Wie Homeoffice auch in Industrie-Jobs möglich wird

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Industrielle Produktion im Homeoffice? Bislang kaum vorstellbar. Doch durch die voranschreitende Digitalisierung könnte aus dieser Fiktion bald Wirklichkeit werden. Jetzt sollen die ersten virtuellen Arbeitsplätze in der Industrie entstehen.

Der Mitarbeiter eines Industriekonzerns sitzt am heimischen Küchentisch. Loggt sich von dort aus mithilfe von Augmented-Reality-Brillen in den Betrieb und steuert die Industrieanlagen digital aus der Ferne. So stellt sich die Industrie, allen voran der Maschinenbau, das Arbeiten der Zukunft vor.

Massive Förderung für digitale Arbeitsplätze

Doch bis alle Arbeitsabläufe in einer Fabrik völlig digitalisiert sind, ist es noch ein weiter Weg. Die Entwicklung für virtuelle Arbeitsplätze in Industrie und Produktion wird aber in den kommenden drei Jahren massiv vorangetrieben, wie „tagesschau.de“ berichtet.

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Unter dem Titel „ViSAAR“ – Virtuelle Arbeitsgestaltung & Technologien für Innovationen im Strukturwandel ­– fördert das Bundesforschungsministerium mit 3,4 Millionen Euro die Entwicklung dieser Remote-Revolution in der Industrie.

Drei Forschungsinstitute unterstützen das Projekt

Drei Forschungsinstitute unterstützen das Vorhaben und sorgen für den theoretischen Input. Dazu zählen das August-Wilhelm-Scheer-Institut  (Know-How im Bereich Digitalisierung), das Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) ist eine Technologietransferstelle (Expertise im wichtigen Bereich des Digitalisierens von bisherigen Arbeitsabläufen) und das Saarbrücker ISO-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (begleitet das Projekt mit Blick auf die Auswirkungen für die Belegschaft).

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"Ist die komplette Produktionskette digitalisiert, können Unternehmen Fehler früher erkennen und auch ad-hoc reagieren", erklärt Rainer Müller, Leiter Forschungsbereich Montagesysteme am ZeMA, die Vorteile vernetzter Produktion.

Win-Win-Situation für Mitarbeiter und Betriebe

Bei ViSAAR steht allerdings nicht der reine Homeoffice-Gedanke im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, Fachkompetenz über Kontinente hinweg zur Anwendung zu bringen. Dies spart nicht nur Kosten, sondern steigert auch die Effizienz. Fachkräfte werden nicht zur Maschine oder Baustelle gebracht, sondern andersherum.

Läuft alles nach Plan könnte ViSAAR dafür Sorge tragen, dass Unternehmen neue Gschäftsmodelle entwickeln und ihre Produktivität deutlich steigern können. Aber auch die Mitarbeiter sollen vom virtuellen Arbeitsplatz profitieren.

Sogar die Umwelt profitiert

Durch Remote Work lässt sich der Arbeitsalltag deutlich flexibler gestalten und durch Weiterbildungen eignet sich die Belegschaft neue Fertigkeiten an. Dass durch schwindende Präsenz auf Baustellen oder Betrieben auch berufsbedingte Reisen verringert werden, freut am Ende sogar auch noch die Umwelt.

 

28.07.2021