Millenials: Warum sie wichtig sind und Arbeitgeber sie gewinnen

Junge Menschen sitzen gemeinsam auf einer Bank und gucken auf Laptops und Tablets. © PeopleImages / Getty Images

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Die sogenannten Millenials haben andere Anforderungen an ihren Arbeitgeber, als noch ihre Eltern. Wenn Du für eine bestimmte Stelle explizit junge Menschen suchst, solltest Du Deine Stellenausschreibung entsprechend anpassen, um die Generation Y für Dich zu gewinnen.

Wer sind eigentlich Millenials?

Millenials oder auch die Generation Y umfasst die Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden. Eine genaues Geburtsjahr kann man dabei nicht festlegen. Allerdings ordnet man sie meist als zwischen den 1980ern und späten 90ern geboren ein. Häufig wird ihnen in der Presse Schlechtes nachgesagt, wie 3minutencoach.com mitteilt – ungeduldig, verantwortungslos und zwingend unabhängig. Deshalb sollte man das Recruiting für diese Gruppe entsprechend anpassen.

Warum überhaupt die Generation Y für sich gewinnen?

Jede Generation bringt verschiedene Facetten mit sich. So stehen bei der Generation Y andere Dinge im Fokus, als es früher der Fall war. Das ist auch ganz klar, schließlich sind sie mitten im digitalen Zeitalter aufgewachsen und können sich schnell an Neues anpassen. Kaum eine andere Generation ist aktuell so up-to-date wie diese. Das können Firmen für sich nutzen. 

Wie gestaltet man die Jobbeschreibung?

Millenials suchen nach eindeutigen Jobbezeichnungen und Anforderungsprofilen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie schnell und einfach man heutzutage über Apps zwischen verschiedenen Jobangeboten hin- und herspringen kann. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist, dass viele Menschen aus der Generation Y in sozialen Medien und über Suchmaschinen nach neuen Jobs suchen. Das Angebot ist entsprechend groß.

Eine optimierte Positionsbeschreibung ist allerdings nicht nur für den Millenial praktisch, wenn er durch die Flut an Angeboten surft, sondern ebenso für Dich. Schließlich bist Du erpicht darauf, den geeignetsten Kandidaten für Deine Stelle zu finden.

Was ist der Elevator-Pitch?

Eingedeutscht sprechen wir hier von der Aufzugsrede. Tatsächlich basiert die Idee darauf, dass man innerhalb von bis zu einer Minute kurz und knapp präsentiert, worauf es ankommt. Die eine Minute entspricht hierbei der durchschnittlichen Zeit, die ein Aufzug in einem Hochhaus benötigt, um ins oberste Stockwerk zu fahren. Auf das Stellenangebot bezogen heißt das also, dass der potentielle Kandidat innerhalb von kürzester Zeit mit wenig Text (100-150 Wörter) verstehen soll, worum es geht.

Hilfreich ist es hier, wenn man auf Besonderheiten des Unternehmens aufmerksam macht, die Vorteile aufzählt und das Gesamtbild ein gutes Angebot abgibt.

Bewerbungsunterlagen liegen vor Laptop mit Videokonferenz ©  martin-dm / Getty Images
Aus Stellenausschreibungen können Bewerber viele Infos herauslesen. Und für ihr Anschreiben nutzen. Doch wie sollten sie reagieren, wenn Firmen in der Ausschreibung duzen? 

Was ist in der Generation Y besonders gefragt?

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Was heute so ist, ist morgen schon anders. Diese Eigenschaft zeichnet auch Millenials aus. Schließlich „lebt“ niemand mehr in der jetzigen Zeit als sie. So ist es ganz normal, dass sie nicht mehr über mehrere Jahre in einem Unternehmen bleiben, sondern vielmehr häufig den Arbeitgeber wechseln. Oft wird ein häufiger Wechsel auch dadurch begünstigt, dass es sich das Gefühl von Stillstand einschleicht und daher die langfristige Perspektive für die jungen Angestellten fehlt.

In der Positionsbeschreibung sollte daher betont werden, welche Entwicklungsfelder sich im Unternehmen ergeben. Es muss verdeutlicht werden, dass der Angestellte innerhalb des Unternehmens wachsen kann und es nicht schnell langweilig wird.

Wenn die Möglichkeit besteht, sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es Fortbildungen, Seminare, etc. gibt. Da sich unter den Millenials auch viele Berufseinsteiger befinden, sind solche Informationen besonders wichtig.

Ist die Unternehmenskultur wichtig?

Die Antwort lautet eindeutig „Ja“. Die jungen Arbeitnehmer aus der Generation Y haben ein anderes Bild vom Arbeitsleben, als als es früher noch der Fall war. Heutzutage ist es wichtig, dass das Unternehmen transparent handelt und seine Mitarbeiter wertschätzt. Über soziale Netzwerke hast Du die Möglichkeit, Dein Unternehmen von der besten Seite zu präsentieren. Wie bereits festgestellt, sollte Dein Unternehmen ohnehin über eine Präsenz auf Social Media verfügen, da hier auch häufig nach Jobangeboten gesucht wird. Hier finden Thema Platz wie:

  • Blick hinter die Kulissen
  • Zahlen und Fakten über das Unternehmen
  • Engagement abseits des Geschäftszieles (Umweltschutz, etc.)
  • Interviews mit Mitarbeitern
  • Rundgänge durch das Büro

Fazit

Den Bewerbungsprozess für Millenials beziehungsweise die Generation Y umzustellen, erscheint zunächst mit hohen Kosten und zeitlichem Aufwand verbunden zu sein. Allerdings ist dies auch ein notweniger Schritt, wenn man am Zahn der Zeit bleiben will. Schließlich verändern sich die Ansprüche an das Berufsleben stetig. Wichtig ist hierbei, dass man nicht nur so tut als ob, sondern sich der Charakter des Unternehmens auch weiter in die Richtung entwickelt, die von der neuen Generation gewünscht wird.

22.02.2022