So startest Du das Jahr 2021 (noch) produktiver

Jahresstart Produktivität © Getty Images / Tom Werner

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Neues Jahr, neue Produktivität – so das Motto für viele Menschen. Doch gute Vorsätze bleiben in den meisten Fällen genau das: nur Vorsätze. Mit folgenden Tipps änderst du das dieses Jahr.

In der Weihnachtszeit kehrt für die meisten Menschen nach einem anstrengenden Jahr endlich Ruhe ein, um neue Energie und Motivation für das kommende Jahr zu tanken. Wenn Du es anschließend schaffst, diese in die richtige Richtung zu lenken, können diese einen regelrechten „Push“ für Deine Produktivität bedeuten. Damit Dein guter Vorsatz, im Jahr 2021 (noch) produktiver zu sein, tatsächlich zur Realität wird, helfen Dir folgende simple Maßnahmen:

  1. Ziele 

Mehr Produktivität – das reicht als Ziel nicht aus, um im Jahr 2021 tatsächlich produktiver zu werden. Stattdessen gilt es, Dir konkrete und nachvollziehbare Ziele zu setzen. Definiere für Dich also, was mehr Produktivität wirklich bedeutet und wie Du diese im (Arbeits-) Alltag messen kannst. Daraufhin kannst Du einzelne, aber konkrete Ziele setzen, beispielsweise für jeden Tag, jede Woche oder jeden Monat des neuen Jahres. So kannst Du besser überprüfen, ob Du tatsächlich produktiver geworden bist und diese Erfolgserlebnisse erhöhen Deine Motivation, um auch die weiteren Ziele zu erreichen.

  1. To-Do-Listen

Nachdem die Frage beantwortet wurde, welche Ziele Du im Sinne einer gesteigerten Produktivität erreichen möchtest, stellt sich die Frage nach dem „Wie“. Die klassischen To-Do-Listen sind dabei eine ebenso simple wie wirksame Methode. Mit ihrer Hilfe kannst Du einen konkreten Plan entwickeln, wie Du jedes Einzelne der (Zwischen-) Ziele erreichen wirst. Dabei ist es wichtig, eben nicht nur die To-Dos aufzulisten, sondern ihnen einen konkreten Zeitpunkt und -raum zuzuordnen, wann diese erledigt werden.

  1. Pufferzeiten 

Wichtig ist, dass Du bei dieser Zeiteinteilung realistisch bleibst. Die Zeiträume für die Erledigung einzelner Aufgaben sollten ambitioniert, aber realistisch angesetzt werden. Damit Du jedoch nicht unter Stress gerätst, sind auch Pufferzeiten wichtig. So stellst Du sicher, dass Du auch dann noch im Zeitplan – und produktiv(er) – bist, wenn sich eine Aufgabe verzögert. Ordne daher jeder Aufgabe etwa die Hälfte der angesetzten Zeit zusätzlich als Pufferzeit hinzu.

  1. Pausen

Wann immer Du diesen Puffer nicht benötigst, kannst Du diese Freiräume für eine kurze Pause nutzen. Auf den ersten Blick wirken Pausen zwar hinderlich für die Produktivität, auf den zweiten Blick ist aber das Gegenteil der Fall. Denn nach einer Pause hast Du neue Energie und bist wieder motivierter sowie konzentrierter bei der Sache. Dadurch wirst Du die „verlorene“ Zeit mehr als reinholen und unterm Strich motivierter sein. Es gilt daher, auch abseits der Pufferzeiten ausreichende Pausen einzuplanen und diese richtig zu nutzen. 

  1. Bewegung 

Die Bewegung ist hierbei ein wichtiges Stichwort. In den Pausen solltest Du nämlich nicht die E-Mails checken, über die Arbeit nachdenken oder am Schreibtisch bleiben, um Nachrichten mit dem Smartphone zu schreiben. Stattdessen ist es förderlich für Deine Produktivität, wenn Du kurz abschaltest, aufstehst und Dich etwas bewegst. Ein bisschen Stretching, ein schneller Spaziergang an der frischen Luft, ein Gang in die Kaffeeküche – aber über die Treppen, anstatt den Aufzug – diese sind nur einige von vielen Beispielen, wie eine richtige Pause aussehen kann. Und auch in Deiner Freizeit sind ausreichend Sport sowie Bewegung wichtig. Sie machen Dich gesünder und leistungsfähiger, was nicht nur Deiner Produktivität zugute kommt.

  1. Pareto-Prinzip

Zurück am Schreibtisch, ist es oft der eigene Perfektionismus, welcher zum größten Feind der Produktivität wird. Das Pareto-Prinzip kann Abhilfe schaffen. Es wird auch als 80-20-Regel bezeichnet und besagt: Für 80 Prozent der Arbeit brauchst Du 20 Prozent der Zeit – aber für die verbleibenden 20 Prozent der Arbeit gehen 80 Prozent der Zeit drauf. Wann immer es möglich ist, solltest Du Dich daher auf 80 Prozent der Leistung beschränken, denn oftmals sind diese vollkommen ausreichend. Sobald Du also Deinen Perfektionismus und damit einen der größten Zeitfresser abgelegt hast, wird Deine Produktivität merklich steigen. 

  1. Singletasking

Ein weiterer häufiger Fehler ist die Annahme, dass Du durch Multitasking produktiver bist. Wenn Du mehrere Sachen gleichzeitig macht, bist Du insgesamt schneller, richtig? Falsch! Multitasking macht Dich unproduktiv und sorgt für unnötigen Stress. Sinnvoller ist es, Dich stets nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren, diese zu erledigen und anschließend den nächsten Punkt auf Deiner To-Do-Liste in Angriff nehmen. Gemeinsam mit dem Pareto-Prinzip, erledigst Du dann tatsächlich alles in weniger Zeit – garantiert!

  1. Routinen

Der letzte wichtige Punkt für mehr Produktivität im Jahr 2021 sind Routinen, denn der Mensch liebt Routinen. Sie ermöglichen dem Gehirn, sozusagen auf Sparflamme zu laufen. Es ist deshalb daran interessiert, an solchen Gewohnheiten festzuhalten. Sobald Du also Deine neue Produktivität und all die genannten Maßnahmen zur Routine gemacht hast, werden sie Dir leicht(er) von der Hand gehen. Somit bleibst Du eben nicht nur kurzfristig produktiver, bis die guten Vorsätze des neuen Jahres langsam in Vergessenheit geraten, sondern Du kannst Deine Produktivität langfristig steigern. 66 Tage brauchst Du dafür laut Wissenschaft. Wenn Du all die Tipps anwendest und so lange wiederholst, bis 66 produktive Tage vergangen sind, hast Du somit eine neue, eben produktivere Routine etabliert.

05.01.2021