Umfrage zeigt: Das sind 5 bedeutende Nachteile von Homeoffice

Mann sitzt am Schreibtisch im Homeoffice und telefoniert.  © Morsa Images / Getty Images

© Morsa Images / Getty Images

Immer mehr Unternehmen steigen auf die Arbeit im Homeoffice um. Doch wie zielführend ist Remote Work? Diese fünf Nachteile gibt es.

Etliche Studien zeigen die Kehrseite der Arbeit im Homeoffice und Unternehmen leiden unter der Abwesenheit im Büro. Der Austausch zwischen Kollegen am Kaffeeautomaten, ein Smalltalk über das Wochenende und spontane Begegnungen finden nicht mehr statt. Zwar leidet die Produktivität der Arbeitnehmer im Homeoffice nicht, jedoch fällt die soziale Komponente weg. Der Zusammenhalt im Büro und in den unterschiedlichen Fachbereichen fängt an zu schwinden. Das beeinflusst die Firmenkultur zunehmend negativ.

Eine Umfrage des Coworking-Space-Anbieters Wework und des Unternehmens Brightspot Strategy hat nun untersucht, welche Erfahrungen Angestellte im Homeoffice während der Pandemie gemacht habt. Diese fünf Punkte kristallisierten sich als Nachteile heraus.

1. Sehnsucht nach Rückkehr ins Büro

Mehr als 90 Prozent der Angestellten wollen gerne für mindestens einen Tag pro Woche ins Büro zurückkehren und lediglich 20 Prozent würden gerne alle fünf Arbeitstage zurück in das Bürogebäude.

2. Kein kreativer Austausch

Brainstorming, Meetings zum Austausch vor Ort oder gemeinsame Mittagessen fallen dank der derzeitigen Umstellung komplett weg und der kreative Austausch ist bei allen Mitarbeitern durchschnittlich um bis zu elf Prozent gesunken. Ist man jedoch in einem Bereich tätig, wo die Zusammenarbeit ein wichtiger Bestandteil der auszuführenden Arbeit ist, liegt der Rückgang bei 13 bis 15 Prozent. 

3. Soziale Beziehungen schwinden

Selbstverständlich können Slack, Zoom, Microsoft Teams oder andere Anbieter den persönlichen Austausch nicht ersetzen. Soziale Beziehungen aufrecht zu erhalten, wird aufgrund der Umstellung immer schwieriger und bei den Befragten sank dieser Aspekt um durchschnittlich 17 Prozent. Der Rückgang des sozialen Austauschs bei eng verbundenen Kollegen liegt sogar bei 20 bis 26 Prozent. 

Kommunikationsregeln digitale Kanäle © Luis Alvarez / Getty Images
Im Job kommunizieren wir zunehmend digital. Eine Mail schreiben, eine kurze Chat-Nachricht schicken oder via Zoom anrufen? Worauf es bei der Wahl des richtigen Kommunikationskanals ankommt. 

4. Spontane Verabredungen

Ungeplante Interaktionen im Bürogebäude oder spontane Verabredungen sind bei allen Beschäftigten am stärksten gesunken und verzeichnen einen Rückgang von 25 Prozent. Der Austausch zwischen Kollegen findet nur noch nach genauer Absprache statt. Bei der Teamarbeit ist sogar ein Rückgang von bis zu 40 Prozent festgestellt worden.

5. Doch für welche Mitarbeiter ist die Arbeit im Homeoffice besonders schwer? 

Drei Typen von Mitarbeitern wurden laut Umfrage identifiziert, die große Schwierigkeiten haben, aus dem Homeoffice heraus mit anderen Kollegen gemeinsam zu arbeiten. Die „Kooperativen“ verbringen mehr als 65 Prozent der Zeit damit, mit anderen Kollegen zusammenzuarbeiten und finden es schwierig in Projekten allein Fuß zu fassen. Ebenfalls betroffen sind auch die sogenannten „Internen“, die Ihre Zeit zu 62 Prozent damit verbringen, mit anderen intern Beschäftigen Arbeiten zu erledigen und keinen Kontakt zu externen Kunden aufweisen. Die „Stämme“ sind der dritte Typ der Mitarbeiter, die in ihrem Team Kontakte knüpfen und sich auch lieber in einem engeren Kreis bewegen, anstatt Kontakte im gesamten Unternehmen zu finden.

Für den „Kooperativen“ Typ ist es somit schwer, soziale Beziehungen aufrecht zu halten und effektiv in Projekten mit Kollegen zusammenzuarbeiten. Zuhause fällt es ihnen schwer, Entscheidungen zu treffen oder Probleme kreativ zu lösen und neue Ideen zu entwickeln. Die „Stämme“ haben große Probleme damit, Beziehungen überhaupt aufrecht zu erhalten und die „Internen“ verzeichnen deutlich weniger Interaktionen zu anderen, wenn im Homeoffice gearbeitet wird.

18.10.2021