Rückkehr Büro Homeoffice © Luis Alvarez / Getty Images

© Luis Alvarez / Getty Images

Rückkehr ins Büro: So gelingt der Übergang vom Homeoffice

Viele Deutsche haben ihren Arbeitsplatz aufgrund der Corona-Pandemie kurzerhand nach Hause verlegt. Doch früher oder später steht für die meisten von ihnen die Rückkehr ins Büro an. So klappt der Übergang reibungslos.


Vielleicht hast Du bereits vor der Corona-Krise manchmal oder regelmäßig im Homeoffice gearbeitet. Vielleicht war das Arbeiten in den eigenen vier Wänden für Dich aber auch eine ganz neue Erfahrung – ein regelrechter Kulturschock. Mittlerweile haben sich die meisten Betroffenen aber ganz gut eingelebt in ihrem heimischen Büro und viele möchten gar nicht mehr in den altbekannten Arbeitsalltag zurückkehren. Schließlich birgt das Homeoffice viele Vorteile, beispielsweise weniger Ablenkungen, mehr Flexibilität oder eine höhere Produktivität. Doch ebenso gibt es Personen, welche die Rückkehr ins Büro kaum abwarten können, weil sie beispielsweise zu Hause niemals ungestört sind oder ihre Kollegen vermissen.

Schritt für Schritt zurück ins Büro

So oder so: In den meisten Fällen kannst Du Dir nicht oder nur in einem gewissen Rahmen aussuchen, wo Du arbeiten möchtest. Vermutlich wirst Du daher schon bald ins Büro zurückkehren müssen, sei es vollständig oder zumindest teilweise. Auch dann droht wieder ein Kulturschock, jetzt, wo Du Dich an die Ruhe der Heimarbeit gewöhnt hast. Wie also gehst Du am besten vor, damit die Rückkehr ins Büro erfolgreich verläuft? 

Schritt 1: Konkrete Absprachen treffen

Vor Deinem ersten Arbeitstag zurück im Büro ist Kommunikation das A und O. Nimm daher Kontakt zu Deiner oder Deinem Vorgesetzten auf, um zu besprechen, wann und wie Du ins Büro zurückkehren sollst. Ein ausführliches Telefonat hilft dabei, alle offenen Fragen zu klären und bietet Dir eventuell die Möglichkeit, ein Stück weit zu „verhandeln“. Vor allem, wenn das Arbeitsmodell Homeoffice in Deinem Fall gut funktioniert hat und Du dieses gerne weiterhin (teilweise) fortführen würdest, ist dafür jetzt die optimale Gelegenheit. Es ist somit in vielen Fällen nicht notwendig, dass Du von heute auf morgen vollständig wieder ins Büro zurückkehrst. Stattdessen ist vielleicht ein fließender Übergang möglich, sprich Du kommst erst einmal nur halbtags oder an zwei Tagen pro Woche ins Büro – um nur zwei von vielen Gestaltungsoptionen zu nennen – und arbeitest die restliche Zeit noch von zu Hause. Eventuell darfst Du eine entsprechende Regelung sogar dauerhaft beibehalten. Fragen kostet nichts, heißt es schließlich so schön.

Schritt 2: Die richtige Einstellung finden 

Nachdem geklärt ist, wann und in welcher Form Du ins Büro zurückkehrst, solltest Du die Sache positiv betrachten – auch, wenn die Regelung eventuell nicht ganz Deinen Wünschen entspricht. Wenn Du nämlich mit negativer Einstellung wieder im Büro auftauchst, wirkt sich das nachteilig auf das Arbeitsklima und vielleicht sogar Deine Leistungen aus. Zudem machst Du Dir selbst das Leben schwerer als nötig. Die Arbeit vor Ort im Büro hat schließlich auch positive Seiten. Fokussiere Dich also darauf und überlege, worauf Du Dich freust. Die Kollegen sind dabei häufig ein wichtiges Argument, aber vielleicht auch das Kantinenessen oder der Tapetenwechsel. Jeder findet also etwas Gutes an der Rückkehr ins Büro, auch Du, wenn Du optimistisch an die Sache herangehst. 

Schritt 3: Vorbereitet ins Büro zurückkehren

Du kannst und solltest zudem bereits zu Hause mit der Vorbereitung Deines ersten Arbeitstages im Büro beginnen. Lege beispielsweise eine Liste mit Dingen an, die Du mitnehmen musst, wie wichtige Unterlagen. Informiere Dich schon einmal über die Fahrtzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel oder über eventuelle Baustellen auf dem Arbeitsweg, denn vielleicht hat sich diesbezüglich in den letzten Wochen und Monaten etwas verändert. Lege Dir die Kleidung für den ersten Arbeitstag zurecht, sodass Du am Morgen nicht unter Stress gerätst. Mache Dir ein leckeres Mittagessen zum Mitnehmen, auf das Du Dich freust. Die Möglichkeiten, um den Übergang reibungslos zu gestalten, sind vielfältig. Mit etwas Vorbereitung startest Du also entspannt in den neuen alten Arbeitsrhythmus, anstatt in Hektik zu verfallen.

Schritt 4: Die „To-Do-Liste“ anpassen

Im Zuge dieser Vorbereitung solltest Du auch Deine „To-Do-Listen“ anpassen – oder solche erstellen, falls Du noch keine hast. Liste also auf, welche Aufgaben an den ersten Arbeitstagen im Büro anstehen und ordne diese nach Priorität. So kannst Du entscheiden, welche Tätigkeiten Du zuerst angehst und welche noch warten können. Allerdings musst Du berücksichtigen, dass Du im Büro vermutlich mehr Zeit für die einzelnen Punkte einplanen musst als im Homeoffice. Lasse daher ausreichend Puffer, um unnötigen Stress zu vermeiden. Bestehende „To-Do-Listen“ musst Du daher zumindest zeitlich anpassen, aber vielleicht auch ergänzen, weil wieder Meetings stattfinden oder andere Termine hinzukommen.

Schritt 5: Mit einem Lächeln ins Büro kommen

Im Büro angekommen, gilt es, eine positive Ausstrahlung an den Tag zu legen und den ersten Arbeitstag einfach auf Dich zukommen zu lassen. Auch, wenn vielleicht noch alles aussieht wie früher, hat sich nämlich vermutlich doch einiges geändert – vor allem die Menschen. Ebenso wie Du selbst, haben sie in den vergangenen Wochen und Monaten neue Erfahrungen gemacht, positive wie negative. Sie haben vielleicht ihre Einstellung zur Arbeit verändert oder leiden unter einer persönlichen Krise. Du weißt es schlichtweg nicht. Sei daher offen und achtsam, wenn es um Deine Kollegen geht. Bleib flexibel, wenn der Arbeitstag nicht so verläuft wie gedacht und Deine „To-Do-Liste“ nicht erledigt werden kann. Nimm es mit einem Lächeln, denn dieser Optimismus ist ansteckend und dann wird die Rückkehr ins Büro auf die eine oder andere Weise positiv verlaufen – garantiert!

Veröffentlicht
26.04.2021

Author:in
Mirijam Franke