Fatale Führungsmacken: 7 Fehler, die gute Chefs niemals machen würden

Fehler Chefs © Westend61 / Getty Images

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So offensichtlich und doch so verbreitet – Konsequentes Fehlverhalten von Vorgesetzten demotiviert das Team und kann dazu führen, dass sich gute Mitarbeiter immer weiter zurückziehen – und sogar kündigen.

Klar, auch Führungskräfte sind nur Menschen – jedoch sollten sich Vorgesetzte stets bewusst sein, dass sich ihr Verhalten unmittelbar auf ihr Team auswirken kann. Gerade in der Krise sollten sich Teamleads regelmäßig reflektieren, denn die Mitarbeiter sind unter Umständen besonders demotiviert und niedergeschlagen. Da wäre die zusätzliche Frustration durch schlechtes Management fatal – und kann auch ganz schön teuer werden. Darauf lässt zumindest eine Gallup-Studie schließen. Demnach entsteht durch das Phänomen "innere Kündigung" der Mitarbeiter bereits ein Schaden von bis 114 Milliarden Euro in deutschen Unternehmen. 

Wie also vermeiden es Führungskräfte, ihr Team zu vergraulen? Im Handelsblatt verraten Führungsexpertinnen Ines Thomas und Gudrun Happich, um welche schlimmen Manager-Macken man einen Bogen machen sollte: 

1. Immer gewinnen wollen

Wenn jede Kleinigkeit stets in unnötigem Kräftemessen mit Kollegen und anderen Teams endet, läuft definitiv etwas schief. Vorgesetzte, die so führen, verlangen den Mitarbeitern viel Kraft ab und verlieren die wichtigen, strategischen Ziele meist aus den Augen. 

2. Worte entsprechen nicht den Taten 

Die Führungskraft verlangt bei Präsentationen die ungeteilte Aufmerksamkeit, sitzt in anderen Meetings aber selbst immer am Handy und kann dem Gesprächsverlauf nicht folgen? Über kurz oder lang fällt das dem Team auf und lässt an Führungsqualitäten zweifeln.  

3. Oberflächliche Wertschätzung statt ehrliche Anerkennung

Mehr als ein halbherziges "Gut gemacht" bekommt die Teamleitung nicht über die Lippen? Echte Wertschätzung geht anders. 

4. Die Führungskraft sagt, wo es lang geht 

"Wir machen das so, wie ich das will!" – Führungskräfte, die sich solcher Sätze bedienen, zeigen ihren Mitarbeitern klar, dass für ihre Ansichten, Meinungen und Ideen kein Platz im Team ist.  

5. Emotionen und Impulse werden nicht kontrolliert

Von Vorgesetzten erwarten Angestellte, dass sie ihre Gefühle im Griff haben. Unkontrollierte Wutausbrüche und Stimmungsschwankungen sorgen hingegen für schlechte Stimmung im Team und haben auch nichts mit Transparenz oder Authentizität zu tun. 

6. Selbstsüchtiges Verhalten 

Wenn die eigenen Themen und Anliegen immer zuerst im Team besprochen werden und am Ende für die Ideen und Projekte der Mitarbeiter kein Platz mehr ist, läuft definitiv etwas falsch. Um richtig zu führen, sollten Teamleads ihre Mitarbeiter nie aus den Augen verlieren

7. Die Führungskraft hat offensichtliche Lieblinge 

Ein klassischer Fehler von Führungskräften – und auch einer der schlimmsten. Durch das Messen mit zweierlei Maß demotiviert die Führungskraft einzelne Mitarbeiter und teilt das Team in "die Lieblinge" und "die anderen" – ein Garant für schlechte Stimmung im Team.

08.04.2021