War Deine Arbeitswoche erfolgreich? So findest Du es heraus

Mann streckt seine offene Handfläche ins Bild © Anass Bachar / EyeEm / Getty Images

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Wahrscheinlich hast Du von der Handformel noch nie etwas gehört. Mit größerer Wahrscheinlichkeit kennst Du allerdings das Gefühl am Ende der Woche, dass Du auf der Arbeit nicht viel geschafft hast. Und hier kommt die Formel zum Einsatz: 

In den meisten Fällen ist das Gefühl, nur wenig geleistet zu haben, ein Trugschluss. Viel mehr liegt die Schwierigkeit darin zu erkennen, welche Dinge man geschafft hat. Insbesondere wenn man sich um viele kleine Dinge kümmern musste, erschleicht uns dieses Gefühl. Dabei sind die Kleinigkeiten immer Teil des großen Ganzen, wie impulse.de berichtet.

Lothar Seiwert, ein Experte für Zeitmanagement, hat eine simple aber ebenso effektive Methode entwickelt, die hier Abhilfe schaffen soll: Die Handformel.

Daumen: Das D steht für Denkergebnisse

Es muss nicht immer ein greifbares Ergebnis sein an dem man Erfolg bemisst. Ebenso erfolgreich ist es, wenn man neue Dinge gelernt und verstanden hat. Insofern können einen die Antworten auf die richtigen Fragen zeigen, was alles erreicht wurde:

  • Habe ich Fehler gemacht aus denen ich gelernt habe?
  • Welche Herausforderungen konnte ich mit neuen Lösungsansätze bewältigen?

Somit kannst Du Dir nochmal vor Augen führen, welche "kleinen" Dinge Du erreicht hast. Beispielweise fühlen sich neue Prozese oft erst dann wie ein Erfolg an, wenn sie umgesetzt sind – dabei ist die bloße Idee dafür ebenso ein Erfolg. 

Zeigefinger: Das Z steht für Zielerreichung

Das große Ganze ist in den meisten Fällen ein langfristiges Ziel. Insofern empfiehlt es sich, regelmäßig einen Blick darauf zu werfen, welche Zwischenziele man explizit dafür erreicht hat. Dadurch kannst Du schnell herausfinden, ob Du auf dem richtigen Weg bist oder ob Du Dich mit vielen Aufgaben beschäftigt hast, die eher sekundär sind.

Kleiner Zusatz: Wenn Du schon dabei bist zu rekapitulieren und über langfristige Ziele nachdenkst, kannst Du im gleichen Zuge die nächsten Schritte planen. 

Mittelfinger: Das M steht für Mentalität

Das richtige Mindset kann im Job über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Daher solltest Du Deine Gefühle in Bezug auf die Arbeit regelmäßig überprüfen.

  • Haben Dich bestimmte Dinge frustriert oder sogar verägert?
  • Was war es worüber Du Dich gefreut hast diese Woche? 

Zwar wirken solche Frage abgedroschen und zu simpel, aber eben deshalb führt man sie sich meist nicht mehr vor Augen. Dabei kann man daraus viel mitnehmen. 

Glühbirne  © Christina Reichl Photography / Getty Images
Nicht nur die Digitalisierung verlangt nach neuen Kompetenzen im Beruf. Die gesamte Arbeitswelt erlebt momentan einen Wandel, weswegen gewisse Soft-Skills immer wichtiger werden. So werden beispielsweise Selbststrukturierung und -organisation durch das Homeoffice immer relevanter. 

Ringfinger: Das R steht für Ratgeber

Auch diese Momente vergisst man schnell: Die Hilfe für die Mitmenschen. Nicht selten kommt es vor, dass man seinen (neuen) Kollegen etwas erklärt und mit Unterstützung zur Seite steht. Wenn eigene Aufgaben dabei auf der Strecke bleiben, blendet einen gerne das Gefühl, dass man nichts erreicht hat, aber auch hier handelt es sich wieder um einen Trugschluss. Die Kollegen zu unterstützen wird sich langfristig auszahlen.

Also rufe Dir auch hier wieder ins Bewusstsein bei was und wem Du helfen konntest. 

Kleiner Finger: Das K steht für Körper

Neben Mindset und der Erfüllung von beruflichen Aufgaben ist auch der eigene Körper nicht zu vernachlässigen. Denn insbesondere wenn man eine stressige Zeit hat, wird das eigene Wohlbefinden gerne mal hinten angestellt. Für kurze Zeit mag das zwar funktionieren, aber die Regel sollte das nicht werden. 

  • Habe ich meinem Körper gesunde Nahrung zugeführt?
  • Ist mein Körper ausgelastet? Habe ich mich ausreichend bewegt?

Ein starker Geist braucht einen starken Körper – so heißt es jedenfalls. Und da ist auch etwas dran. Wer seine eigene Gesundheit zu lange vernachlässigt, wird irgendwie einen Leistungsabfall haben und eventuell im entscheidenen Moment nicht mehr performen können. 

Des Weiteren ist Bewegung und gesunde Ernährung nicht nur wichtig für den Körper, sondern ebenso für das Gehirn und die Regulierung des Stresslevels. 

Fazit: Das F steht für Fragen

Der Zeitmanagement-Experte empfiehlt, sich diese Frage regelmäßig ins Bewusstsein zu rufen. Wie schon deutlich wurde, ermpfiehlt er hierfür das Ende der Arbeitswoche.

Somit kann die Handformel nicht nur dafür verwendet werden, Bilanz über die Woche zu ziehen, sondern auch als Feierabendritual, um mit reinem Gewissen in das Wochenende zu starten. 

30.05.2022