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Berufsaussichten: Wie sicher ist mein Traumjob?

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt radikal. Darum sollten junge Menschen bei ihrer Jobwahl auch bereits die Berufsaussichten im Hinterkopf haben: Gibt es diesen Job in zehn Jahren überhaupt noch?

Digitalisierung Berufsaussichten
©Westend61 / Getty Images

Ob Köchin oder Steuerfachwirt, Werbekauffrau oder Fertigungsmitarbeiter: Für viele Abiturienten oder Uniabsolventen stellt sich vor der Job- und Ausbildungssuche nicht nur die Frage nach den eigenen Interessen. Mancher fragt sich auch, ob der technische Fortschritt den eigenen Job künftig ersetzt. Wie berechtigt sind solche Sorgen?

Innovationscoach Jens-Uwe Meyer warnt: „In bestimmen Bereichen wird es zukünftig weniger Arbeitsplätze geben.“ Und die Arbeitsplätze, die es dann geben wird, werden deutlich höhere Anforderungen haben. Daher sollten Jugendliche die Digitalisierung bei der Einschätzung ihrer Berufsaussichten mitdenken. „Das heißt jetzt natürlich nicht, dass man bestimmte Berufe, die einen interessieren, gar nicht mehr anfängt“, sagt er. Wichtig sei es stattdessen, bereits während der Ausbildung auf ein breites Themenspektrum zu achten. Auch bei der Wahl des Ausbildungsunternehmens sollten Jugendliche Wert darauf legen, dass dort bereits sehr digital gearbeitet wird. «Es reicht heute nicht, das zu lernen, was ältere Mitarbeiter zu Berufsbeginn gelernt haben», sagt Meyer. Auszubildende sollten sich fragen: „Ist das, was ich hier lerne, noch zeitgemäß?“

Von der Digitalisierung sind vor allem einfache Tätigkeiten mit geringer Komplexität betroffen. «Alles, was komplexer ist, lässt sich schwieriger durch Algorithmen ersetzen», sagt Meyer. Wirklich konkret voraussagen, welche Jobs in Zukunft wegfallen könnten, lässt sich aber nicht.

„Ich bin sehr zögerlich, wenn es darum geht zu sagen, welche Berufe es zukünftig nicht mehr gibt“, sagt auch Prof. Reinhold Weiß vom Bundesinstitut für Berufsbildung. Er rät daher davon ab, sich bereits bei der Berufswahl ausschließlich von dem Gedanken an eine mögliche Digitalisierung lenken zu lassen.

„Der Ausbildungsberuf muss heute nicht mehr Lebensberuf sein“, erklärt er. Das heißt, mit einer Ausbildung haben Berufstätige immer die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Spezialisierung nach einer Ausbildung mit Blick auf Interesse und Neigung sowie Weiterbildungen seien das Entscheidende. Ein Berufsleben verlaufe heutzutage nicht mehr statisch – technische Entwicklungen sollten daher eher als Chance begriffen werden.


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