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Bewerben bei IBM: "Es ist wichtig, dass der Lebenslauf eine Geschichte erzählt!"

Sophie Asmus (© IBM)
Sophie Asmus (© IBM)

Lochkarten, Schreibmaschinen, Großrechner, die ersten kommerziellen Computer und schließlich das ThinkPad – das Unternehmen IBM hat sich mit seiner über 100-jährigen Geschichte immer wieder neu erfunden. Und sich so von einem reinen Hardware-Hersteller zu einem Software- und Beratungsunternehmen entwickelt. Mit Themen wie Analytics, Artificial Intelligence, Blockchain, Cloud und Mobile Computing sowie Security und Internet of Things bietet IBM seinen Kunden heute eine Bandbreite an Technologielösungen, die im IT-Umfeld einzigartig ist. Und das ist auch für Bewerber spannend! Sophie Asmus und Julia Günther arbeiten bei dem internationalen Konzern im Bereich Recruiting – und erhalten im Jahr rund 10.000 Bewerbungen interessierter Talente. Um eine Stelle zu besetzen, sichten sie im Durchschnitt etwa 30-40 Bewerbungen und führen fünf bis zehn Interviews. Wie die Bewerber sich gegen diese Konkurrenz durchsetzen und welche Rolle Teamspirit bei IBM spielt, verraten die beiden HR-Expertinnen im Interview.

Julia Günther (© IBM)
Julia Günther (© IBM)

Frau Asmus, Frau Günther – wie überzeugen Sie Bewerber für einen Job bei IBM?

Sophie Asmus: IBM, das bedeutet Veränderungen sowie Innovationen tagtäglich mitzugestalten und voranzutreiben, immer wieder alles in Frage zu stellen, um so Neues zu schaffen. Mit unseren Technologien bieten wir unseren Mitarbeitern spannende, herausfordernde Tätigkeiten, die es früher gar nicht gab, z. B. das Entwickeln von Smartphone-Apps oder das Trainieren von Systemen mit Künstlicher Intelligenz.

Julia Günther: Außerdem ist IBM, als US-amerikanisches, international agierendes Unternehmen, geprägt von einer sehr modernen Unternehmenskultur: Neugierde und Entdeckergeist, flache Hierarchien, Themen virtuell vernetzt in Teams voranzutreiben sowie flexibles und mobiles Arbeiten – das gehört bei uns einfach zum Arbeitsalltag dazu. Außerdem bieten wir vielfältige Optionen zur eigenen Weiterentwicklung, wie z. B. das YourLearning Tool, in dem jeder Mitarbeiter weltweit aus einem großen Portfolio von Trainings wählen und sein Wissen ausbauen kann.

Welche Profile suchen Sie momentan?

Julia Günther: Wir suchen derzeit vor allem Absolventen und Berufserfahrene mit technischem Hintergrund, bevorzugt der Informatik bzw. Wirtschaftsinformatik für die Arbeit als Technical Consultant, IT Specialist/Architect, Designer oder Software bzw. Hardware Developer. Aktuell stellen wir vor allem in unserer Unternehmensberatung, für Research & Development als auch in den Themen-Bereichen Internet of Things, Watson Solutions, Security und SAP ein.

Agiles Arbeiten im Team (© IBM)

Sophie Asmus: Darüber hinaus bieten wir viele unterschiedliche Einstiegsprogramme für Studierende und Absolventen. Wer nach dem Diplom oder Bachelor noch einen Master-Abschluss machen will, für den ist vielleicht Master@IBM etwas. Das Programm ermöglicht ein berufsbegleitendes Master-Studium parallel zum Job und bietet so eine gute Kombination aus Theorie und Praxis nach dem Erststudium. Die Stellen sind dabei so vielfältig wie IBM selbst. Daneben suchen wir technisch orientierte Master-Absolventen für unser neues Trainee@IBM Programm. Außerdem können Studierende Praktika absolvieren oder als Werkstudierende arbeiten.

Welche Eigenschaften sollte ein Bewerber generell mitbringen, um bei IBM zu starten?

Julia Günther: Wir erwarten von Bewerbern neben den fachlichen Kenntnissen die Lust auf Neues und die Bereitschaft sich immer weiterzuentwickeln. Wir sprechen von einem „Growth Mindset“, also dem Willen mit dem Unternehmen zu wachsen.

Der Auswahlprozess umfasst mindestens ein persönliches Gespräch (© IBM)

Sophie Asmus: Für unsere Einstiegsprogramme erwarten wir von Kandidaten eigenverantwortliches Arbeiten, eine hohe Leistungsbereitschaft, gute Team- und Kommunikationsfähigkeit auch in virtuellen Teams sowie Flexibilität für unseren komplexen Arbeitsalltag. Zudem – und das gilt eigentlich für fast jeden Job bei uns – sehr gute Englisch- und Deutschkenntnisse.

Wie sieht der typische Auswahlprozess bei IBM aus?

Julia Günther: Wenn es um den unbefristeten Direkteinstieg geht, laden wir die Bewerber nach der Sichtung ihrer Unterlagen zunächst zu einem Telefon- oder Video-Interview ein. Anschließend erfolgt mindestens ein persönliches Gespräch.

Sophie Asmus: Für Master@IBM und das Traineeprogramm beinhaltet der Auswahlprozess zusätzlich zu Beginn auch einen kognitiven Online-Test.

10.000 Bewerbungen pro Jahr – das ist eine Hausnummer. Wo finden Sie neue Mitarbeiter?

Sophie Asmus: Wir nutzen in erster Linie Karrieremessen und Hochschulevents oder spezielle Workshops, z. B. im Consulting, um mit Interessenten zu sprechen. Der direkte Kontakt hilft uns und den Kandidaten, sich schon vor einer Bewerbung kennenzulernen. Aber auch auf den Social Media Kanälen XING, Facebook, Twitter und LinkedIn sind wir aktiv und präsent. Außerdem nutzen wir Portale wie „get in IT“, um unsere Zielgruppe zu erreichen.

Wir googeln Bewerber nicht. Wir schauen uns die Bewerberunterlagen intensiv an. Wir möchten sicherstellen, dass die Kandidaten zu uns passen.

Julia Günther, IBM

Worauf achten Sie zuerst, wenn Sie Bewerbungsunterlagen sichten?

Dass die Kandidaten in die Unternehmenskultur passen, ist dem Konzern wichtig. (© IBM)

Julia Günther: Wir achten auf die bisherigen Erfahrungen und welche davon für unser Unternehmen einen Mehrwert darstellen. Es ist wichtig, dass der Lebenslauf eine Geschichte erzählt und diese auch aus dem beiliegenden Anschreiben hervorgeht. Wir möchten sicherstellen, dass die Kandidaten zu uns passen.

Apropos Anschreiben: Sollten Bewerber auf originelle Bewerbungsschreiben setzen? Wie beeindruckt ein Bewerber Sie?

Julia Günther: Natürlich freuen wir uns, wenn wir originelle Motivationsschreiben lesen. Aber das Wichtigste ist für uns, dass Bewerber sich ehrlich präsentieren und wir etwas über sie erfahren können.

Alle Fragen, die zeigen, dass sie oder er sich schon mit dem Job und dem Unternehmen beschäftigt hat beziehungsweise sich überlegt hat, wie er zu uns passt – das beeindruckt. Zum Beispiel mit Fragen nach dem Teamspirit bei IBM.

Sophie Asmus, IBM

Was war die skurrilste Situation, die Sie bei einer Bewerbung erlebt haben?

Sophie Asmus: Eine wirklich skurrile Situation habe ich noch nicht erlebt. Aber bei einem Assessment Center gab es mal einen Bewerber, der allen anderen Kandidaten beim Mittagessen erzählte, sie würden auch jetzt beobachtet werden und es wäre wichtig, was man in der Pause nebenher erzählen würde. In diesem Fall mussten wir eingreifen, denn so etwas machen wir generell nicht. Wir möchten, dass sich Bewerber bei uns wohl fühlen und daher bewerten wir exakt das, was in Interviews beziehungsweise den Übungen gezeigt wird. Das kommunizieren wir klar und deutlich zu Beginn, damit kein Interpretationsspielraum bleibt.

Was würden Sie anders machen, wenn Sie sich heute noch einmal bewerben würden?

Julia Günther: Bei mir kam das Arbeitsverhältnis ja gar nicht durch eine konkrete Bewerbung, sondern durch mein Praktikum und meine Masterarbeit zustande. Und daher kann ich nur empfehlen, Erfahrungen im Unternehmen zu sammeln – man weiß dann einfach genau, was auf einen zukommt. Ich empfehle auch immer ein Motivationsschreiben, auch wenn es nicht mehr verpflichtend ist. Jeder Manager freut sich darüber, etwas mehr Informationen, als die im Lebenslauf, zu bekommen.

Sophie Asmus: Meine Bewerbung bei IBM ist schon sehr lange her. Aber würde ich mich heute nochmals bei uns bewerben, würde ich keine Sekunde zögern, die Einladung zum Interview zuzusagen. Damals fiel der Termin genau auf einen Tag vor meiner letzten mündlichen Diplom-Prüfung und ich hatte Angst, dann vor lauter Aufregung nicht mehr lernen zu können. Am Ende hat beides super geklappt, aber dieser doppelte Stress war sehr unangenehm.

Was würden Sie einem Bewerber raten?

Julia Günther: Auf jeden Fall authentisch bleiben! Wichtig ist auch zu wissen, was man selbst will, dabei trotzdem offen und flexibel für Möglichkeiten sein, die sich unerwartet ergeben.

IBM Deutschland bietet momentan vielfältige Jobs in genau so vielfältigen Umfeldern – schauen Sie doch einmal auf der  XING Unternehmensseite von IBM.


Zur Person: Sophie Asmus
Sophie Asmus verantwortet bei IBM seit vielen Jahren Themen rund um das Employer Branding. Ihre Aufgabe ist es, IBM als Arbeitgeber zu positionieren, die Unternehmenswerte und Arbeitskultur zu transportieren sowie passende Talente zu finden, speziell im Hochschulumfeld. Sie ist immer dort aktiv, wo ihre Zielgruppen sind. Sei es zum Beispiel online im Social Media Umfeld, auf Messen oder direkt an Hochschulen.


Zur Person: Julia Günther
Julia Günther ist wie Sophie Asmus auch im Bereich Personalmarketing sowie im Recruiting tätig. Während ihres Masterstudiums an der RWTH Aachen kam bei ihr der Wunsch auf, praktische Erfahrungen in der Wirtschaft sammeln zu wollen. Also entschied sie sich für ein Praktikum bei IBM – und blieb gleich noch für die Masterarbeit, die sie im Unternehmen schreiben konnte. Anschließend bot sich ihr die Möglichkeit, fest bei IBM im Bereich Talent Acquisition einzusteigen.

 

Thomas Kobylka hat den Schritt geschafft. Er blieb authentisch – und hat so den Job bei IBM bekommen. Was der gelernte Politikwissenschaftler jetzt macht, erzählt er uns im Interview:


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Und was Mitarbeiter oder Bewerber über IBM sagen, erfahren Sie direkt bei kununu:


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