Das Bild des lichtscheuen Historikers, der im Archivstaub wühlt, hat mit der Realität kaum etwas zu tun. Denn die Aufarbeitung der Vergangenheit ist kein Selbstzweck, sondern eine gefragte Tätigkeit. Historiker finden sich neben den typischen Bereichen Lehre, Archiv und Institution auch vermehrt in Verlagen, den Medien und auf dem freien Markt. Viele Unternehmen und die Gesellschaft haben erkannt, dass Historiker mit ihrem Verständnis der Vergangenheit in der Lage sind, Antworten auf aktuelle Probleme zu geben und diese einzuordnen.
Begeisterst Du Dich für vergangene Zeiten und liebst es, tief in die Geschichte einzutauchen, um die Wurzeln der Gegenwart zu verstehen? Als Historiker beschäftigst Du Dich mit der Aufarbeitung und Analyse historischer Ereignisse, Strukturen und Persönlichkeiten. Deine Arbeit umfasst häufig die Recherche in Archiven, das Lesen alter Texte und das Schreiben von Publikationen, um Deine Erkenntnisse festzuhalten und mit anderen zu teilen. Du arbeitest vielleicht an einer Universität, in einem Museum, in der Öffentlichkeitsarbeit oder in der Geschichtsaufbereitung für Medien und Bildungseinrichtungen.
Wer als Historiker keine Festanstellung bei einer Forschungseinrichtung oder einem Verband erhält und zugleich ein gutes Sprachgefühl mitbringt, kann sich als Autor etablieren. Diese schreiben Biografien und Festschriften für Privatpersonen und Unternehmen, arbeiten die (mitunter dunkle) Vergangenheit eines Konzerns auf oder werden als Projektmitarbeiter für staatliche und institutionelle Forschungsaufträge engagiert. Dazu benötigst du ein Verständnis des freien Marktes und Selbstvermarktungsfähigkeiten. Schließlich ist die Absolventenzahl immer noch recht hoch.
Historiker sind meist auf eine Epoche und Region spezialisiert. Natürlich gibt es hier Zeitspannen, die stärker gefragt sind als andere. Gerade im Spiegel der Aufarbeitungsproblematik und den wachsenden Problemen in vielen Weltregionen können sich Historiker mit der passenden Ausrichtung schnell einen Namen machen. Medienauftritte und -beiträge sind keine Seltenheit. Der Kontakt zu Medien wird also für Historiker immer wichtiger, weil sich hier ein breites Aufgabenfeld bietet, zum Beispiel als Berater für Geschichtsreportagen, als Spezialist bei historisch orientierten Zeitschriften usw. Dafür brauchst Du neben dem geschichtlichen Wissen eine große Medienkompetenz und journalistische Kenntnisse.
Wie bei allen Geisteswissenschaften kann ein Doktortitel für Historiker den Weg in viele Arbeitsbereiche erleichtern. Denn ein hoher akademischer Grad ist in diesem Metier ein Zeichen von Qualität. Daneben solltest du jedich auch praktische Fähigkeiten mitbringen, die je nach Tätigkeitsfeld variieren: Eine journalistische, pädagogische oder medienbildnerische Zusatzqualifikation ist von Vorteil. Diese erwerben Historiker am besten durch Praktika und Nebenjobs in Museen oder PR-Abteilungen. Auch die freie Mitarbeit bei der Presse hilft, denn hier werden Historiker gern genommen. Die Karrierechancen für den “Historiker Plus” sind zwar durchwachsen und die Gehälter variieren stark je nach Branche und Verantwortung, dich es bieten sich hier beste Gelegenheiten zur Selbstverwirklichung.
Mit diesen 5 Hobbys entwickelst Du das perfekte Skill-Set:
Als Historiker bist Du ein Experte für die Ereignisse, die unsere Welt geformt haben. Deine Fähigkeit, die Vergangenheit zu erforschen und zu interpretieren, ist essentiell, um gegenwärtige Entwicklungen zu verstehen und kommende Generationen aufzuklären. Deine Arbeit belebt die Geschichte wieder und schafft ein Bewusstsein für kulturelles Erbe und Identität.