langsam auflösen.

Mit positiven Affirmationen arbeiten 

Nun haben sie Platz gemacht für neue Denkmuster und es wird Zeit, sie durch positive Affirmationen zu ersetzen. Wie diese aussehen, kannst Du völlig frei bestimmen. Dafür ist es sinnvoll, im ersten Schritt Deine kurz-, mittel- und langfristigen Ziele zu definieren, wie den erfolgreichen Abschluss eines Projektes, Lob im nächsten Feedbackgespräch oder eine Beförderung in Deine erste Führungsposition. Denn sobald Du weißt, wohin Du in Deiner Karriere – sowie in anderen Lebensbereichen – willst, kannst Du positive Affirmationen einsetzen, um diese Ziele zu erreichen. Die Strategie ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: Du legst Dir neue Glaubenssätze zurecht und schreibst diese so oft auf oder sagst sie Dir so oft vor, bis Du sie selbst glaubst. Wichtig ist dabei, sie so zu formulieren, als wären sie bereits eingetreten. Ich bin erfolgreich. Ich verdiene viel Geld. Ich bin eine Führungspersönlichkeit. So oder so ähnlich können positive Affirmationen für Deine Karriere klingen.

„Beweise“ für die neuen Denkmuster finden 

Zu Beginn mag es noch komisch wirken, Dich plötzlich selbst immer als erfolgreich, talentiert, qualifiziert oder ähnlich positiv zu beschreiben – vor allem, wenn Du in Vergangenheit eher negative Denkmuster hattest. Doch irgendwann werden diese Glaubenssätze zu Deiner neuen Realität und auch hierfür kannst sowie solltest Du regelmäßige Beweise suchen. Ein Erfolgstagebuch ist dafür ein praktisches Hilfsmittel, sprich Du notierst darin alle kleineren sowie größeren Erfolge, die Deine neuen Denkmuster bestätigen. Dadurch wird sich Dein Selbstbild zum Positiven verändern und Du wirst merken, wie auch Deine Karriere und viele andere Lebensbereiche davon profitieren. Plötzlich sind Deinem Erfolg keine Grenzen mehr gesetzt, denn bei den meisten Menschen bestehen diese Grenzen eben nur im Kopf. Genau deshalb ist es so wichtig, Deine eigenen Denkmuster zu (er)kennen und bewusst zu gestalten, anstatt ihr Spielball zu bleiben.

06.07.2022